Forum: Gesundheit
Gesetzentwurf: Gesundheits-Apps auf Rezept
REUTERS

Mehr Videosprechstunden, vom Arzt verordnete Apps: Ein neues Gesetz soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranbringen.

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fred2013 10.07.2019, 14:05
1. Na Super..

wenn also jetzt Apps Kassenleistungen sind, wird es dafür natürlich auch Zulassungsregeln geben. Die App, die man sich heute für lau, oder einen kleinen Beitrag downloaden kann wird dann von Zulassungsbehörden begutachtet und genehmigt werden müssen, der Arzt muss sie verschreiben, die Kasse verwalten. Damit dürfte aus einem Pfennigartikel dann eine Leistung werden, die mit 50€ und mehr fakturiert wird. Eine brilliante Idee.
Ich kann darüber hinaus nur jedem empfehlen keine Patientendaten in elektronischer Form zur Weitergabe zuzulassen. Die Daten landen alle in einem RZ der fa.gematik, die bei Bertelsmann rechnen lassen. Wenn das Schule macht, ist die ärztliche Schweigepflicht nur noch Makulatur. Ich kämfe schon lange gegen diese Fa.gematik, die seit 2006 vergeblich versuchen etwas anständiges abzuliefern. Seit 2011 liefern sie jetzt die eGK aus, die man bei Verlust noch nicht einmal sperren kann. Ein einziger Horror.

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e-driver 10.07.2019, 14:31
2. Einfach nur dumm, die Aussage:

"Aber Ärzte, die digitale Anwendungen nutzen, werden die Ärzte ersetzen, die noch mit Karteikarten arbeiten". Viele Ärzte die über 60 sind versuchen den Praxisbetrieb aus Verantwortung gegenüber ihren Patienten aufrechtzuerhalten, ganz davon abgesehen, dass sie keinen Nachfolger finden. Wenn jetzt immer neue Hürden eingeführt werden, führt das dazu, dass auch noch die letzten verbliebenen Ärzte das Handtuch schmeißen. Nur Ersatz, gibt es dann nicht. Ganz davon abgesehen, dass diese Ärzte für die Telematik etc. hohe Investitionen für die Praxishard- und software tätigen müssten, was sich jedoch nicht rechnet, wenn sie wissen, dass sie nur noch wenige Jahre tätig sind und sich sowieso kein Nachfolger findet. Es ist ein Trauerspiel.

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tommirf 10.07.2019, 14:36
3. Die existierenden

"Gesundheits"-Apps sind Datenschleudern allererster Güte. Ich habe eher die Befürchtung, daß das auch so bleiben wird, selbst wenn es Apps " auf Rezept " werden. Und bei einem Herrn Spahn bin ich mir widerum nicht sicher, ob er diese Nebenwirkung als unerwünscht einstufen würde. Ein Schelm wer Böses dabei denkt...

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shardan 10.07.2019, 14:52
4. Idioti3en a la Spahn

Die "Gesundheits"-Apps, die ich bisher getestet habe, waren allesamt im Sinne der DSGVO nicht betriebszulässig. Die Daten werden sonstwohin verteilt, irgendwo gespeichert... eine Transparenz, wer an welchen Daten da im Hintergrund noch partizipiert, ist definitiv nicht gegeben. Genau sü dümmlich ist das "auf Rezept" zu bewerten. Es wird neben vermehrter datensammelei nur zu einem führen: Das Apps, von irgendwelchen Programmierern schnell zusamengeschustert ohne in irgendeiner Form Datenschutz und Datensicherheit zu beachten, nun statt 2,50 EUR 250 EUR kosten werden... da sollte Herr Spahn aber noch dringend nacharbeiten. Es braucht ein entsprechendes Prüfverfahren für Apps, die mit solch sensiblen Daten wie Gesundheitsdaten hantieren. An solchen Zertifizierungen ist das politische Berlin im Sinne der rapide steigenden Datensammelgeilheit aber nicht wirklich interessiert.

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Koboldmaki 10.07.2019, 15:38
5.

Es kann doch nicht sein, dass der Arzt oder der Gesundheitsminister darüber bestimmen, ob die Patientendaten digitalisiert und von privaten App-Betreibern verwendet werden dürfen. In letzter Konsequenz ist der Patient über die Risiken aufzuklären und die Zustimmung des Patienten notwendig. Denn wie wir alle jetzt wissen, ist das voyeuristische Datensammeln ein sehr lukratives Geschäft. Denn was passiert, wenn sensible Patientendaten in die falschen Hände geraten und dem Patienten dadurch enorme Nachteile entstehen? Wer kommt dann für die Folgeschäden auf? Die Digitalisierung stößt da an ihre Grenzen, wo Gesetze (DSGVO) und Grundrechte tangiert werden.

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wo_st 10.07.2019, 15:51
6. Preistreiber Spahn

Dieses Gesetz macht einige wenige Reich und wir bezahlen alles über den Krankenkassenbeitrag. Nebenbei hat die TK eine elektronische Krankenakte und das für NULL Euro.

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so-long 10.07.2019, 15:58
7. Der Unsinn

hat System. Die Telematik kostet pro Arztpraxis als Einstieg ca. 3500 EUR (zahlen die Krankenkassen) und der monatliche(!) Unterhalt (pro Praxis) ca. 83 EUR. Das Geld ist besser in der Krankenversorgung angelegt oder den Beitragszahlern rückerstattet. Ein gigantisches Geschäft für die Softwareindustrie und (ua) Deutsche Telekom.

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natakajw 10.07.2019, 21:46
8. Die Telematik

mit der Betriebsgesellschaft Gematik hat bisher für die Entwicklung und 300 Angestellten mehr als 2,4 Milliarden Euro gekostet. Bezahlt hat's der Versicherte. Gebracht hats, außer ein paar vom Gesundheitsminister bevorzugten Firmen, gar nichts.

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so-long 11.07.2019, 06:56
9. Diabetiker

sollen per von der Krankenkasse finanzierten „Apps“ irgendwelche Protokolle führen. Bis dato gab es Listen/Blatt Papier. Kosten: Null, Datensicherheit: extrem hoch.

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