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Gedächtnis und Intelligenz: Nahrung fürs Hirn
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Kann Essen schlau machen - oder auch dumm? Studien über den Einfluss der Nahrung auf die Intelligenz von Mensch und Tier liefern teils verblüffende Ergebnisse.

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christiewarwel 27.06.2017, 12:06
30. Biochemie

Zitat von Jasro
Auch Sie sollten vielleicht mal zur Kenntnis nehmen, dass das menschliche Gehirn seinen Energiebedarf auch aus Ketokörpern beziehen kann, die bei einer kohlenhydratarmen aber eiweiß- und fettreichen Ernährung entstehen - und man sich bei dieser kohlenhydratarmen Ernährung insgesamt wacher fühlt als bei einer kohlenhydrat- bzw. zuckerreichen Ernährung, die auf Dauer die Nervenzellen des Gehirns "überreizt". Das wird u.a. sehr schön erklärt in diesem Video: http://www.dw.com/de/ketogene-diät-e...en/av-17379123 Übrigens, haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum die Ureinwohner Grönlands und Alaskas, die Inuit, früher trotz ihrer z.T. nur (!) aus Fleisch und Fisch bestehenden Nahrung, keine Mangelerscheinungen hatten? Wie konnten sich die Inuit ohne Obst und Gemüse ausreichend mit Vitaminen versorgen? Den Grund hierfür deutet schon der Name an, den die Indianer den Inuit gaben: "Eskimos" - "Rohfleischesser". Dadurch, dass Fleisch und Fisch meist nicht gegart wurden, blieben die Nährstoffe und damit auch die Vitamine weitgehend erhalten. Robbenfleisch und viele Fische wurden möglichst frisch gegessen, oftmals noch blutig. Hinzu kommt, dass manche Teile der Beutetiere wahre Vitaminbomben sind. Die fettige Unterhaut von Walen etwa, Maktaaq genannt, enthält mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und verhinderte somit zuverlässig Skorbut. Dazu wurden zwar mancherorts im Herbst noch ein paar Beeren gesammelt, aber in vielen nördlichen Regionen ging es auch ohne. (...) http://www.planet-wissen.de/kultur/v...sfrage546.html
Wie sagte unser Prof so nett? Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Woher kommen Ihre Ketonkörper denn?
Aus dem Fettstoffwechsel! (wie in meinem Beitrag genannt)
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&u act=8&ved=0ahUKEwju8efG4N3UAhUHJFAKHV6ODywQFggvMAE &url=http://www.schattauer.de/fileadmin/assets/buecher/Musterseiten/978-3-7945-2904-9_Musterseiten_024-029.pdf&usg=AFQjCNEeCIerx540d9NhtCdJ42WlvEmlKQ
Leider können Sie damit aber nur max. 50% des Energiebedarfs des Gehirns abdecken. Ohne Glucose läuft es nicht! Und daher muß beim Fasten (Hungern) nicht nur das Fett (für die Ketonkörper), sondern auch die Muskulatur (zur Glukoneogenese) dran glauben. Womit sich der Kreis schließt: Essen Sie ruhig "ketogen" (Fett+Protein) wie die Eskimos oder Steinzeitmenschen -das ist keinesfalls ungesund- , Ihr Körper macht die Glucose schon, aber es kostet eben extra!

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christiewarwel 27.06.2017, 12:16
31. Bitte lesen, was da steht

Zitat von lebensgefährlich
Ja was denn nun - Evolution oder nicht? Evolution konzipiert nicht. Und mir war nicht bekannt, daß "DIE" Evolution bereits abgeschlossen wäre. Die ist doch nicht gesteuert, oder ein Zeitalter oder sonst etwas, sondern findet immer weiter statt. Nicht nur rein biologisch, da Dinge wie Erdbeben, Tsunamis, Vulkane, Asteroiden, Strahlung etc. - und seit einiger Zeit eben auch Menschen - die Richtungen immer mal wieder ändern bzw. beenden. Was für Vorstellungen haben Sie? --------------------- An alle Ernährungscracks hier: Ihnen ist schon klar, daß die Verdauungssäfte (Speichel, Magen, Bauchspeicheldrüse, Galle) in den Verdauungstrakt abgesondert, wo sie die Nahrung in kleine Moleküle "aufbrechern", bevor diese dann in den Körper aufgenommen werden? Proteine werden zu Oligopeptiden und Aminosäuren (AS), und ähnlich für Fette und Kohlenhydrate. Außerdem kann der Körper (Leber) fast alle "Bausteine" in alle anderen umbauen. Da ist es ziemlich egal woher das Protein kam, solange alle essentiellen AS enthalten sind, was eine ausgewogene pflanzliche Ernährung heutzutage bei uns ermöglicht. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: zu Zeiten vor industrieller Landwirtschaft gab es Mißernten, "Einheitsbrei" ohne unbedingt umfassend zu sein etc. Fleisch (= Ich lasse Tiere mühsam den ganzen Tag lang Pflanzen suchen, fressen und verdauen und töte und esse diese dann, um mir diese Mühe zu ersparen.) ist da natürlich eine gute Ergänzung. Zugegebenermaßen schmeckt das zubereitet ja natürlich auch lecker. (Grün-/Blatt-/Vollkorn-)Pflanzen bzw. die daraus zubereiteten Greichte haben den Vorteil, daß relativ zum Masse (Gewicht) des Essens bzw. Völlegefühl weniger Kalorien aufgenommen werden als bei "raffinierten" Produkten, Fleisch, oder eben reinem Fett oder Zucker.
Das Wort IST beschreibt einen JETZT-Zustand (welcher die Folge alles vorangegangen ist). Der Jetzt-Zustand des Menschen entspricht dem Konzept des Hetzjägers -die Hauptmerkmale werden danach genannt. Die Evolution hat vorher stattgefunden. Was in Zukunft werden wird, werden andere sehen. Wenn man will, kann man fast alles falsch interpretieren.

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chaps 27.06.2017, 20:52
32. Proteine

@grabenkämpfer: welche Proteine sollen das sein, die nur in tierischen Lebensmitteln vorkommen? Jede Aminosäure gibt es auch bei Pflanzen. Tierische Produkte haben hinsichtlich der Nährstoffe kein Alleinstellungsmerkmal. Alles kommt bei Pflanzen ebenfalls vor. Man sieht es an veganen Spitzensportlern, Bodybuildern, an einem Teil der indischen Bevölkerung die seit langen Zeiten vegan leben (auch die Kinder) und an mir. Dieser viel zitierte Mangel ist wissenschaftlich nicht zu beweisen.
Dass der Mensch durch Fleisch intelligenter geworden ist, ist eine These - mehr nicht. Der Mensch ist auch kein Hetzjäger. Wie habe ich mir das vorzustellen: ich hetze die Antilope oder das Reh über Stunden bis es erschöpft umfällt? Dann nehme ich meine Klauen und mein Gebiss und reiße Stücke aus dem Tier und schlinge sie herunter? Anschließend nehme ich noch die Brocken, gehe zu meinem zweijährigen Kind und gebe ihm das zu essen? Parallel dazu muss ich mir überlegen, woher ich die Vitamine und Mineralien bekomme, die ich zum leben brauche? Andererseits ist es ja auch völlig abwegig dass der Mensch mit seinen Händen Früchte, Wurzeln, Knollen, Gräßer, Nüsse, Wildpflanzen gesammelt und gegessen hat. Auch wenn dort alles wichtige an Nährstoffen vorhanden ist, wäre es ja langweilig so zu leben.

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willibaldus 28.06.2017, 01:42
33.

Zitat von seikor
... und Infos als überflüssig bzw. trivial identifiziert. Wenn es eine Studie nicht schafft, einen Ursache-Wirkung-Zusammenhang einseitig aufzuzeigen, ist sie doch wertlos. Dass man im Mecki nicht die Bildungselite des Landes findet, sollte jedem klar sein. Und auch, dass nicht Fastfood/Zucker die Leute doof gemacht hat...
Die bahnbrechende Erkenntnis, dass praktisch kein signifikanter Ursache-Wirkung Zusammenhang feststellbar ist, haben Sie jetzt aber unterschlagen.
Bis auf Spezialfälle wie Hunger im Kindheitsalter kann man eigentlich keinen Einfluss der Ernährung auf die Intelligenz feststellen. Punkt.

Das ganze Bohei um "Superfood" ganz gefährlich raffinierte Lebensmittel etc ist fast ausschliesslich Beutelschneiderei wäre da meine Erkenntnis draus. Es sei denn man ernährt sich ausschliesslich von Chips, Hamburgern und Cola. Aber wer macht das schon?

Bleibt noch die gesundheitliche Wirkung der besagten Lebensmittel. Aber da ist das ähnlich. Wer sich überwiegend als Chips, Hamburger und Cola vertilgende Couchpotato betätigt, muss mit verkürzter Lebensdauer rechnen. Auch klar.

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willibaldus 28.06.2017, 01:48
34.

Zitat von chaps
@grabenkämpfer: welche Proteine sollen das sein, die nur in tierischen Lebensmitteln vorkommen? Jede Aminosäure gibt es auch bei Pflanzen. Tierische Produkte haben hinsichtlich der Nährstoffe kein Alleinstellungsmerkmal. Alles kommt bei Pflanzen ebenfalls vor. Man sieht es an veganen Spitzensportlern, Bodybuildern, an einem Teil der indischen Bevölkerung die seit langen Zeiten vegan leben (auch die Kinder) und an mir. Dieser viel zitierte Mangel ist wissenschaftlich nicht zu beweisen. Dass der Mensch durch Fleisch intelligenter geworden ist, ist eine These - mehr nicht. Der Mensch ist auch kein Hetzjäger. Wie habe ich mir das vorzustellen: ich hetze die Antilope oder das Reh über Stunden bis es erschöpft umfällt? Dann nehme ich meine Klauen und mein Gebiss und reiße Stücke aus dem Tier und schlinge sie herunter? Anschließend nehme ich noch die Brocken, gehe zu meinem zweijährigen Kind und gebe ihm das zu essen? Parallel dazu muss ich mir überlegen, woher ich die Vitamine und Mineralien bekomme, die ich zum leben brauche? Andererseits ist es ja auch völlig abwegig dass der Mensch mit seinen Händen Früchte, Wurzeln, Knollen, Gräßer, Nüsse, Wildpflanzen gesammelt und gegessen hat. Auch wenn dort alles wichtige an Nährstoffen vorhanden ist, wäre es ja langweilig so zu leben.
Schauen Sie sich die alten Steinzeitkulturen an, von Australien über die san in Afrika oder die Neandertaler. Alle haben eine Mischkost gehabt. Auch die NEandertaler. Die Gewichtung zwischen Pflanzen und Fleisch wurde entsprechend der Umwelt und Jahreszeit angepasst.

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