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Gesundheitsminister für Widerspruchslösung: Spahn will jeden zum Organspender machen
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Die Entnahme von Organen ist in Deutschland bisher nur möglich, wenn jemand ausdrücklich zustimmt. Geht es nach dem Gesundheitsminister, soll sich das ändern.

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gutmensch-mit-hirn 03.09.2018, 08:19
50. Wer nicht spenden will, kann ja widersprechen.

Ein sehr guter Ansatz. Auch, weil der schwarze Organhandel geschwächt wird, wenn stets ausreichend Organe zur Verfügung stehen.
Der wahnsinnig eloquente Beitrag über Motorradraser, Kampfsäufer und Kettenraucher läuft auch ins Leere, eben weil man ja widersprechen kann, wenn man die Sorge hat, ein Organempfänger würde begünstigt, der es aufgrund seiner Lebensführung „nicht verdient“ habe.

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mundusvultdecipi 03.09.2018, 08:22
51. Gute Idee von Spahn...

ich frage mich nur,was man mit meinen mittlerweile 60 Jahre alten Organen noch anfangen will.

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anti-empath 03.09.2018, 08:22
52. Bevormundung

Ich bin Organspender. Aber wenn der Staat hier wieder Freiheit beschneidet und dem Bürger vorgibt, was richtig sei, würde ich schon aus Prinzip vom Widerspruchsrecht Gebrauch machen. Also zumindest in meinem Fall würde das Gegenteil erreicht werden. Jeder muss selbst entscheiden, was er machen will. Der Staat hat nur die Rahmenbedingungen zu schaffen, aber niemals mehr. Freiheit für den Bürger!

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smartphone 03.09.2018, 08:22
53. Nur eine Seite der Medaille

Klaro -klingt gut das mit der Spendepfllicht ( per se zu befürworten ) . ABER . In Reportagesendungen wie zB PANORAMA / MONITOR etc sind schon "interessante" Dinge behandelt worden, die die wahren Ursachen der Sachlage geschildert haben. 1) dass die gewisse Ärzte daran bereichern , hat im wesentlichen zum Massivschwund beigetragen 2) den Kliniken sind potentielle Spender zu teuer ...Sprich der zB Motorradkomaverunfallte kostet auf der Intensivstation viel Geld, Geld was das Krankenhaus selbst(!) zahlen muß.... Das heißt ,es gab viele Fälle, wo trotz Spendermatch "unerwartet" bei dem Unfallopfer ein Ableben sich einstellte ( effektiv er "abgestellt" wurde ) weil die Einnahme unter den Kosten lagen. Fazit , Die Idee von Spahn ist ansich gut, aber damit löst man nicht die Rendite und Gier Problematik in udn um die Klinken

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briefzentrum 03.09.2018, 08:23
54. Soylent green

Der Körper eines Menschen ist kein kollektiv verfügbares Ersatzteillager. Insofern gibt es auch keinen kollektiven Anspruch der Gesellschaft oder Einzelner auf die instrumentelle und funktionale Verfügbarkeit des Körpers - weder für die Allgemeinheit noch für einen Einzelnen. Die Spenderbereitschaft gegenüber so etwas intimen und persönlichen wie den eigenen Körper obliegt allein dem Willen des Einzelnen. Diese unverfügbare subjektive Teil der Menschenwürde wirkt auch über den Tod hinaus. Der Umgang mit dem toten Leichnam macht diesen nicht zu einem beliebigen Objekt, das der Verfügbarkeit der Öffentlichkeit oder des Staates überantwortet ist. Es ist Ausdruck einer jahrtausendealten kulturellen Tradition von Beerdigungsriten, die Verwandten und Erben gewissermaßen als Treuhänder des Toten vererben. Ein Eingriff in diese Tradition und Kultur, die ein integraler Bestandteil der Würde des Menschen gemäß Art.1 des GG ist, bedarf meines Erachtens immer der expliziten Willensbekundung eines Menschen. Ihn zum Zwecke der industriellen Verwertbarkeit, und sei es auch im Rahmen einer Transplantationsindustrie zu funktionalisieren, wäre ein kultureller Tabubruch. Ein kollektives Verfügbarkeitsrecht, dem immer erst widersprochen werden müsste, würde die Verfügbarkeit über den eigenen Körper auch zum latenten Bestandteil einer sozialen Norm machen, die den Einzelnen sozial unter Druck setzt. Das widerspricht der Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Ich könnte mir vorstellen, dass das Bundesverfassungsgericht dies angesichts der Bedeutung und Einzigartigkeit des Menschenwürde-Artikels im Grundgesetz und der besonderen Geschichte in Deutschland mit der barbarischen Missachtung solcher kultureller und zivilisatorischer Standards und Tabus nicht mitmacht.

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taschenorakel 03.09.2018, 08:23
55. Der Mensch als Ersatzteilspender Dr. Mengele ist hoch erfreut

Dies ist kein Eingriff, dies ist ein Angriff auf die Menschenrechte, denn es reduziert denn Menschen zum Ersatzteilspender. Das Überleben armer und kranker Menschen würde zukünftig von ihrer Nützlichkeit abhängig gemacht. Widersprüche würden regelmäßig "übersehen". Daher NEIN zu diesen perversen Gedankenspielen!

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spon_2485973 03.09.2018, 08:26
56.

Wenn also kein Angehöriger in der Nähe ist, der meinen Willen bekunden kann und ich meinen Spenderausweis nicht gerade tätowiert habe, können meine Organe entnommen werden? Die Vergütung für die Krankenhäuser sollen erhöht werden? Wen wundert es jetzt noch, wenn mehr Organe auf den Basar geworfen werden?

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Malto Cortese 03.09.2018, 08:27
57.

Jens und Co. wundern sich, warum eine jahrzehntelang betriebene Entsolidarisierung der Gesellschaft ("Mehr Eigenverantwortung") auch eine Entsolidarisierung im Bereich Organspende nach sich zieht. Die Leute aus Merkels Umfeld sind halt verblendete Ideologen.

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rudisresterampe 03.09.2018, 08:28
58. Na endlich...

...das war überfällig!

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Atheist_Crusader 03.09.2018, 08:28
59.

Zitat von spon_2937981
Die jüngsten Untersuchungen haben doch gezeigt, dass die niedrige Spendenzahl fast ausschließlich strukturelle Ursachen in den Kliniken hat. Die Widerspruchslösung weckt vor allem Ängste und Misstrauen und wird das Gegenteil dessen bewirken, was sie soll.
Ist das so?
War es denn so in Ländern die diesen Schritt bereits vollzogen haben?

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