Forum: Gesundheit
Gesundheitsgefahr: Krebshilfe fordert Werbeverbot für E-Zigaretten
DPA

Nirgends in der EU dürfen Tabakkonzerne so ungestört werben wie in Deutschland. Das könnte sich bald ändern. Die Frage ist: Wird das umfassende Werbeverbot auch für E-Zigaretten gelten?

Seite 3 von 6
Badener0815 26.04.2019, 22:20
20. ob Zigaretten oder E-Dampfer

beides ist bescheuert. Kostet viel Geld, stinkt (ja auch aromatisierter E-Qulam stinkt) und man hat noch nicht mal eine Rausch davon. Was soll das also? Das Werbeverbot macht Sinn, da es leicht beeinflussbare Jugendliche schützen soll. Könnte von mir aus auf Alkohl ausgeweitet werden. Wer es trotzdem braucht, findet seine Dealer. Funkrioniert bei harten Drogen genauso.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trollflüsterer 26.04.2019, 22:38
21.

Wichtig wäre, dass sich diese neuartigen, auch giftigen Nikotin/Tabak Verdampfer als Juul nicht etablieren.
Dafür macht es Sinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xysvenxy 26.04.2019, 22:52
22.

Tolles Gefühl, ne? :D

Laut dem NHS (National Health Service Großbritannien (und damit wohl frei von jeglichem Lobbyismusvorwurf)) ist Dampfen mindestens 95% weniger schädlich als Rauchen. Die 5% wurden damals wegen des Nikotins so belassen und selbst der NHS sagt jetzt, Nikotin sei 'relatively harmless':
https://www.nhs.uk/smokefree/help-and-advice/e-cigarettes#
Nikotind und seine Gefährlichkeit: Prof. Dr. Bernd Mayer von der Uni Graz sagt dazu:
[Zitat]1. Nikotin ist ein hochpotentes Nerven-und Suchtgift, das Herz und Blutgefäße schädigt.In üblicher Dosierung (Dampfen, Rauchen) imitiert Nikotin einen Teil der Wirkungen einerkörpereigenen Substanz (Acetylcholin) und aktiviert dadurch Nervenzellen im Gehirn und imvegetativen Nervensystem. Die Wirkung als Nervengift, also die Blockade der Funktion vonNervenzellen, tritt erst bei massiver Überdosierung auf, die bei Inhalation nicht erreicht wird.Hochpotente Nervengifte sind nicht rezeptfrei in Apotheken erhältlich.Die Abhängigkeit von Rauchern beruht auf einer Kombinationswirkung von Nikotin mit anderenInhaltsstoffen des Tabakrauchs zusammen mit konditioniertem Verhalten, dem "Rauchritual". InAbwesenheit von Tabakrauch ist das Abhängigkeitspotential von Nikotin sehr gering, sodassdie meisten Dampfer wesentlich geringeren Suchtdruck verspüren als Raucher. Außerdemsterben Raucher nicht a.n ihrer Abhi:ingigkeit sondern an den schädlichen Wirkungen derInhaltsstoffe des Tabakrauchs.Im Herz-Kreislaufsystem führt Nikotin, ähnlich wie Koffein, zu einer leichten Erhöhung vonBlutdruck und Herzfrequenz. Diese Effekte sind klinisch unbedenklich, das Risiko für schwereErkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) oder Mortalität wird durch Nikotin nicht erhöht.Dennoch sollten Personen mit schweren Herzkreislauf-Erkrankungen auf den Konsum vonNikotin verzichten.[/Zitat]
Quelle: http://dampfe.info/wp-content/uploads/7-Argumente-gegen-das-Dampfen-2019.pdf

Und dann gibt es noch Prof. Dr. Riccardo Polosa von der Uni Catania.
Der hat nachgewiesen, dass die Lungenfunktionen von Menschen, die zuvor nie geraucht hatten, im Zeitraum von 3,5 Jahren, in denen sie dampften, exakt gar nicht beeinträchtigt wurden:
https://www.tabakfreiergenuss.org/aktuelle-langzeitstudie-zum-e-zigaretten-konsum-keine-gesundheitlichen-beeintraechtigungen-nachweisbar/

Sicher ist es deutlich gesünder, gar nichts zu inhalieren - mit Ausnahme von Atemluft. Andererseits bin ich mittlerweile der Auffassung, dass Dampfen ähnlich gefährlich wie Kaffee oder Tee ist.
Ich dampfe seit nicht ganz 2 Jahren, davor habe ich 35 Jahre geraucht. Zudem bin ich leidenschaftlicher Radfahrer. Mitte 2017, also noch als Raucher, war ich zufrieden wenn ich einen Schnitt von 20 erreichen konnte. Heute sind 22 - 23 die Regel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
CancunMM 26.04.2019, 23:12
23.

es geht bei dem Werbeverbot nicht darum, dass man den Umstieg von der Zigarette aufs Dampfen erschwert, sondern, dass dadurch Kinder und Jugendliche zum Dampfen gebracht werden. Es gibt Untersuchungen dazu, dass in Schulen in deren Nähe so ein Laden mit Dampfern ist oder vermehrt Werbung dafür gemacht wird, mehr Jugendliche dampfen. Und es geht vor allem um eine amerikanische Firma, die mit ihrer Strategie genau das verfolgt. Und dann vor allem mit höheren Nikotindosen. Und nochmals zu den angesprochenen Studien. Ja Dampfen ist weniger schädlich als Rauchen, aber deswegen noch nicht gesund. Man konnte z.B. auch beim Dampfen schon entzündliche Veränderungen in den Bronchien sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FrankZimmermann 27.04.2019, 00:27
24.

Zitat von Badener0815
beides ist bescheuert. Kostet viel Geld, stinkt (ja auch aromatisierter E-Qulam stinkt) und man hat noch nicht mal eine Rausch davon. Was soll das also?
Naja, ich habe vor 3 Jahren 70€ für meine E-Zigarette gezahlt und habe einen monatlichen Verbrauch von 10-15€. Ist in meinen Augen nicht viel Geld. Und bin ich froh, dass ich keinen E-Qualm produziere, sondern nur leicht duftenden Dampf. Gut, dass Sie ihr Unwissen so deutlich präsentieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meiner_einer 27.04.2019, 01:12
25.

Zitat von ArnoNym
Einziger Vorteil für das Umfeld ist, daß es nicht ganz so übel stinkt wie Zigaretten. Nur leider ermöglicht genau dies, viel mehr und viel öfter zu Dampfen, was sehr schlecht für den Raucher/Dampfer selbst ist.
Wirklich angenehm ist es aber auch nicht, von penetrant süßlichen und nach Popcorn stinkenden Wolken eingehüllt zu werden, und es werden von Tag zu Tag mehr dampfende Zeitgenossen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vormaerz 27.04.2019, 03:26
26.

Ich weise immer wieder gerne auf den Fakt hin, dass die Vorgängerin der Dame, die diese Kampagne leitet, gleichzeitig bei Novartis (Nicotinell, die Packung immer genau so teuer, wie eine Schachtel Sargnägel) in Lohn und Brot stand und bei einer Anhörung des Petitionsausschusses des Bundestags seine Mitglieder in Bezug auf Propylenglykol falsch informiert hat. Für ihre Nachfolgerin kann ich nichts über Zusatzjobs sagen, die einfädelnde PR-Agentur hat ja ihre Website verändert und geht heute vorsichtiger mit dem Ausplaudern von Projektdetails um. Ein weiterer, gerne etwas anders dargestellter Fakt ist, dass die Damen gar nicht für das Krebsforschungszentrum Heidelberg, sondern unter seinem Dach für die WHO arbeiten. Und zuletzt sei noch auf die diversen Metastudien des britischen NHS verwiesen, die im Schluss Ärzten empfehlen, starken Rauchern das Dampfen nahezubringen, da es 95% weniger Schadstoffe enthalte (die letzten 5% gönnt man sich wg. eventuell noch zu entdeckender Risiken), und eine weitaus höhere Erfolgsquote zeigt, als der klassische kalte Entzug, der oft nur ein unterbrochenes Rauchen ist. Und erstaunlich, dass das Thema beim Spiegel mal wieder kommentiert werden darf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pyroklastisch 27.04.2019, 07:54
27. Komplettverbot in der Öffentlichkeit

Anstatt nur die Werbung zu verbieten, sollten alle Anreize verboten werden, die neugierig machen. Dazu gehört auch der öffentliche Konsum, von Tabak wie von Dampf. Vor allem aber im Auto hat Kippe und Dampf nichts verloren - letzteres wird von zahlreichen Autofahrern so exzessiv betrieben, dass die Sicht eingeschränkt ist. We get it, you vape! Und auf die Wolken an Himbeer RedBull Durchfall-Schlumpf in der Fußgängerzone kann ich auch verzichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Polemski 27.04.2019, 08:38
28. Aha!

Zitat von pyroklastisch
Vor allem aber im Auto hat Kippe und Dampf nichts verloren - letzteres wird von zahlreichen Autofahrern so exzessiv betrieben, dass die Sicht eingeschränkt ist.
Davon habe ich noch nie gehört und es klingt auch ziemlich erfunden!
Wenn man sich mal ernsthaft mit der Thematik "Dampfen" auseinandersetzt (und nicht im Sinne eines aggressiven Nichtrauchers) wird man feststellen, dass mit "Gesundheitsgefahr", die den E-Zigaretten unterstellt wird, ausschließlich das enthaltene Nikotin gemeint ist.
Etwas anderes hat keine einzige Studie ergeben. Da ist zwar, was den Jugendschutz angeht, besondere Vorsicht walten zu lassen. Das Dampfen selbst aber ist weniger gefährlich als ein Spaziergang an einer Hauptverkehrsstraße.

Mir scheint in dieser ganzen Diskussion immer ein Großteil der Leute mitzureden, die ohnehin kein gutes Haar an Zigarettenrauchern lassen und ihre negativen Gefühle direkt auf die Dampfer übertragen, ohne echte Kenntnisse erworben zu haben.
Sie fühlen sich vielleicht vom Dampf belästigt, aber eine Gefahr sehe ich nicht. Ich freue mich für tausende Ex-Raucher. Da sollten die Befindlichkeiten mancher Mitmenschen einfach mal keine Rolle spielen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herjemine 27.04.2019, 09:37
29. Ich mach mir die Welt...

Zitat von pyroklastisch
(...) Und auf die Wolken an Himbeer RedBull Durchfall-Schlumpf in der Fußgängerzone kann ich auch verzichten.
Was glauben Sie was ich alles für unappetitlich in der Fussgängerzone halte: Dönerwolken, Bratwurstschwaden, Glühweinstände etc. Und ausserhalb Abgase ob nun von Autos oder Pelletheizungen. Also: alles verbieten. Wir können ja mit dem Verbieten anfangen indem wir zuerst den öffentlichen Konsum dieser Dinge verbieten, um keine neuen Bratwurstesser und Autofahrer heranzuzüchten. Natürlich dürfen Sie dann weiterhin in Ihrer Küche Döner essen und in ihrem Privatparkhaus Auto fahren. Achja, Perfums bitte auch verbieten, find ich ebenfalls eklig.
Tatsache ist: das Dampfen hat mit dem Rauchen nur etwas in der Optik gemein. Geworben wird für Dampfen nicht grossartig, der Verkauf an Personen unter 18 Jahren ist ohnehin schon seit Jahren verboten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 6