Forum: Gesundheit
Geld von Pharmakonzernen: Warum Ärzte schweigen
Julia Cramer

Gut zwei Drittel der Ärzte wollen nicht offenlegen, wie viel Geld sie von der Pharmaindustrie bekommen. Was sind die Gründe für ihr Schweigen?

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laubfrosch69 16.07.2016, 22:43
30. Lieber SPON, die Sache ist doch ganz einfach!

Frag doch einfach mein Finanzamt! Das weiß über alles Bescheid. Das kennt meine Einkünfte ganz genau. - Welche Antwort wirst du wohl bekommen, lieber SPON? -Richtig!!! - In diesem Lande gibt es ein STEUERGEHEIMNIS. Und, lieber SPON, ich bin natürlich wie jeder andere in diesem Lande absolut dagegen, daß irgendwer Fremdes seine Nase in meine Einkünfte steckt! Und solange es nicht verpflichtend für Kanzler, Minister, hohe Ministerialbeamte, Parlamentsmitglieder aller Ebenen und sonstiger "Bedenkenträger" Pflicht ist, die Einkommenssteuererklärung zu veröffentlichen, solange halte ich die Forderung an irgendwelche Berufsgruppen für "Transparenz" zu sorgen, für sowas von daneben!! - B.t.w., ich nehme kein Geld von Pharmafirmen, ich bezahle meine Weiterbikdung inklusive Anreise und Hotel selbst. Ich nutze ein vöölig pharmaindustrieunabhängiges Schweizer Internetportal, um herauszufinden, welche Medikamente in welchen Kombinationen sinnvoll sind. UND dafür bezahle ich auch noch Geld!

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Grorm 16.07.2016, 22:48
31.

Zitat von e-dirk
176 Stunden am Stück durcharbeiten? Als Arzt? [...]
Bei 176 h heisst es ja noch lange nicht, dass man als Arzt auch 176 h nonstop arbeitet. Für den Dienstarzt in der Klinik gibt es das Dienstarztzimmer mit Bett und TV. Da war mein Maximum einmal 60 h am Stück, aber aus eigener Dummheit bei der Dienstvergabe, was jetzt auch keine Rolle spielt.

Als Oberarzt hatte ich dann "nur noch" Rufbereitschaft, d.h., ich musste nach dem Telephonanruf innerhalb von 15 min in der Klinik sein. Dieser Dienst dauerte 7 d, also 168 h Bereitschaftsdienst am Stück ...

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ialonik 16.07.2016, 22:49
32. Neiddiskussion

SPON beflügelt hier eine Neiddisskusion. Ich frage mich, wie kommen die Autoren auf den Gedanken Ärzte mit Klarnamen in interaktiven Graphiken zu veröffentlichen. Wenn Nachforschungen in dieser Intensität betrieben werden, sollte dies bei anderen Branchen ebenfalls mit dieser Akribie betrieben werden. Am besten man fängt da auch bei sich selbst an: Welche Gelder nehmen Journalisten an? Eine interaktive Graphik wäre toll!

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maxmarius 16.07.2016, 22:50
33.

Zitat von franke08
Nach dieser Kampagne des Spon wird kein Arzt zustimmen
Weiß ich nicht. Ich gehe jetzt ja fast davon aus, dass diejenigen, die zugestimmt haben, die vertrauenswürdigeren Ärzte sind.
Und das geht sicher nicht nur mir so.

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Grorm 16.07.2016, 23:03
34. Skandale?

Zitat von ichbindannmalfort
[...] Und die Skandale, die regelmäßig aufpoppen, sind nur die Spitze eines Eisbergs.
Nennen Sie mir bitte mal nur einen aus dem Jahr 2016. Mir fällt dazu nämlich keiner ein, ganz egal, wie lange ich auch nachdenke ...

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rainer82 16.07.2016, 23:15
35. Wenn ein Kollege im Auftrag eines Pharmakonzerns eine Studie durchführt.

dann muss so viel Transparenz herrschen, dass nicht nur bei Veröffentlichung der Studie in Fachorganen der Name des Arztes genannt wird, sondern auch eine Information darüber erfolgt, wer diese Studie finanziert hat, d.h. ob der die Studie durchführende Arzt vom Hersteller bezahlt worden ist. Nur dann, wenn die Studie nicht vom Hersteller finanziert wurde, ist das Ergebnis wissenschaftlich relevant.

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dborrmann 16.07.2016, 23:20
36. Ich hatte keine Nebenverdienste..

und bin nicht gefragt worden, ob dies veröffentlicht werden darf. Selbstverständlich hötte ich der Veröffentlichung zugestimmt. Und nun, werte Neid-Debattierer?

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Grorm 16.07.2016, 23:23
37.

Zitat von helm
[...] Ich weiß von einem Arzt, der wegen der "Studien", die er wegen Diabetesmedikamenten macht, häufig pro Monat mehr an Korruptionsgeldern einnimmt als durch den normalen Umsatz der Praxis. Sagt seine Frau! Und er nickt dazu.
Vielleicht ist dem ja so? Wenn er viele und gute Studien abliefert, kommt das schon hin. Diese zusätzliche Fleissarbeit macht ja wohl keiner nur für einen warmen Händedruck - Sie sicherlich auch nicht, oder?! Soviel zu "Korruptionsgelder".

In der Schweiz machten wir zwar unsere Studien für den Arbeitskreis Osteosynthese (AO) wirklich für umsonst, aber ansonsten hätte die AO uns die 1b-Klassifizierung (eh recht selten für ein simples Kantonsspital, so waren wir darauf auch zurecht sehr stolz) aberkannt und nur 1a- sowie 1b-Fachabteilungen haben die volle Weiterbildungsberechtigung im Fach Orthopädie/Traumatologie ...

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cm1 16.07.2016, 23:26
38. Abstruse Logik

Es ist allgemein (leider nicht bei allen) bekannt, dass es ein einfaches Mittel gegen ungerechtfertigten Neid gibt: Transparenz von Geldflüssen.

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jujo 16.07.2016, 23:40
39. ...

Eines ist doch klar, Pharmafirmen sponsern nicht aus Nächstenliebe. Wenn schon jeder Lehrer und andere Beamte vor dem beruflichen Ruin stehen wenn sie pillepalle annehmen, dann stimmt etwas nicht im Vergleich zu dem Ärzte sponsoring, das hat nichts mit Neiddebatte zu tun.

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