Forum: Gesundheit
Geld von Pharmakonzernen: Warum Ärzte schweigen
Julia Cramer

Gut zwei Drittel der Ärzte wollen nicht offenlegen, wie viel Geld sie von der Pharmaindustrie bekommen. Was sind die Gründe für ihr Schweigen?

Seite 1 von 12
sponjo 16.07.2016, 18:46
1.

Es gibt sicher Ärzte die ohne sichtbare und adäquate Leistung Geld erhalten haben. Aber nicht jeder der nichts zu verbergen hat muss seine Einkünfte offen legen. Das ist ja NSA Logik.

Beitrag melden
hansdampf01 16.07.2016, 18:48
2.

"...Für die Durchführung einer klinischen Studie erhielt er Gelder von Bayer auf ein Drittmittelkonto..."

So etwas ist sachlich falsch. Die Klinikverwaltung bekommt das Geld, mit dem die Kosten der Studie ausgeglichen werden. Übrig bleibt nichts, oft sind solche Studien unterfinanziert und würden sonst nicht durchgeführt werden können.

Beitrag melden
gladwyne 16.07.2016, 19:04
3. Naruerlich halten sich die meisten zurueck!

Steht ja schon im ersten absatz dass sich zwei drittel weigern, dass sie geld bekommen. Man koennte ja schreiben, dass zwei drittel nicht preisgeben wollen, OB sie nebenverdienste haben. Die preisgabe ist mit neidberuchterstattung verbunden und nicht mit transparenzberichten. Da wuerd ich auch nichts sagen.

Beitrag melden
m.m.s. 16.07.2016, 19:12
4. Typische Neiddebatte

Diese Debatte ist wie vieles im Land purer Neid und nicht sachlich. Es wird Ärzten unterstellt sie würden bestochen. Stimmt nicht, es steht dem Leistung gegenüber. Das Hauptproblem liegt wie so vieles in Berlin. Politiker dürfen finanzielle Unterstützung von Lobbygruppen bekommen ohne Leistung. Bzw. sollen die Rechtsgrundlagen zugunsten der Lobbygruppen geändert werden oder Aufträge zugeschanzt werden. Das ist erlaubt. Das Land und die Regierung wurde deswegen von der UN gerügt, denn sowas ist woanders Bestechung. Nicht aber hier. Lieber wird auf Ärzte eingetreten, die 80 bis 176 Stunden im Stück durcharbeiten bzw. im Dienst sind. Schöne Neue Welt, 1984 ist längst Realität.

Beitrag melden
lefs 16.07.2016, 19:14
5. Wer nur ein wenig mit den Füßen auf der Erde steht,

weiß, dass die Einschätzung von Chefarzt Tom Bschor stimmt. Geld verändert die kritische Haltung gegenüber dem Geldgeber. Ob man das selbst merkt oder einsieht ist dabei völlig egal. Wenn das nicht so wäre, wäre die Welt völlig anders. Es ist das gleiche Prinzip, welches die Banker zu Bankstern gemacht hat.

Beitrag melden
themistokles 16.07.2016, 19:43
6. Einfache Frage - einfache Antwort?

Eine Frage an die Autoren dieses und aller vorangegangenen Artikel: Wieso veröffentlichen sie nicht ihr Einkommen?

Die im Artikel genannten Ärzte haben alle ihre Gründe genannt. Plausible und nachvollziehbare Gründe. Das ist auch von SPON so zu akzeptieren. Das sie dennoch die Namen und Einzelheiten veröffentlichen, ist kein seriöser Journalismus mehr sondern eine Treibjagd.

Um es nochmals klar und deutlich zu sagen: NIEMAND ist verpflichtet, seine Einkommensverhältnisse offenzulegen. Ärzte müssen ihren Patienten (und SPON) keine Rechenschaft über ihre Einkommen ablegen.

Beitrag melden
cerberus66 16.07.2016, 20:15
7.

"Was sind die Gründe für ihr Schweigen?" Es geht die Öffentlichkeit nichts an. Und mir als Patienten ist es wurstegal.

Beitrag melden
don_politicus 16.07.2016, 20:15
8. Weltbild?

Weshalb halten Ärzte die Menschen "da draußen" für so beschränkt nicht zu verstehen, welche Zusammenhänge bestehen? Wenn Gelder geflossen sind: Schön. Dann erklär bitte: Warum? Welche tolle Leistung steckt dahinter?
Die Transparenz abzulehnen mit Verweis, dass dies anderswo nicht gemacht wird ist bigott. Immerhin wird für Ärzte ein unglaublich geldintensivesSystem geschaffen. Und das aus einem Grund: Der Leistungsgegenstand, die Gesundheit, ist eben etwas Besonderes. Nicht zu vergleichen mit einem Tischler oder Metzger. Forderungen abzuwehren, indem man sich an anderen Branchen orientiert, erinnert mich an Rosinenpicken: Gute Folgen: Ja. Schlechte Folgen: Nein.
Insgesamt eine sehr dünne Argumentation und für mich im Kern nicht nachvollziehbar.

Beitrag melden
nochnbier 16.07.2016, 20:20
9. Nein, das ist keine Neiddebatte!

Zitat von m.m.s.
Diese Debatte ist wie vieles im Land purer Neid und nicht sachlich.
Mit Neid hat das Verschweigen der Ärzte wenig zu tun. Sie müssen sich nur mit der Branche auseinandersetzen. Ich finde es nicht normal, dass nahezu jeder Werbespot vor zu den Prime-Time Nachrichten OTC Arzneimittel bewirbt. Was glauben Sie wie oft die Herren und Damen Pharmareferenten den Onkel Doktor besuchen? Warum zücken Ärzte wohl so schnell den Rezept-Block, obwohl das oft, sehr oft nicht nicht erforderlich ist? Es gibt hier seit Jahren Interessenkonflikte und Bestechung. Das gilt ebenfalls für klinische Studien. Wir brauchen dringend eine Positivliste, damit der unnötige und nutzlose Sch... aus den Apotheken verschwindet! Unsere Krankenkassenbeiträge könnten viel geringer sein. Und es geht sogar ohne, dazu muss man nur mal nach DK schauen ...

Beitrag melden
Seite 1 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!