Forum: Gesundheit
Gesünder leben: 135 Kilo - ist das noch Erfolg oder schon Scheitern?
Stefan Franke

25 Kilo weniger als vor vier Jahren, aber auch 27 Kilo mehr als vor drei Jahren: Diese Zahlen machen Michael Klotzbier mal traurig, mal wütend und mal stolz. Zeit, seinen Standpunkt zu überdenken.

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mariomeyer 30.03.2019, 11:37
30. @Newspeak

"Misserfolg ist statistisch der Normalfall". Ist dem so? Oder gilt dies nur dann, wenn man unrealistische Ziele hat (Ihr Hollywoodschauspielerbeispiel), die man noch dazu nicht selbst kontrollieren bzw. steuern kann? Oft hängt Erfolg von äußeren Faktoren ab, das glaube ich auch. Aber im Fall des Herrn Klotzbier ist die Sache doch ganz einfach gelagert: Für das Ziel, das er sich gesetzt hat, brauchte es weder Talent noch gute Kontakte oder einen Haufen Startkapital, sondern allein einen starken Willen. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass Herr Klotzbier sein Ziel verfehlt hat, weshalb er, um sich selbst nicht eingestehen zu müssen, dass er a. von Anfang an zu ehrgeizige Ziele hatte oder b. gescheitert ist (manche würden sagen: kläglich), nun das Ergebnis seines titanischen Kampfes mit sich und seinen Pfunden relativiert. Und da liegt aus meiner Sicht das Problem des Herrn Klotzbier: Statt entweder die Situation realistisch einzuschätzen (und zwar vorher!) oder konsequent daranzugeben, alles dafür zu tun, um einmal gesetzte Ziele zu erreichen (und zwar Ziele der Art, die man selbst beeinflussen kann), gibt er irgendwann auf und sich mit dem zufrieden, was er hat. Das ist schwach. Herr Klotzbier sollte die Reihe bei SpOn aufgeben. Da kommt nichts mehr.

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Lisa_can_do 30.03.2019, 14:25
31. Falsche Richtung

Irgendwie scheint es, dass dieser Mann immer Extreme braucht. Und Erfolg? 108, 135 oder 160 kg - nichts ist ein Erfolg, alles ist extremes krankhaftes Übergewicht. Die ständigen Extremschwankungen sind fast noch schlimmer medizinisch gesehen. Aber sich selbst verkaufen kann der Mensch gut und das auch sympathisch. Aber Erfolge bei diesen miesen Ergebnissen sind das nachweislich nicht. Und abnehmen wollen - wollen viele, fast alle Deutschen....

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supergrobi123 30.03.2019, 15:15
32. Wie bitte?

Zitat von Newspeak
"Ich glaube heute: Erfolg ist das, was ich selbst aus einer Situation mache. Erfolg ist eine subjektive Empfindung, ebenso wie das Scheitern." Sorry, wenn es zu hart klingt, aber das ist Schönreden. Erfolg ist objektiv messbar. Man muss aber auch dazusagen, dass es einfach eine statistische Ausnahme ist, Erfolg, egal mit was, zu haben. 80% der Dünnen machen ja gar nichts dafür. Die sind es einfach. So wie jemand 175 cm oder 183 cm gross ist. Da macht auch keiner etwas dafür. Ist das dann Erfolg? Ich denke, es wäre gesünder und ehrlicher sich einzugestehen, dass man mit einer momentanen, aktiven Lebensveränderung keinen Erfolg haben wird, wenn diese nicht dauerhaft angenommen wird, was wohl in 90% der Fälle nicht passiert. Das ist keine persönliche Schwäche, sondern ein unmögliches Ziel. Ich kann mir auch zum Ziel setzen so berühmt und reich wie ein Hollywoodstar zu werden und es besteht nur eine minimale Chance, dass dies eintritt. Realismus in der Einschätzung braucht es. Und dazu gehört Ehrlichkeit. Also...Erfolg ist NICHT das, was man daraus macht. Erfolg ist objektiv. Aber Erfolg ist auch nicht nur eigenes Handeln. Erfolg ist nicht planbar. Misserfolg ist statistisch der Normalfall. Und deshalb nicht persönlich zu nehmen.
Alle dicken Menschen, die ich kenne, sind nicht "einfach so dick" und die schlanken, insb. die durchtrainierten, sind nicht "einfach so dünn".
Die Dicken sind dick, weil sie viel zu viel Schlechtes futtern und sich dabei kaum bewegen.
Die Schlanken sind schlank, weil sie sich gesünder ernähren, sich mehr bewegen und u.U. regelmäßig Sport treiben.
Tatsächlich kenne ich einige Leute, die schon nal dick waren, nun aber schlank sind. Und noch mehr, die mal schlank waren, inzwischen aber sehr dick sind.
In 90% der Fälle ist das Körpergewicht eine direkte Folge des eigenen Lebensstils und eindeutig beeinflussbar.

Das gilt übrigens auch für Ihren Wunsch, Hollywoodstar zu werden. Die Chancen sind zwar ungleich geringer, aber wenn das tatsächlich Ihr Wunsch ist, sollten Sie dringend Schauspiel-, Gesangs, Tanz-, Reit- und Kampfsportunterricht nehmen, sich stetig und regelmäßig für Castings bewerben, auf Theaterbühnen Erfahrungen sammeln, etc. Am besten direkt in L.A. oder New York!
Sprich: Sie müssen schon was dafür tun, nur dann haben Sie eine kleine Chance.
Wer im Kinderzimmer in Paderborn Playsie zockt, wird aber ganz sicher kein Hollywoodstar. Aber dafür dick. Und dann behauptet er, für beides könne er nichts? Naja.

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r.muck 30.03.2019, 17:50
33. Sinnliches

Ich gebe Ihnen da völlig Recht. Essen und trinken, kauen, das ganze orale Spektrum vermittelt bei vielen soviel Sinnlichkeit, Genuss- und Gefühlsbefriedigung, das dauerhaft wahrscheinlich nur eine Ernährungsform, die sich am besten auf eine Mahlzeit am Tag beschränkt, sinn macht und Erfolg verspricht.
Dann aber richtig, befreit von jeglichem schlechten Gewissen, schlemmen, gieren, kauen, schlucken, das es schon fast unverschämt von diesem Magen ist, nach 20 Stunden Abstinenz nicht alle Orgie mitmacht und unverwechselbar bedeutet, nun ist gut.
Morgen ist auch wieder Orgie, wie herrlich.
158>123 und es geht recht beschwingt weiter.
Ach ja, Sport auch, zuerst Ergometer, dann Rad, jetzt auch noch Eisenfressen im Studio.

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Terminator01 31.03.2019, 00:08
34. @28

Die Intervall-Diat betreibe ich bereits schon und sie hat auch zu einem großen Teil dazu beigetragen mein Gewicht zu reduzieren. Und wegen der Zeit hab ich das Problem, dass ich im Schichtsystem arbeite. Habe mir aber trotzdem vorgenommen zwischen 0 bis 16 Uhr nichts zu essen (Wasser trinken natürlich schon und hin und wieder mal einen Kaffee). So läuft meine Strategie bis heute.

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daswirdmandochmal... 31.03.2019, 03:36
35. Respekt, aber...

Lieber Micha, Du verdienst definitiv Respekt für das, was Du erreicht hast, und ich persönlich zolle ihn Dir, aber...
Das Mimimi-Selbstbeweihräucherungs-Mitleid, das Du seit geraumer Zeit wegen Deiner erneuten Gewichstszunahme und nunmehr wegen Deines aktuellen Zustands zur Schau stellst, es nervt. Du hast bereits bewiesen, dass Du es kannst. Es gibt unangenehmerweise gar keine Entschuldigung dafür, dass Du Dich nach dem Marathon hast gehen lassen, also reiss Dich doch bitte mal wieder am Riemen. Denn das kannst Du. Du hast es schon bewiesen. All die Erklärungsversuche, wieso es nicht klappt, kannst Du den Hasen geben. Reine Bequemlichkeit. Nichts Zwanghaftes! Nichts Gottgegebenes! Du hast mehr drauf, als das. Reaktiviere das gefälligst, das bist Du Dir schuldig! Ehrlich!!!

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t1taner 31.03.2019, 20:42
36. Ziele

Es ist ziemlich einfach über Erfolg oder Fehlschlag zu urteilen. Klare Ziele sind wichtig. Ziele fehlen dieser Person offenbar.
Somit fühlt er gleichzeitig Stolz und Wut. Wäre sein Ziel 5kg abzunehmen wären beide Gewichtszustände Erfolge, wäre das Ziel 70kg abzunehmen Beide Fehlschläge.
War das Ziel die Fussballmeisterschaft war es nicht ausreichend viele Tore zuschießen. Das schmälert nicht das geleistete. Es macht Erfolg oder Fehlschlag nur sichtbar.
zum Thema Jojo-Effekt
Das größte Problem der Leute ist es, eine Diät als Phase anzusehen. Sie verändern nicht ihre Lebensweise sondern passen sich zeitweise den Gegebenheiten an.
Auch in meinem Kopf geisterte die Vorstellung herum nach der Diät kann ich wieder normal essen. Es hat lange (+50kg) gebraucht, wirklich zu realisieren, dass ich bisher nie normal gegessen habe.

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meiner79 02.04.2019, 20:47
37.

Zitat von quadratlatsche
Wenn man zur Belohnung weiter ungesunde Sachen in sich rein schaufelt statt den Lifestyle zu ändern, dann muss man jeden Tag mehrere Stunden Sport machen, ansonsten kommt der Jojo-Effekt. Hier hilft nur eine komplette Änderung des Ernährungs- Ess- und Bewegungsverhaltens. Und - wie meine Mutter schon sagte: Man muss das Gute nicht nur wollen, man muss es auch tun ;-)
Ich hab letztes Jahr 17300km gemacht, hab an nur 33 Tagen in 2018 keine Radfahrt gemacht.
Ich radel auch nicht, sondern fahr fast immer schnell. Ich fahr selten unter nem 25er Schnitt (Winter vllt) und tendenziell an 28er, manchmal auch 30er und darüber hinaus. Meine längste Radfahrt war 526km. Ich arbeite in der Pflege und hab allein in den 7-8h an die 20000 Schritte.

Das was du da erzählst, klappt die ersten 1-2 Jahre, vllt 3. Anschliessend gewöhnt sich der Körper dran und hat bei dem Leistungspensum einfach immer Hunger, insbesondere auch, weil die Muskulatur versorgt werden will.

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istdochegal73 04.04.2019, 09:11
38. Alles Kopfsache

Das Problem ist wenn man zu viel wiegt ist, daß man vieles relativiert.
Nur noch das eine Stück Kuchen, Butter etc. oder ab morgen fang ich an weniger zu essen...
Wenn man sich seine eigene Schwächen nicht selber eingesteht, wird das nix mit dem abnehmen. Alkoholiker z. B. müssen das genauso.

Ich habe in 8 Wochen 9 Kilo abgenommen. Dabei dreimal die Woche moderat Sport getrieben und alles zuckerhaltige weggelassen. Der Sport reguliert bei mir den Appetit. Die Ernährungspyramide hab ich umgedreht. Vormals waren Kohlenhydrate die große Basis. Jetzt Gemüse in großen Mengen, dann Eiweiß und die Spitze sind ganz wenig Kohlenhydrate und Fett.
Das abnehmen macht so viel Spass und ab und zu gönn ich mir das Stück Kuchen auf der Familienfeier.
Und ganz wichtig. Sich nicht selbst anlügen.

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Hamberliner 04.04.2019, 11:01
39. Par. 25 Abs. 1 StVO

Trotzdem läuft man als Fußgänger auf der Landstraße nicht rechts, wie er auf dem Foto, sondern links, damit man rechtzeitig sieht ob die Autos ausweichen und sich ggf. in Sicherheit bringen kann. Erst recht wenn man wie er als Schwertransport mit Überbreite unterwegs ist.

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