Forum: Gesundheit
Geplante Geburt: Erst die Wehen, dann der Kaiserschnitt
DPA

Immer mehr Frauen entbinden per geplantem Kaiserschnitt. Die werdenden Mütter erhoffen sich eine entspanntere Entbindung, die Kliniken können besser planen. Aber liegt der Termin zu früh, kann es gefährlich für die Kinder werden.

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hw47 02.12.2014, 11:44
20. Immunsystem

Für die Mütter scheint in vielen Fällen ein geplanter Kaiserschnitt die bessere Wahl zu sein, benachteiligt sind jedoch die so geborenen Kinder. Das Immunsystem entwickelt sich nämlich bei einer natürlichen Geburt schneller und auch die Darmflora baut sich besser auf. Das ist durch Studien eindeutig belegt.

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metastabil 02.12.2014, 11:58
21.

Zitat von janjibe
schickt einen doch erst der Frauenarzt ins Krankenhaus, vorher liegt doch alles in seiner Hand und man hat mit dem Krankenhaus noch gar nichts zu tun. Oder bekommt er etwas vom Kuchen ab???? Meiner hat mich auf jeden Fall nicht unnötig ins Krankenhaus geschickt.
Um zur Geburt ins Krankenhaus zu gehen braucht eine Frau doch keine Erlaubnis eines Arztes. Die Einschätzung der eigenen Hebamme oder des eigenen gesunden Menschenverstands (z.B. durch Auftreten von Wehen) reicht dafür völlig aus, und man wird sie auch nicht abweisen.

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kroschwald 02.12.2014, 12:18
22. Schwangerschaft und Geburt sind

in den letzten vierzig Jahren permanent pathologisiert und ins Krankenhaus verlegt worden. Der Grund: NIEMAND möchte kindliche (und erst recht nicht mütterliche) Verluste erleiden bzw. das Risiko tragen, so klein es auch sein möge. Deutlich erkennbar an den astronomischen Versicherungsprämien. Insofern ist es eine angstbesetzte Entscheidung aller Beteiligten. Und nicht zu vergessen der Machbarkeitswahn: Alles muss total kontrolliert sein. Nichts darf dem Zufall überlassen werden, und Schicksalsschläge will niemand hinnehmen.
Und dieses Rad lässt sich nicht zurück drehen, da bin ich mir sicher.

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humpalumpa 02.12.2014, 12:19
23.

Zitat von jaro22
Hallo Zusammen, Ich frage mich immer, wie man so einen Artikel ohne die Leute verfassen kann, die das Täglich machen. Und das sind eben nicht die Ärzte. Im Grundgesetz steht, dass bei einer Geburt die Hebamme die Weisungsbefugnis hat. Warum? Ganz einfach. Der Arzt bekommt eine gewisse Prämie für Kaiserschnitte. Das würde keiner offen Zugeben, allerdings sind meine Informationen von einem Arzt. Was leider völlig unterschlagen wird, sind die Folgen für das Kind und die Mutter. Das Kind benötigt den natürlichen Geburtsvorgang, da hier Reflexe ausgebildet werden, welche bei dem Kaiserschnitt nicht gebildet werden. Die Folgeschäden eines Kaiserschnittes werden hier runter gespielt. Weiterhin muss der Arzt beim Kaiserschnitt die Bauchdecke aufschneiden/aufreissen. Es muss eben gerissen werden, damit die Wundheilung besser stattfindet. Das ist eine große Wunde im Bauchraum, was leider auch dazu führt, dass bei einer Folgeschwangerschaft die Gefahr für einen Folge-Kaiserschnitt sehr hoch ist. Somit ist die Geburt auf dem natürlichen Wege sehr unwahrscheinlich. Und wieder freut sich die Prämie für einen weiteren Kaiserschnitt. Ein Kaiserschnitt kann unter Umständen auch zu Inkontinenz führen und die körperliche Belastung bei einem Kaiserschnitt ist um ein Vielfaches höher, als bei einer regulären Geburt, wie es die Natur vorgesehen hat. Folgetage im Krankenhaus sind bei einem Kaiserschnitt fest einzuplanen. Meine Frau ist selber Hebamme und die kritische Sichtweise auf diese "Industrie" mit den Müttern wird nicht aufgefasst. Bitte künftig Leute vom Fach mit ins Boot holen, da ein Arzt ein gewisses Interesse hat, die Kaiserschnitte zu machen. Sei es von der Klinik vorgegeben, oder durch Eigeninteresse. Ich habe hier bewusst polarisiert, um das Verständniss und die Folgeschäden klar zu machen.
Sorry, aber da muss ich wider sprechen.
Natürlich sind diejenigen, die bei Geburten die Kontrolle haben und das letzte Wort, die Ärzte.
Hebammen sind ebenfalls notwendig und müssen mit dabei sein, können aber mit Sicherheit nicht so gut entscheiden, wann eine Geburt kompliziert wird und operiert werden muss, wie ein Arzt.
Und genau das erwarte ich auch von einem Krankenhaus, dass das genau so läuft.

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humpalumpa 02.12.2014, 12:27
24.

Zitat von hansglück
Ich habe engen Kontakt zu einer Person in einer Entbindungsabteilung eines Krankenhauses: Dort wird gesunden Frauen von den Ärzten gesagt, Ihre Geburt würde Komplikationen mit sich bringen und sie sollen einen Kaiserschnitt machen lassen ! Diese Worte fallen dort regelmäßig, aber ganz besonders in den letzten 4-6 Wochen des Jahres. Der Grund: Die Geburten Abteilung hat eine zu erfüllende Jahresquote an Geburten, fällt der Wert einige Jahre unter diesen Wert, wird aus wirtschaftlichen Gründen die Abteilung geschlossen und die Geburten ins benachbarte Krankenhaus verlegt. Die hier arbeitenden Ärzte wollen Ihren Job nicht verlieren und benutzen das Unwissen der Frauen und Ihre Macht, um die Quote so zu steuern, dass Sie Ihren Job nicht verlieren. Also werden gesunde Frauen angelogen und nach Bedarf zum frühen Kaiserschnitt überredet, damit die Geburt in das bestehende Kalenderjahr fällt und dort angerechnet wird. Dies passiert dutzendfach und die Ärzte und Schwestern wissen davon.
Da hat Ihre Kontaktperson aber ein schlechtes Krankenhaus erwischt.
Denn ich denke nicht, dass man sowas pauschalisieren kann.
Mein Kind kam auch am Jahresende zur Welt.
9 Tage zu spät und mir wurde überhaupt nicht versucht, einen Kaiserschnitt unterzujubeln.
Vielmehr hat mein Arzt alles versucht, um den zu verhindern.
Wir haben bis eine Woche nach dem errechneten Termin gewartet, dann kam ich an den Wehentropf und als der net half, gabs die Wehenpille.
Von Arztseite kam dann nur, dass er mich am nächsten Tag operieren muss, wenn die auch nicht hilft, weil es sonst gefährlich wird.
Und dass der Platz schon so knapp wurde, dass das Kind raus musste, konnte selbst ich als Laie auf dem Ultraschall sehen.
Die Krankenschwestern haben sich da eher übrigens aufgespielt und behindert. Nur mal so.

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wagnerkj 02.12.2014, 12:43
25. Wunschleistung = Selbstzahler

Interessanter Artikel. Bemerkenswert auch die Kommentare und v. a. die Verschwörungstheorien. Leute ihr zeigt damit sehr gut wie wenig Ahnung ihr von der Sache habt.
Soll jeder sein Kind bekommen wie er möchte- allerdings ist eine Wunschleistung auch immer eine Selbstzahlerleistung. Warum nicht so bei der Sectio liebe Kassen?

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Bernd² 02.12.2014, 12:44
26. Wenig hilfreich...

Hallo zusammen,
vor zwei Jahren haben wir unseren Sohn zur Welt gebracht. Wir wollten auf jeden Fall eine natürliche Geburt aber nachdem der kleine 9 Tage überfällig war sind wir ins KH und haben eingeleitet. An Tag 2 hatten wir die gewünschten Wehen aber gleichzeitig hatte der Wonneproppen einen Kopfumfang von >35cm.. und und 56cm Körperlänge. Wir habe also 21(!) Stunden im Kreissaal unser bestes gegeben aber da war nichts zu machen und schliesslich wurde aufgrund der Lage (der kleine Mensch hat auch alles versucht um "durchzupassen) und einer Geburtsgeschwulst (Hämatom am Kopf vom Becken/Kopf Kontakt)den Notkaiserschnitt gemacht. Soweit so gut....
Der Kleine wird im Januar 2 Jahre alt ist fit wie ein Turnschuh und nun erwarten wir ein Schwesterchen- und da beginnen meine Kopfprobleme:

Meine Frau und ich haben in den letzten Tagen viel diskutiert - der Bauch sagt:"Ihr habt ein gesundes wiederstandsfähiges Kind bekommen weil Ihr solange Wehen mitgemacht habt" - ergo will man das für Nachwuchs Nr. 2 Die Hebamme und der Arzt hingegen sagen, dass Kind Nr.2 warscheinlich noch ein bischen grösser wird und sie nach Faktenlage (erstes Kind Kaiserschnitt - alte Vernarbungen ergeben Risiko usw.)definitiv zu Kaiserschnitt raten um nicht ein zweites mal nach 21 Stunden das Risiko einzugehen das das Kind Schaden nimmt.
Dazu erwähnen sie jedesmal, dass der geplante Kaiserschnitt vor dem errechneten Geburtstermin erfolgen soll(5-9Tage) - ebenfalls mit Risiko Begründung.
Die Argumentation aus dem Artikel, dass das Kind - kurzgesagt- ertmal ein bischen arbeiten soll damit die natürlichen mechanismen anspringen trifft also auf meine Grundeinstellung aber den Rat von Gyn und Hebamme ist uns auch wichtig (waren beide beim ersten Kind auch dabei). Ich persönlich denke auch an die Heilungsentwicklung meiner Frau - ich bin ein grosser Fan des Drogencocktails den Frau und Kind durch die Geburtswehen bekommen und fest davon überzeugt das auch die Mama viel davon hat.

So warum schreibe ich euch das? Naja a) weil wir nur noch einen Monat haben und ich im Begriff bin gegen meine Bauch-Natur zu handeln aber als Laie nicht auf diese pochen kann und will, und b) weil mich die ersten Posts hier geärgert haben, die sich lesen als sei der geplante Kaiserschnitt ausschliesslich eine von termingeilen Elterner oder geldgierigen/planungsfanatischen Ärzten/Krankenhäusern erfundene Sache, und c).... ich bin wohl einfach sch**sse aufgeregt und anscheinend nicht in der Lage solche Artikel einfach NICHT oder nicht ohne Reflektion zu lesen =P

Wünscht uns was !
Bernd²

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bafibo 02.12.2014, 12:45
27. Warum

muß eine Beckenendlage immer in einem Kaiserschnitt enden? Ich bin 1958 als Steißgeburt zur Welt gekommen, ohne daß jemand einen Kaiserschnitt für notwendig gehalten hätte. Sollte heutzutage auch möglich sein. Offenbar ist den Hebammen und Ärzten inzwischen die Erfahrung abhanden gekommen, damit umzugehen.

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Senf-Dazugeberin 02.12.2014, 13:20
28. Keine Kinder?

Zitat von boeseHelene
Wie ich solche Vergleiche liebe *rolleyes* man könnte die normale Geburt auch mit einem Rauswurf aus einem Club durch einen Türsteher vergleichen der einen in die kalte Nachtluft wirft. Wenn eine Mutter sich sicherer fühlt bei einem geplanten Kaiserschnitt warum nicht. Es soll auch normale Geburten geben die schneller geben nämlich Sturzgeburten ;) Und dann wäre da noch die Frühgeburt.
Ich meine mich erinnern zu können, dass Sie keine Kinder haben... warum mischen Sie sich trotzdem immer wieder bei Geburts- und Kinderthemen ein? Das nervt total.
Um es mit Dieter Nuhr zu sagen "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr... halten!"

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Senf-Dazugeberin 02.12.2014, 13:22
29. Superentspannt?

Zitat von meandmyself
@schubladensprenger: es sollte in der Entscheidung der Frau bleiben, ob sie einen Kaiserschnitt, zu Hause oder unter Wasswr auf einem Schemel das Kind bekommt. BTW: war es auch "superentspannt" für Ihre Frau?
Also ich kann nicht bestätigen, dass eine natürliche Geburt superentspannt ist. Die erste ohne PDA war die Hölle, die zweite mit PDA war (nachdem das Zeug endlich mal gewirkt hat) einigermassen erträglich. Von Entspannung konnte bei beiden Geburten erst die Rede sein, als die Kinder auf mir drauf lagen und die Nachgeburt dann auch endlich raus war.

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