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Gesundheitsrisiken: So gefährlich sind Dieselabgase
AP

Dieselfahrzeuge von VW überschreiten die in den USA geltenden Grenzwerte. Doch wie schädlich sind Dieselabgase eigentlich für die Gesundheit?

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Leser161 23.09.2015, 22:12
1. Achso

Wenn das nicht so schlimm ist dann ist das ja nicht so schlimm.

Der Autor hat ein seltsames Rechtsverständnis. Recht ist Recht. Oder wenn ich einer Oma 50 EUR klaue ist das nicht so schlimm, sie hat ja Rente. Erlaubt ist es trotzdem nicht. Und zwar mit Recht.

Recht ist Recht. Keine Verfügungsmasse. Recht ist die Grundlage unser westlichen Wertegemeinschaft. Recht nach Schnauze der Mächtigen sind Kuba und Nordkorea.

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dutchinnz 23.09.2015, 22:14
2. Berechnungen,

so wie die von "Nature", sind nichts anderes als grobe Schätzungen ohne faktischen Grundlagen. Wenn man alle Tote dieser Art Schätzungen (Rauchen, Überfressen, kein Sport, Salz, Zucker, Alcohol, Feinstaub, nicht-vegetarisch Essen, was dann auch immer) mal zusammenzählt, kommt man an eine Sterbensrate, die die Zahl der Weltbevölkerung bei weitem übertrifft.

Die Grundlage dieser s.g. Studien ist ohne Ausnahme ein Fehldenken einiger Pseudowissenschaftler, das von denen, die total keine Ahnung und zu keiner kritischen Individualität in ihrer Meinung imstande sind, gerne übernommen wirdt und zur Massenhystrie auswächst. Das führt dann z.B. bei Autos zu Forderungen von Abgaswerten die technisch nicht oder am besten kaum machbar sind. Aber keiner dieser "Dreckschleuder"-Rufer will auf sein eigenes Auto verzichten. Im Gegenteil, alles Überflüssige muß in der Kiste drinn sein: Spurhalter, elektrischer Hinterklappenöffner, Selbsteinparker, Schlüsselerkennung, bluetooth und was es sonst noch an teuer zu bezahlender Überflüssigkeit gibt. Hypocrysie ohne Ende.

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klaus84 23.09.2015, 22:20
3. Was gerne verschwiegen wird

Was im Beitrag nicht erwähnt wird, sind die auf dem Partikelfilter ablaufenden Nebenreaktionen. Aus Studien ist bekannt, dass auf der Filteroberfläche adsorbierte Partikel durch die Stickoxide aus dem Abgas nitriert werden können. So enstehen hoch krebserregende Nitro-PAHs (Polyaromatische Kohlenwasserstoffe), die dann wiederum mit dem Feinstaub in die Umgebung gepustet werden. Daher führt der Einsatz von DPFs zwar zur Reduktion der Partikelemission, die ausgestoßenen lungengängigen Partikel sind dafür aber umso gefährlicher, was damit den Sinn der Abgasreinigung ad Absurdum führt. Dieselmotoren sollten daher so schnell wie möglich von der Straße verbannt werden!

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plutinowski 23.09.2015, 22:29
4. logisches Vorgehen

Zitat von dutchinnz
so wie die von "Nature", sind nichts anderes als grobe Schätzungen ohne faktischen Grundlagen. Wenn man alle Tote dieser Art Schätzungen (Rauchen, Überfressen, kein Sport, Salz, Zucker, Alcohol, Feinstaub, nicht-vegetarisch Essen, was dann auch immer) mal zusammenzählt, kommt man an eine Sterbensrate, die die Zahl der Weltbevölkerung bei weitem übertrifft.
Das stimmt nicht, was Sie schreiben. Sie bilden (im einfachsten Fall) eine lineare Gleichung mit n Einflussfaktoren (u.a. Feinstaub) und einem Ergebnisfaktor (hier Todesrate) und berechnen anhand der Daten (= die von Ihnen vermissten faktischen Grundlagen) die Gewichte der Einflussfaktoren. Dann setzen Sie die tatsächliche Zahl der Todesfälle ein und können dann die Zahl der Todesfälle berechnen, die auf die einzelnen Einflussfaktoren zurückgehen. Eigentlich ziemlich logisches Vorgehen. Die Zahl der Gesamt-Todesfälle kann dabei nicht überschritten werden. Natürlich kann es komplizierter sein (Abhängigkeiten zwischen den Einflüssen), das lässt sich ebenfalls berücksichtigen.

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deegeecee 23.09.2015, 22:30
5.

Zitat von klaus84
Was im Beitrag nicht erwähnt wird, sind die auf dem Partikelfilter ablaufenden Nebenreaktionen. Aus Studien ist bekannt, dass auf der Filteroberfläche adsorbierte Partikel durch die Stickoxide aus dem Abgas nitriert werden können. So enstehen hoch krebserregende Nitro-PAHs (Polyaromatische Kohlenwasserstoffe), die dann wiederum mit dem Feinstaub in die Umgebung gepustet werden. Daher führt der Einsatz von DPFs zwar zur Reduktion der Partikelemission, die ausgestoßenen lungengängigen Partikel sind dafür aber umso gefährlicher, was damit den Sinn der Abgasreinigung ad Absurdum führt. Dieselmotoren sollten daher so schnell wie möglich von der Straße verbannt werden!
Das ist doch längst überholt! Die Schädlichkeit liegt allein in der Lungengängigkeit, PAK spielen da keine weiter Rolle. Moderne Ottomotoren emittieren genauso viel oder mehr Feinstaubpartikel wie Diesel. Die Forderung nach ihrer Verbannung ist widersinnig.

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kritischergeist 23.09.2015, 22:54
6. Nur eine mediengelenkte Hysterie

Selbst mit abgeschalteter Einspritzung von AddBlue in den Dieselkatalysator ist der Stickoxydausstoß dieser Fahrzeuge noch x-mal geringer als jeder Diesel der vor 10 Jahren auf die Straße kam. Zudem waren früher die rußenden LKW die Hauptquelle aller Schadstoffe die in die Luft geblasen wurden und die Bevölkerung hat trotzdem überlebt, sogar mit stetig steigender Lebenserwartung. Der gegenüber den scharfen Euro 6 Grenzwerten erhöhte Stickoxydausstoß entsteht nur wenn die Fahrzeuge im Grenzbereich ihrer Leistung gefahren werden, was im Dauerbetrieb auf US und europäischen Straßen wegen Geschwindigkeitsbegrenzungen kaum noch möglich ist. Hier wird also was die Gesundheitsbedrohung der Bevölkerung angeht einem Phantom nachgejagt. Ja, VW hat manipuliert und ist damit aufgeflogen. Die anderen Autohersteller halten Stille weil auch sie nicht sauber sind, denn auch sie könnten auffliegen. Das Dilemma ist dass die Politik Grenzwerte definierte die real nicht mehr einzuhalten sind und zugleich Testverfahren akzeptiert hat die gegenüber dem realen Fahrbetrieb unrealistisch sind. Die Lösung ist vernünftige Testbedingungen zu definieren die dem realen Fahrbetrieb entsprechen und dann aber auch realistische Schadstoffgrenzwerte vorgeben die nach dem Stand der Technik auch einzuhalten sind. Das schadstofffreie Auto mit Verbrennungsmotor gibt es nicht. Wer dies haben will muss das Elektroauto forcieren. Jetzt VW mit einer zweistelligen Milliardensumme abzustrafen hilft niemandem außer Anwälten. Man sollte stattdessen VW verpflichten dieses Geld in die Beschleunigung der Entwicklung der Elektromobilität zu stecken damit bezahlbare E-Autos mit vernünftiger Reichweite schneller verfügbar sind als derzeit prognostiziert.

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matt4866 23.09.2015, 22:54
7. Kaminoefen verbieten!!

Wir sollten als oekologisch-soziale Marktwirtschaft einfach alles verbieten, dann ist endlich Ruhe!

Bei NOx kommen wir also kaum jemals an die Grenzwerte, obwohl jeder anstaendige Gruene einen Kamin betreibt - der auch noch gleich die Feinstaubbilanz verbessert.

Und dann noch mit den vergurkten Nature-Todesfaellen
herumwirbeln, fertig ist ein neues Horrorthema. Deutschland hat keine wirklichen Sorgen - Gruss aus Lateinamerika

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Referendumm 23.09.2015, 22:56
8.

Zitat von klaus84
Was im Beitrag nicht erwähnt wird, sind die auf dem Partikelfilter ablaufenden Nebenreaktionen. Aus Studien ist bekannt, dass auf der Filteroberfläche adsorbierte Partikel durch die Stickoxide aus dem Abgas nitriert werden können. So enstehen hoch krebserregende Nitro-PAHs (Polyaromatische Kohlenwasserstoffe), die dann wiederum mit dem Feinstaub in die Umgebung gepustet werden. Daher führt der Einsatz von DPFs zwar zur Reduktion der Partikelemission, die ausgestoßenen lungengängigen Partikel sind dafür aber umso gefährlicher, was damit den Sinn der Abgasreinigung ad Absurdum führt. Dieselmotoren sollten daher so schnell wie möglich von der Straße verbannt werden!
Na, na, so etwas dürfen Sie aber nicht schreiben; da kommt vor allem den Partikelfilter-Befürwortern - fast allen Umwelt-NGOs - doch glatt der Kaffee hoch.

Selbstverständlich haben Sie recht! Sogar Dioxine und Furane wurden bei Partikelfiltern schon gemessen.

Die Regeneration des Partikelfilters (etwa alle 500 bis 1000 km) stellt nämlich den schönsten chemischen Brutreaktor ever dar. Das hatte Prof. Fritz Indra (damals noch bei Fa. Opel tätig) schon 1998 in den VDI-Berichten dargelegt. Bei Partikelfilter sind die PAK-Werte um den Faktor 300 mal höher als bei Motoren ohne Partikelfilter. Seine Forderung: Nach dem Filter muss man erneut eine Katalysatorlinie einbauen- doch wer soll das bezahlen? VW wollte nicht - das Ergebnis ist aktuell bekannt.

Der Dieselmotor ist das, was er immer schon war: Ein Diesel-Stinker.

@deegeecee: Leider haben Sie gar keine Ahnung!

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Referendumm 23.09.2015, 23:02
9.

Zitat von deegeecee
Das ist doch längst überholt! Die Schädlichkeit liegt allein in der Lungengängigkeit, PAK spielen da keine weiter Rolle. Moderne Ottomotoren emittieren genauso viel oder mehr Feinstaubpartikel wie Diesel. Die Forderung nach ihrer Verbannung ist widersinnig.
Auch das mit den Ottomotoren (bzgl. Feinstaubemissionen) ist totaler Quatsch!
Wenn schon, dann sollten Sie die Magermisch-Ottomotoren, also solche wie die TSI = Direkteinspritzung erwähnen. Ja, diese ganz speziellen Ottomotoren haben ein Feinstaubproblem und benötigen ein spezielles Abgassystem.

Herkömmliche Ottomotoren, die ganz normal bei Lambda = 1 arbeiten, haben gar kein Feinstaubproblem.

Aber wie so oft, schnappen Amateure irgend etwas unrichtiges auf und posaunen es komplett falsch in die Welt.

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