Forum: Gesundheit
Gesünder leben: 135 Kilo - ist das noch Erfolg oder schon Scheitern?
Stefan Franke

25 Kilo weniger als vor vier Jahren, aber auch 27 Kilo mehr als vor drei Jahren: Diese Zahlen machen Michael Klotzbier mal traurig, mal wütend und mal stolz. Zeit, seinen Standpunkt zu überdenken.

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3daniel 29.03.2019, 12:04
1. Mein Diätbuch hat genau einen Satz

Die aufgenommen Kalorien müssen weniger sein als die verbrauchten Kalorien. Darauf kann man alles reduzieren. Kommt mir jetzt nicht mit Low Carb etc. aber gerne mit Intervallfasten etc. Ich bin auch jemand der schon viel abgenommen hat, und dann auch wieder viel zunahm. Zur Zeit bin ich mal wieder auf dem abnehmenden Ast, man muss sich nur bewusst machen, das man das Gewicht nicht hält wenn man das Ziel erreicht und dann der alte Schlendrian wieder losgeht. Ich lass es zur Zeit ganz langsam angehen, habe schon von 105 auf 100 reduziert (bei 1,85 Größe) und mach jetzt einfach noch monatelang weiter. Mal sehen was noch kommt.

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Teutonengriller 29.03.2019, 12:10
2. Dranbleiben

130kg bei ?? 1,8m ist definitiv zu viel. Ich fühlte mich zu dick mit 112kg bei 1,9m vor allem der Bauch und habe seit Monaten ,eine Ernährung reduziert. Zwar nur 7 kg in 7 Wochen, aber es geht. Man muß aber von dem Trichter runter „zwischendurch“ mal eine „Kleinigkeit“ zu sündigen. Kleine Sünden werden sofort bestraft und man muß sich auch davon frei machen das zu verniedlichen durch Sprache. Nur Essen wenn man hungrig ist, nicht wenn man Appetit auf etwas hat und der Erfolg stellt sich ein. Das Leben ist nun mal Kampf. Gerade Dicke neigen dazu sich fallen zu lassen. Ob es am Zucker liegt? Keine Ahnung

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Manaslu2015 29.03.2019, 12:33
3. Wahnsinn ....

...was so ein Körper alles mitmacht.
Marathon mit 108 Kilo. Wozu das denn ?

Man braucht einfache Maßnahmen,weil es sonst einfach nicht klappt.

Also täglich 10000 Schritte und nach 17 Uhr nichts mehr essen und gut ist.

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prof.dr.mango 29.03.2019, 12:51
4. Das war völlig klar, dass

das so passiert!
Rein physiologisch erklärbar.
Das passiert jeden massiv Dicken nach erreichtem Ziel.
Leider auch mir.
Steh zu dir Micha.
Grüsse

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pappa-ist-zurück 29.03.2019, 12:58
5. @3

7 kg in sieben Wochen ist spitze! Das sind ca 1000 kcal Defizit pro Tag. Bleiben Sie dran, rechnen Sie damit dass es nicht so schnell weitergehn kann (sonst würden sie ja in einem Jahr 50 kg verlieren) und halten sie eine (vermeintliche) Stagnation auf der Waage nicht für einen Rückschlag. Alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

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genezyp kappen 29.03.2019, 13:01
6. Reine Kalorienzahl ist nur die halbe Wahrheit

Zitat von 3daniel
Die aufgenommen Kalorien müssen weniger sein als die verbrauchten Kalorien. Darauf kann man alles reduzieren. Kommt mir jetzt nicht mit Low Carb etc. [...]habe schon von 105 auf 100 reduziert.
105 auf 100? Mit dem soeben geschmähten Low Carb habe ich in 30 Wochen von 106 auf 78 geschafft. Um dann innerhalb von drei Jahren - bei identischer Kalorienaufnahme, Ernährung und Bewegung - 10 kg wieder zuzunehmen.

Die reine Kalorienzahl ist leider nur die halbe Wahrheit.

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gumbofroehn 29.03.2019, 13:03
7. Es zeigt nur ...

... dass eine dauerhafte Lebensstiländerung der Schlüssel bei der Gewichtsreduktion zum Erfolg ist. Wer nach erreichtem Etappenziel (bspw. absolviertem Marathon bei Herrn Klotzbier ... Hut ab, das würde ich im Leben nicht schaffen) wieder in das alte (Ess)verhalten zurückfällt, hat verloren.

Bin selber zwar nach einer Übergewichtskarriere in der Jugend inzwischen langjährig normalgewichtig, weiß ich aber, dass das nur funktioniert, weil ich meine Bewegungs- und Ernährungsweise einhalte und altersgemäß fortentwickele (bei der Kohlenhydratmenge, die ich mit Mitte Zwanzig locker weggeputzt habe, würde ich heute aufgehen wie ein Hefeteilchen).

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pamhalpert 29.03.2019, 13:06
8. Erfolg

Lieber Micha, Erfolg ist nicht, wenn man es von A nach B in einer einzigen, geradlinigen Bewegung ohne Unterbrechung schafft. Das nennen wir Glück. Erfolg ist das was passiert, wenn man scheitert und auf den Knien landet, zurück blickt und den Grund für den Strauchler findet, eine Lektion daraus lernt und wieder aufsteht und es nochmal probiert. Diesmal mit verbessertem Verständnis und Kenntnisstand. Nur um wieder zu scheitern und den Prozess zu wiederholen. Irgendwann hat man dann so viel Wissen angehäuft, dass sich Erfolg einstellt.

Wichtig ist dabei Ehrlichkeit zu sich selbst. Wer sich selbst in die Taschen lügt, hat schon verloren. Und Geduld. Das ist die größte Nuss.

Und wer meint, es sei so leicht wie in "Calories in < Calories out", der irrt. Adipositas und entsprechend hohe Gewichtsangaben der Waage "schafft" man/frau nur mit einem gescheit ramponierten bis völlig kaputten Essverhalten. Es ist 99% Psychologie und 1% Ernährung. 99% Entschlossenheit (nicht Motivation, denn das ist ein sehr flüchtiges Gut!).

Alles Gute allen Kämpfern da draußen!!!!

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Ruck Ruck Taubenmensch 29.03.2019, 13:07
9. Weder noch

Ich wiege übrigens zur Zeit auch 135 kg (bei 1,88m) und mache sehr viel Sport. (Fahrradfahren 100 km/Woche, natürlich XXL-Bike ;-) und Krafttraining (Powerlifting) 3 mal Pro Woche)
Mein Alltime-High ist 150 kg, mein Minimum um die 90 kg.
Als Kind war ich schlank, dick wurde ich im Erwachsenenalter. Wenn ich alle Abnehm"erfolge" zusammenzähle, die ich hinter mir habe, dann komme ich auf locker 120 kg. (bin jetzt 49, erste Diät mit 24), was bedeutet, dass ich auch über 100 kg wieder zugenommen habe.
Ist das nun ein Scheitern oder Erfolg?
Im Ergebnis bin ich natürlich gescheitert, weil ich weiterhin erhebliches Übergewicht habe, egal ob ich mich damit wohlfühle (was ich übrigens nicht tue).
Ich habe irgendwann eingesehen, dass ich nicht immer das Gleiche tun kann und andere Ergebnisse erwarten kann, also habe ich meine Strategie ständig verändert, angepasst, versucht zu verbessern usw. Mein Ziel war auch nie ein Sixpack, sondern ein medizinisch vertretbares Übergewicht, bei dem ich mich wohlfühle. Davon bin ich weit entfernt.
Mein persönliches Fazit ist, dass ich zwar mit objektiv tauglichen Mitteln, wie Ernährung und Bewegung 120 kg abspecken konnte, aber immer nur das Symptom Übergewicht bekämpft habe, aber nie die Ursache erkannt habe bzw. erfolgreich bekämpft habe.
Essen und Trinken sind sehr sinnliche Vorgänge, die uns weit über die körperliche Sättigung Freude, Lust und Trost spenden. Ich bin der Überzeugung, dass es ein großer Teil des Problems ist, dass wir Dicken schlechtere Strategien haben uns diese Freude und Zufriedenheit im Leben über Anderes zu beschaffen.

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