Forum: Gesundheit
Geld aus dem Gesundheitsfonds: Krankenkassen beraten Ärzte illegal bei Diagnosen
Jens Wolf/ DPA

Vor drei Jahren erschütterten angebliche Schummeleien bei Patientendaten das Gesundheitssystem. Ein Gesetz sollte die Praktiken abstellen. Nun zeigt sich: Vermutlich hat sich wenig geändert.

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jujo 03.05.2019, 18:51
1. ....

"Noch stemmen sich viele Kassen gegen das Vorhaben!"
Wie soll man das verstehen?
Die Politik macht eine klare Ansage, entsprechende Gesetze, bei Mißachtung spürbare Strafen und fertig!

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gerollheimer2 03.05.2019, 19:05
2. ungefragt in die Praxis

kamen die hübschen Damen der KK und hatten Listen mit Patienten dabei, deren Diagnosen verbessert werden könnten. Ich hab diese Damen flux rausgeschmissen und die Sache vor Jahren einem bayerischen Datenschutzbeauftragten mitgeteilt, der das Gebaren i.O. fand. Offen bleibt beim Spiegel, weshalb die Ärzte auf dem Foto in so verschwörerischer Pose dargestellt werden. Das Foto ist meiner Ansicht nach eine Unverschämtheit, suggeriert es doch, dass hier Ärzte und nicht KK abzocken.

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Rollerfahrer 03.05.2019, 19:14
3. Der Kranke hat es in der Hand....

dazu das Gutachten veröffentlichen. Anschliessend wir es denen schwer fallen, Kunden zu behalten oder zu gewinnen...

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Boris-79 03.05.2019, 20:13
4. Betrug

Das heißt also, dass mich die Krankenkasse auf dem Papier zu einem Risikopatienten schreibt um mehr Geld zu kassieren.
Möchte ich dann aus verschiedenen Gründen evtl. in die PKV wechseln habe ich horrende Beiträge zu fürchten, weil die GKV zu gierig war.
Das ist für mein Empfinden Betrug

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bernie86 03.05.2019, 20:21
5. @1

Wie Sie bereits richtig zitieren, ist es eben noch kein Gesetz, sondern nur ein Vorhaben - das hat also leider wenig zu heißen, denn unsere Minister haben alle so einiges vor (nur an der Umsetzung arbeiten sie nicht sonderlich bemüht).
Und bis es ein Gesetz wird, werden die Kassen wieder ordentlich die Werbetrommel rühren, den Patienten suggerieren, die Ärzte würden ihnen aus Eigeninteresse falsche Diagnosen stellen (wie letztes Jahr, als es hieß, Krankenhäuser würden bewusst zu oft operieren). Auch wenn die Kassen "gesetzliche" sind, betreiben sie gegen ihnen unliebsame Gesetze massig Lobbyismus (wenn sie dafür Geld haben, könnten sie auch ruhig beim Zahnersatz wieder mehr zuzahlen...).

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2337-570 03.05.2019, 20:31
6. wenn der Staat den Staat betrügt...

da sind wir doch fast am Ziel unserer staatlichen Verselbstständigung: staatliche Institutionen (wie es die gesetzlichen Kranken als Körperschaften des öffentlichen Rechts sind) betrügen den Staat selbst bzw. noch besser, stiften die Privatwirtschaft (Ärzte) an den Staat zu betrügen.

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mirage122 03.05.2019, 20:37
7. Zum Glück ...

... bin ich bei der Techniker versichert. Dennoch würde es mich brennend interessieren, welche Krankenkassen sich dagegen wehren. SPON, bitte recherchieren! Danke!

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Grubenarbeiter 03.05.2019, 21:23
8. Pharisäer!

Einige Krankenkassen "beraten" die Hausärzte bei der "korrekten " Kodierung ihrer Fälle.
Gleichzeitig beklagen dieselben Kassen mediengerecht ihrer Meinung nach ungerechtfertigte Abrechnungen der Krankenhäuser bei stationärer Behandlung ihrer Patienten z.B. durch sog "Upcoding".
Welch gespaltenes Verhältnis zur Wahrheit muß man haben, um sich so verhalten zu können.

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birdie 04.05.2019, 03:01
9. Im Anfang haben die Krankenkassen ihre Aufgaben ...

im Sinne einer Gilde verstanden, in der Hilfe jedem Gildemitglied ohne Ansehen des Standes oder der Person gewährt wurde, der unverschuldet in Not geraten war. Daraus haben sich heute profitgeile Wirtschafts-unternehmen gebildet, die einseitig nur an Einnahmen interessiert sind und hilfsbedürftige Kranke als Störfaktoren ansehen. Wodurch der urspüngliche Gedanke der Solidargemeinschaft total verloren gegangen ist. Dazu ein einfaches Beispiel zum Nachdenken : Hebammen, von denen wir Superleistungen erwarten und die die Krankenkassen wie Aussätzige behandeln. Ein Paradebeispiel für Verantwortungslosigkeit und Profitgier.

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