Forum: Gesundheit
Geplante Geburt: Erst die Wehen, dann der Kaiserschnitt
DPA

Immer mehr Frauen entbinden per geplantem Kaiserschnitt. Die werdenden Mütter erhoffen sich eine entspanntere Entbindung, die Kliniken können besser planen. Aber liegt der Termin zu früh, kann es gefährlich für die Kinder werden.

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Senf-Dazugeberin 02.12.2014, 13:30
30. Alles Gute

Zitat von Bernd²
So warum schreibe ich euch das? Naja a) weil wir nur noch einen Monat haben und ich im Begriff bin gegen meine Bauch-Natur zu handeln aber als Laie nicht auf diese pochen kann und will, und b) weil mich die ersten Posts hier geärgert.....
Ihre Begründung für Ihren Beitrag ist einfach klasse, ich finde es toll, dass Sie sich auch als Mann so viele Gedanken machen.
Wie auch immer Ihre Frau sich entscheidet, ich wünsche Ihnen auf jeden Fall alles Gute und ein gesundes zweites Kind.
Viel Glück!

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Herr Hold 02.12.2014, 13:33
31. Bernd²,

Zitat von Bernd²
Hallo zusammen, vor zwei Jahren haben wir unseren Sohn zur Welt gebracht. Wir wollten auf jeden Fall eine natürliche Geburt aber nachdem der kleine 9 Tage überfällig war sind wir ins KH und haben eingeleitet. An Tag 2 hatten wir die gewünschten Wehen aber gleichzeitig hatte der Wonneproppen einen Kopfumfang von >35cm.. und und 56cm Körperlänge. Wir habe also 21(!) Stunden im Kreissaal unser bestes gegeben aber da war nichts zu machen und schliesslich wurde aufgrund der Lage (der kleine Mensch hat auch alles versucht um "durchzupassen) und einer Geburtsgeschwulst (Hämatom am Kopf vom Becken/Kopf Kontakt)den Notkaiserschnitt gemacht. Soweit so gut.... Der Kleine wird im Januar 2 Jahre alt ist fit wie ein Turnschuh und nun erwarten wir ein Schwesterchen- und da beginnen meine Kopfprobleme: Meine Frau und ich haben in den letzten Tagen viel diskutiert - der Bauch sagt:"Ihr habt ein gesundes wiederstandsfähiges Kind bekommen weil Ihr solange Wehen mitgemacht habt" - ergo will man das für Nachwuchs Nr. 2 Die Hebamme und der Arzt hingegen sagen, dass Kind Nr.2 warscheinlich noch ein bischen grösser wird und sie nach Faktenlage (erstes Kind Kaiserschnitt - alte Vernarbungen ergeben Risiko usw.)definitiv zu Kaiserschnitt raten um nicht ein zweites mal nach 21 Stunden das Risiko einzugehen das das Kind Schaden nimmt. Dazu erwähnen sie jedesmal, dass der geplante Kaiserschnitt vor dem errechneten Geburtstermin erfolgen soll(5-9Tage) - ebenfalls mit Risiko Begründung. Die Argumentation aus dem Artikel, dass das Kind - kurzgesagt- ertmal ein bischen arbeiten soll damit die natürlichen mechanismen anspringen trifft also auf meine Grundeinstellung aber den Rat von Gyn und Hebamme ist uns auch wichtig (waren beide beim ersten Kind auch dabei). Ich persönlich denke auch an die Heilungsentwicklung meiner Frau - ich bin ein grosser Fan des Drogencocktails den Frau und Kind durch die Geburtswehen bekommen und fest davon überzeugt das auch die Mama viel davon hat. So warum schreibe ich euch das? Naja a) weil wir nur noch einen Monat haben und ich im Begriff bin gegen meine Bauch-Natur zu handeln aber als Laie nicht auf diese pochen kann und will, und b) weil mich die ersten Posts hier geärgert haben, die sich lesen als sei der geplante Kaiserschnitt ausschliesslich eine von termingeilen Elterner oder geldgierigen/planungsfanatischen Ärzten/Krankenhäusern erfundene Sache, und c).... ich bin wohl einfach sch**sse aufgeregt und anscheinend nicht in der Lage solche Artikel einfach NICHT oder nicht ohne Reflektion zu lesen =P Wünscht uns was ! Bernd²
Im Zweifel immer das "geringere" Risiko. Die Darmflora und das Immunsystem entwickelt sich zwar bei "Kaiserschnitt-Babys" nicht so schnell wie bei einer normalen Geburt (so heißt es jedenfalls), aber das verliert sich im Laufe der Zeit. Ich drücke, für was auch immer die Entscheidung fällt, die Daumen!

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Herr Hold 02.12.2014, 13:33
32. Tja

Zitat von bafibo
muß eine Beckenendlage immer in einem Kaiserschnitt enden? Ich bin 1958 als Steißgeburt zur Welt gekommen, ohne daß jemand einen Kaiserschnitt für notwendig gehalten hätte. Sollte heutzutage auch möglich sein. Offenbar ist den Hebammen und Ärzten inzwischen die Erfahrung abhanden gekommen, damit umzugehen.
Früher wurden auch Zähne ohne Betäubung gezogen. Nicht alles was geht, muss auch gemacht werden.

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kfp 02.12.2014, 13:36
33.

Zitat von Bernd.Brincken
Soll es für Wahrnehmung und Verhalten eines Menschen dann gleichgültig sein, ob der im Wortsinne existenzielle Geburtsprozess in Sekunden oder in Stunden, wie ein Blitz oder wie eine Reise abläuft?
Immer diese Geburts-Esoteriker... Ein Mensch macht im Laufe seines Lebens unglaublich viele Erfahrungen. Eine davon ist die Geburt...

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uk2011 02.12.2014, 13:41
34.

Zitat von Bernd²
Hallo zusammen, vor zwei Jahren haben wir unseren Sohn zur Welt gebracht. Wir wollten auf jeden Fall eine natürliche Geburt aber nachdem der kleine 9 Tage überfällig war sind wir ins KH und haben eingeleitet. An Tag 2 hatten wir die gewünschten Wehen aber gleichzeitig hatte der Wonneproppen einen Kopfumfang von >35cm.. und und 56cm Körperlänge. Wir habe also 21(!) Stunden im Kreissaal unser bestes gegeben aber da war nichts zu machen und schliesslich wurde aufgrund der Lage (der kleine Mensch hat auch alles versucht um "durchzupassen) und einer Geburtsgeschwulst (Hämatom am Kopf vom Becken/Kopf Kontakt)den Notkaiserschnitt gemacht. Soweit so gut.... Der Kleine wird im Januar 2 Jahre alt ist fit wie ein Turnschuh und nun erwarten wir ein Schwesterchen- und da beginnen meine Kopfprobleme: Wünscht uns was ! Bernd²
Keine Panik.

Meine Erste war mit 36cm Kopfumfang, knapp 4kg und 56cm genau so groß und es war kein Problem, nach 15min war alles vorbei.

Mein Sohn mit 38cm, knapp 5kg und 61cm hat es auch innerhalb von 30 min geschafft!

Das heißt jetzt natürlich nicht, daß es bei Ihnen auch klappt, aber prinzipiell kann es klappen (als Info für den Kopf).

Viel Glück!

P.S. Die Hebamme hat meine Tochter 1 Stunde vor der Geburt per Ultraschall vermessen und ist auf 33cm Kopfumfang und 3,5 kg gekommen (mein Frauenarzt hat die 4kg schon 2 Monate vorher prognostiziert). Also nicht verrückt machen lassen!

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bekkawei 02.12.2014, 13:52
35.

Zitat von kroschwald
Und nicht zu vergessen der Machbarkeitswahn: Alles muss total kontrolliert sein. Nichts darf dem Zufall überlassen werden, und Schicksalsschläge will niemand hinnehmen. Und dieses Rad lässt sich nicht zurück drehen, da bin ich mir sicher.
Also in dem Fall finde ich den "Machbarkeitswahn" eigentlich sinnvoll:

Wenn ich durch Kontrolle und Eingreifen vor oder waehrend der Geburt das Kind (oder die Mutter) vor Krankheit oder Behinderung bewahren kann, dann ist das doch nichts anderes als eine gute Sache.

Einen Schicksalsschlag abzuwenden kann ich nicht als negativ ansehen.

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GrinderFX 02.12.2014, 13:57
36.

Zitat von wagnerkj
Interessanter Artikel. Bemerkenswert auch die Kommentare und v. a. die Verschwörungstheorien. Leute ihr zeigt damit sehr gut wie wenig Ahnung ihr von der Sache habt. Soll jeder sein Kind bekommen wie er möchte- allerdings ist eine Wunschleistung auch immer eine Selbstzahlerleistung. Warum nicht so bei der Sectio liebe Kassen?
Nach ihrer Logik kann jeder mit dem Kind machen was er möchte.
Da es sich hier aber um in Lebewesen handelt, ist die Mutter verpflichtet für ihre Kind das bestmögliche zutun. Alles anderen ist Körperverletzung oder Mord und wird dementsprechend auch strafrechtlich geahndet.
Denn zahlen muss am Ende ich das ja wenn da was schief läuft.

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kika2012 02.12.2014, 14:01
37. @schubladensprenger

Das ist nicht immer so. Waehrend ich nach KS am naechsten Tag wieder fit war, hatten meine Freundinnen nach natuerlicher Geburt mit enormen Problemen im Intimbereich zu kaempfen.
Klar war ich einige Tage im KH, aber das haette ich sowieso gewollt. Keine Schmerzen und eine winzige Narbe, besser als "untenrum" alles ausgeleiert zu haben...gerne beim naechsten Mal wieder:-)

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Bernd.Brincken 02.12.2014, 14:16
38. Prägung

Zitat von kfp
[Soll es für Wahrnehmung und Verhalten eines Menschen dann gleichgültig sein, ob der im Wortsinne existenzielle Geburtsprozess in Sekunden oder in Stunden, wie ein Blitz oder wie eine Reise abläuft?] Immer diese Geburts-Esoteriker... Ein Mensch macht im Laufe seines Lebens unglaublich viele Erfahrungen. Eine davon ist die Geburt...
Aber der Einfluß der Erfahrungen auf den Menschen ist über die Zeit nicht gleichförmig, sondern frühe Erfahrungen sind sehr viel prägender.

Das hat mit Esoterik nix zu tun, guckst du etwa Entwicklungspsychologie, Kognitionswissenschaft sowie Neuroethologie.

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hörnchen76 02.12.2014, 14:32
39. @kika2012

Gegens ausleiern hilft Rückbildung. ich habe spontan entbunden. 4 std. ohne Pda etc und war am nächsten Tag bombenfit. Hätte gleich noch eins kriegen können. Kann also auch bei einer Spontangeburt superdufte laufen!

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