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Gesundheitsleistungen: Ärzte und Kassen streiten um Hautkrebs-Früherkennung
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Jeder Deutsche ab 35 Jahre hat ein Anrecht auf einen Hautkrebscheck alle zwei Jahre - und muss dafür trotzdem oft selber zahlen. Entgegen ihren Versprechen machen Krankenkassen und Ärzte wenig Versuche, das zu ändern.

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dani7830 21.07.2014, 18:57
20. Ärzte und Kassen streiten um Hautkrebs-Früherkennung

Zitat von sysop
Jeder Deutsche ab 35 Jahre hat ein Anrecht auf einen Hautkrebscheck alle zwei Jahre - und muss dafür trotzdem oft selber zahlen. Entgegen ihren Versprechen machen Krankenkassen und Ärzte wenig Versuche, das zu ändern.
warum Streiten??? wie wäre es denn so: Patienten solange hinhalten und hoffen das sie es dann seinlassen oder es sich ggf. biologisch selbst erledigt. Das ist halt dann Ärzte und Kassen denken. Denn der Patient ist nicht Patient sondern ein Kostenfaktor der nur Kassenbeiträge zahlen soll und mehr nicht.

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JaguarCat 21.07.2014, 20:00
21. Hautarzt-Abzocke

Für die Verwendung eines Dermatoskops extra Geld zu verlangen, ist absurd. Andere einfache Hilfsmittel, wie ein Stethoskop beim Abhorchen der Brust oder die Taschenlampe zum Ausleuchten des Mundraums beim "A"-Sagen kosten ja auch nicht extra.

Hinzu kommt, dass die ganze Untersucherei mitnichten die Todesfallrate reduziert. Zwar wird immer mehr Verdächtiges rausgeschnitten, doch die Sterblichkeit durch dunklen Hautkrebs nimmt nicht ab! Nur die Inzidenz nimmt zu, er wird also immer öfter diagnostiziert. Die Ärzteschaft verkauft letzteres als Erfolg ("seht, trotz mehr Krebs gibt es nicht mehr Tote"), Patientenschützer sehen es als Überdiagnose ("die Zahl der gefährlichen Hautkrebsfälle ändert sich nicht, was man auch an der Sterblichkeit sieht. Dafür werden immer öfters eigentlich harmlose Hautveränderung zum angeblich gefährlichen Krebs hochstilisiert und mit großem Aufwand behandelt").


Jag

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aquarelle 21.07.2014, 20:04
22.

Zitat von mischamai
Wer sich immer schütz braucht auch keine Früherkennung,und wer ständig unter der Sonnenbank liegt ist auch selber schuld,ja und wer es dennoch möchte sollte es auch selber zahlen.Es kann doch nicht sein dass alles von der Kasse bezahlt wird,man kann ja wohl auch noch etwas selber beitragen für die eigene Gesundheit.
Auch wer sich immer schützt kann an Hautkrebs erkranken. Bei einer Freundin wurde 2008 ein malignes Melanom gefunden, glücklicherweise in einem frühen Stadium. Immer im Schatten und vorsichtig gewesen. Daher muss einfach JEDER zu diesen Untersuchungen, ganz egal ob Sonnenbank oder nicht. Hautkrebs lässt sich früh erkennen.

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leser75 21.07.2014, 20:23
23. Es ist Hochsommer

und wieder wird über Sinn und Unsinn bestimmter ärztlicher Leistungen debattiert. Es wird über Einzelerfahrungen berichtet und bekannte Generalurteile aus Laiensicht geschrieben. Entscheidungen im Bewertungsausschuß haben mit Logik nichts zu tun, es sind eher reine Verhandlungsergebnisse wie bei Tarifpartnern, die sind auch nicht logisch.

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rattentier@gmx.de 21.07.2014, 21:39
24. Unmöglich

Ich finde es eine Frechheit,wie die Kassen an solchen einfachsten Vorsorgeuntersuchungen zu sparen versuchen. Bei mehr als 50 Muttermalen bzw "punkten" erzählt mir meine Hautärztin, 5 zahlt die Kasse, ich bin aber kulant, schau mir alle an und suche mir fünf aus.... Geht's noch? Ich bin zwar erst Mitte zwanzig aber ich warte jetzt bestimmt nicht noch zehn Jahre, bis mir die Kasse dann gnädigerweise das Screening bezahlt, zwei von den Dingern mussten schon raus und ich kann immernoch jedesmal beim Screening draufzahlen. Auf der anderen Seite ist mir das mein Leben wert...

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Steve111 21.07.2014, 22:03
25. Geld , Geld , immer nur Geld !Geht`s noch ?

Die meisten hier haben überhaupt noch nicht verstanden, wie W I C H T I G diese Vorsorgeuntersuchung ist ! Das schreibe ich als ehemaliger Hautkrebspatient , und ich bin Mitte 40 ! Es trifft nicht nur die Senioren.Genau so ein Hautkrebsscreening, zu dem ich seit Jahren routinemäßig gehe, brachte den Befund Basalzellkarzinom (unterm Auge) .Zum Glück frühzeitig. Und hier wird über 25€ diskutiert ?? Hallo ? Wer zuhause ?Neben mir in der Hautklinik (MHH) lag ein netter Mann mit einem süßen, kleinen schwarzen
Hautkrebs am Arm - der durfte nach der OP noch 14 Tage um sein Leben zittern, ob der Wächterlymphknoten (der ebenfalls entfernt wurde) krebsfrei ist.....und hier wird über 25€ diskutiert.UNGLAUBLICH !

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mulhollanddriver 21.07.2014, 22:47
26.

Ich sehe es wie Steve 111. Man sollte Prioritäten setzen. Das fällt einigen Leuten offenbar schwer, die fliegen lieber zwiemal im Jahr in den Urlaub oder rauchen täglich eine Schachtel Zigaretten. Ich bin privat versichert un dgehe jedes Jahr einmal zu Untersuchung. Das läuft dort computergestützt. Jeder Fleck wird "katalogisiert" und zweimal aufgenommen, davon einmal mit extremer Vergrößerung. Manuell wird noch einmal kontrollliert. Die gesamte Prozedur dauer etwa 20 bis 30 Minuten. Die Rechnungssumme liegt dann bei etwa 80 Euro. Das ist absolut fair und einmal im Jahr sicher nicht zu viel.

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Schreiber5.1 21.07.2014, 23:16
27. Nicht nur Augenmerk auf Hautkrebs-Früherkennung!

Wenn die Ärzte sich auch mal bewusst wären, sich für wirklich schwere Krankheiten, die vermutlich politisch gewollt nicht Einzug in den Leistungskatalog Einzug finden, einzusetzen, dann bliebe vielen (vorwiegend) Patientinnen viel Leid erspart und den Krankenkassen viel höhere Folgekosten, die dann wiederum bezahlt werden müssen. Ich spreche hier vom Lipolymphödem, was oft gerade von Ärzten völlig falsch beurteilt wird.

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Dengar 21.07.2014, 23:36
28. 50?

24. Unmöglich
rattentier@gmx.de heute, 21:39 Uhr
Ich finde es eine Frechheit,wie die Kassen an solchen einfachsten Vorsorgeuntersuchungen zu sparen versuchen. Bei mehr als 50 Muttermalen bzw "punkten" erzählt mir meine Hautärztin, 5 zahlt die Kasse, ich bin aber kulant, schau mir alle an und suche mir fünf aus.... Geht's noch? Ich bin zwar erst Mitte zwanzig aber ich warte jetzt bestimmt nicht noch zehn Jahre, bis mir die Kasse dann gnädigerweise das Screening bezahlt, zwei von den Dingern mussten schon raus und ich kann immernoch jedesmal beim Screening draufzahlen. Auf der anderen Seite ist mir das mein Leben wert..." Zitatende. ------- Sie meinen Leberflecken, keine Muttermale. - 50 besitze ich an jeder Extremität, plus noch mal 50 am Rumpf, und keine Ahnung, wieviele am Schädel. Ein Hautarzt würde vermutlich jedes Quartal drei davon finden, die sich nicht "artgerecht" verhalten und unbedingt weggeschnitten gehören.. - Ich lasse niemanden ran; weder an mein Muttermal, noch an meine Leberflecken, auch wenn die höchst selbst schon Sperenzchen veranstaltet haben, wie z.B. Wuchern...und das Gewebe wieder abzustoßen. - Wer von Geburt an mit Leberflecken ausgestattet ist, hat mit Sicherheit eine größere UV-Toleranz als andere. Mein Opa war zeitlebens Bauer, immer draußen, wie gesagt mit Leberflecken übersäht, und ist mit 94 Jahren friedlich im Bett gestorben. -Ohne Schmieren von irgendwelchen Sonnencremes.

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meckeronkel 21.07.2014, 23:41
29. Pauschalen sind das größte Übel

Das größte Übel, was in der Gesundheitspolitik je angerichtet wurde, war, auf das Gejammere der Ärzte zu hören, wonach sie wegen der unendlich vielen Zeit, die sie für die Abrechnung der Einzelleistungen benötigten, keine Zeit mehr für Patientengespräche hätten. Wie praktisch wäre es doch, wenn es eine Pauschale pro Patient und Quartal gäbe.

Die Politiker hörten leider auf dieses Jammern, setzten noch ein paar Milliarden obendrauf und führten die Pauschale ein.

Folge:
Manche Ärzte sehen zu, dass sie Kassenpatienten möglichst genau einmal pro Quartal zu Gesicht bekommen. Gleichzeitig jammern sie (nun wieder), dass sie ab der Hälfte des Monats, wenn die Pauschalen alle kassiert wurden, "umsonst" arbeiten müssten.

Und um "nicht so viel kostenlos arbeiten zu müssen", werden die Praxenzeiten für Kassenpatienten drastisch reduziert und IGE-Leistungen angeboten, wo überall nur möglich.

Natürlich gibt es auch andere Ärzte, aber leider auch die beschriebenen.

Auf jeden Fall müssen wir wohl oder übel auf jeden Fall wieder zurück zur Einzelabrechnung der Leistungen, und zwar unterschrieben von Patienten!

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