Forum: Gesundheit
Gesundheitsminister für Widerspruchslösung: Spahn will jeden zum Organspender machen
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Die Entnahme von Organen ist in Deutschland bisher nur möglich, wenn jemand ausdrücklich zustimmt. Geht es nach dem Gesundheitsminister, soll sich das ändern.

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marcaurel1957 03.09.2018, 12:20
220.

Zitat von unaufgeregter
ist mir egal. Ich werde komplett vor meinen Herrn treten.
Sie haben einen Herrn? Sogar einen, der Sie „komplett“ will?

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irgeneinleser 03.09.2018, 12:23
221. Meine Güte

Wegen jedem Mist können Leute Briefe und E-Mails schreiben, in Foren Zeit verbringen und sich informieren solange es zum eigenen Vorteil ist.
Hier wird von Zwang, Bevormundung, Pflicht und sonst was gesprochen weil man einfach ein "Nein" den entsprechenden Stellen zukommen lassen müsste, weil ansonsten der eigene Körper anstatt unter der Erde zu verrotten, anderen unter Umständen das Leben rettet.
Und dann ist das noch nicht mal Pflicht!

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ProbeersEinfach 03.09.2018, 12:30
222.

Ich muss sagen, Spahn bewegt mehr in seinen ersten Wochen als die Arbeitsverweigerer vor ihm. Guter Mann.

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mario.rosa-bian 03.09.2018, 12:31
223.

Zitat von detlevbartel
Nein es geht nicht das der Staat bestimmt das jeder als Organspender in Frage kommt , es sei denn das er sich schriftlich dagegen ausgesprochen hat. Hier wird der Wille des Bürgers auf eine eigene Entscheidung aufgehoben, und das darf nicht sein. Jeder hat das .....
Ich kann nicht nachvollziehen, aus welchen Gründen bei einer W-Lösung "der Wille des Bürgers auf eine eigene Entscheidung" aufgehoben wird. Könnten Sie Ihre Aussage erläutern?

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Ruhrsteiner 03.09.2018, 12:33
224. Es kursieren hier im Forum zum Teil....

Fehlinformationen: Diejenige, wonach hier in NRW nur 15% aller Kliniken/Krankenhäuser im Besitz von Unternehmen wären trifft zumindest für das Ruhrgebiet nicht zu, sogar die beiden Amtskirchen haben eigene Trägerschaftsgesellschaften (GmbHs), das Uniklinikum Düsseldorf auch einen eigenen Vorstand und Aufsichtsrat. Der Rest ergibt sich dazu aus dem GmbHG und geltendem Aktiengesetz. Ich bin auch überrascht, wie polarisiert und zum Teil moralisch bedenklich die Diskussion geführt wird. Es geht doch immer auch um etwas anderes: Gibt es intelligentere, moralisch/ethisch und rechtlich unbedenklichere Lösungen für das Grundsatzproblem von zu wenig Organspendern als die, die Herrn Spahn wohl vorschwebt? Ich meine ja....

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mario.rosa-bian 03.09.2018, 12:34
225.

Zitat von Pless1
Auf den ersten Blick eine super Sache. Aber eben nur auf den ersten. So unterläuft man lediglich die Beantwortung der unbequemen, aber berechtigten Frage, warum die Spendenbereitschaft so stark abgenommen hat. Das hat nämlich Gründe - und zwar leider durchaus berechtigte Gründe. Ich bezweifle sehr, dass man dem Vertrauensverlust in die Organspende erfolgreich begegnen kann indem man den Manschen .....
Noch gibt es keine Widerspruchslösung in DEU. Sie müssen nichts tuen! Falls es irgendwann eine W-Lösung gäbe, dann gibt es (hoffentlich) ein Register, in das man seinen Widerspruch eingeben (lassen) Kann.
Ich wünsche mir es wie in Frankreich:https://www.registrenationaldesrefus.fr/#etape-1
Die Entnahmekrankenhäuser müssten vor der Information/ Diskusion mit den Angehörigen dort nachschauen, ob ein Widerspruch vorliegt.
Man kan in F telefonisch, schriftlich per Brief oder im Self-Service den Widerspruch abgeben. Ich weiss allerdings nicht, wie die Identität geprüft wird.

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marcaurel1957 03.09.2018, 12:35
226.

Zitat von Fantastic
Ich widerspreche! In Deutschland gilt das Grundgesetz. Ob andere Länder andere Regelungen haben, ob in Europa oder im Kongo, ist für Deutschland und seine Justiz unerheblich. Ob in .....
Sicher gilt hier das GG und dieses hat absolut nichts gegen Einwn Lösung der Organspwnde wie sie Herrn Spahn vorschwebt.

Da alle europäischen Staaten in dieser Frage ähnliche Verfassungen haben, ist es erlaubt, ein Blick über die Grenzen zu werfne

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Juro vom Koselbruch 03.09.2018, 12:36
227. O.k., ...

Zitat von kissi1
... ist ein ganz einfaches Beispiel, wie es tatsächlich in der Realität häufig vorkommt. Ihr eigenes Kind ist 8 Jahre alt, ein lebenslustiges und tolles Kind. Es hat einen schweren Unfall, den sie vielleicht auch noch verschuldet haben. Der Arzt kommt zu Ihnen und sagt, sie können......
Nochmal: Ich bin FÜR Organspende, habe einen entsprechenden Ausweis.
Aber ich finde es sehr merkwürdig, die Lebendspende mit der Organspende nach Hirntod zu verwechseln.
Herr Steinmeier, den ich ansonsten nicht schätze (sein Agieren in der Armenienresolution), hat mit seiner Lebendspende (Niere für die Ehefrau) sicherlich vorbildlich gehandelt, wird dafür von vielen sehr geachtet oder gar bewundert.

Die Organspende nach Eintritt des Hirntodes liegt anders. Es geht nicht um Familienangehörige oder Freunde. Der Empfänger ist anonym.
Zweitens ist es m.E. schon sehr seltsam, über die natürliche Bereitschaft zur Lebendspende für sehr nahestehende Menschen fast schon eine „Verpflichtung“ zur Organspende für andere zu insinuieren. Würde man den Unterscheid zwischen verwandtschaftlichen oder freundschaftlichen Beziehungen einerseits und anonymen „Beziehungen“ andererseits nicht akzeptieren, könnte man ja auch eine indirekte „Verpflichtung“ zur Lebendspende für einen Nachbarn formulieren.

Auch finde ich die gar nicht so klammheimliche „Nutzung“ von „Schuldgefühlen“ interessant. Nicht zufällig wohl wird vom Autor eine mögliche Verschuldung des Unfalles durch den spendefähigen Elternteil ins Spiel gebracht. Das ist dann eine völlig andere als übliche Situation für die Lebendspende. Ferner ist im täglichen Organspendefall nach Hirntod der potentielle Spender in keiner Weise verantwortlich für die lebensbedrohliche Krankheit des Spendebedürftigen.

Es gehört auch zum ethischen Standard, dass etwa Eltern eines hirntoten Kindes im Beratungsgespräch zur potentiellen Freigabe ihres Kindes für eine Organspende eben NICHT über Vermittlung von „Schuldgefühlen“ zur Organspende gedrängt werden. Man weiß, auch gerade an die Eltern in einer solchen Sitaution denkend, dass sie eine ergebnisoffne Beratung brauchen, da sie mit dieser oder jener Entscheidung für oder gegen die Organspende ihres hirntoten Kindes leben können müssen.
Auf solch mögliche Situationen sollte man sich partiell vorbereiten. Und allen Skandalen "zum Trotz" bin ich nach wie vor FÜR die Organspende.
Aber eine Gabe, der ich bei Nichtwollen erst mal widersprechen muss, ist eben keine Spende mehr.
Man muss sich durch Skandale nicht eine durch und durch gute lebensrettende Idee kaputt machen lassen. Ist aber nur meine ganz persönliche Einstellung. Und ja, man kann selbst ganz fix zum Spendebedürftigen werden.

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ds10 03.09.2018, 12:39
228.

Zitat von Pickle__Rick
Wer die Spende ablehnt, kann dies aus verschiedenen Gründen tun. Angst vor Missbrauch, Angst vor frühzeitgem Tod ohne Not oder meinetwegen auch religiöse Gründe. Der Bedarf an Organspenden ergibt sich aber aus der Nachfrage. Wer Empfänger sein will, kann......
Sie betrachten die Organspender hier rein rational marktwirtschaftlich, das ist sie aber nun einmal für die meisten Menschen nicht. Es ist für viele eine rein emotionale Angelegenheit, sowohl für die, die auf ein Organ warten, als auch für die, die sich mit der Organspende beschäftigen sollen. Die Wenigsten denken gerne über das Sterben nach, deshalb möchte man auch nicht mit dem Organspendethema belastet werden, solange man selbst gesund ist. Und genau darauf bauen die Befürworter der Widerspruchslösung, ein großer Teil will sich damit nicht befassen und wird daher keinen Widerspruch abgeben, ergo gibt es mehr Organspender, aber auch nur, wenn es genug (sonst gesunde) Gehirntote gibt. Wer also auf ein Organ hofft, baut letztendlich darauf, dass ein anderer unter unglücklichen Umständen ums Leben kommt.

Deshalb finde ich die Aussagen in denen angegeben wird, wie viele Organe fehlen schon etwas euphemistisch, denn eigentlich müsste man sagen, dass es nicht genug (sonst gesunde) Gehirntote gibt, die bereit sind Organe zu spenden.

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wolly21 03.09.2018, 12:40
229.

Zitat von marcaurel1957
Sie haben einen Herrn? Sogar einen, der Sie „komplett“ will?
Auch wenn Sie Atheist/Agnostiker sind, auch in unserem aufgeklärten Zeitalter ist die Mehrheit der Deutschen religiös, auch wenn sie keiner der "offiziellen" Kirchen angehören.
Sie sollten sich mit Ihrem arroganten Spott zurückhalten

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