Forum: Gesundheit
Gesundheitsrisiken: So gefährlich sind Dieselabgase
AP

Dieselfahrzeuge von VW überschreiten die in den USA geltenden Grenzwerte. Doch wie schädlich sind Dieselabgase eigentlich für die Gesundheit?

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RWEB 25.09.2015, 00:30
60. Aua

Nur weil etwas anderes (TSI Benziner) schlimmer ist, soll der Diesel jetzt nicht schlimm sein? Was ist das für eine Logik??
FAKT ist: Wir brauchen endlich flächendeckende Elektromobilität mit Strom aus Wind/Solar/Wasser/Biogas etc. Keine Stinker in der Stadt!!

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black-mamba 25.09.2015, 11:01
61. aus Bequemlichkeit?

Wenn das Nachfüllen der Harnstofflösung ähnlich einfach wäre, wie das Nachfüllen der Wischerwassers, würde die Bequemlichkeit der Autobesitzer sicher nicht beeinträchtigt. In der Geldgier der Autobauer aber finden sich immer mehr Unbequemlichkeiten und Zusatzkosten für den Kunden. Selbst zum Glühbirnenwechsel, der früher Minutensache war, müssen heute halbe Autos auseinandergenommen werden. Die Innivationskraft der Ingenieure wird ja wohl kaum dermaßen nachgelassen haben - ergo verdanken wir die Unbequemluchkeiten und die Gesundheitsrisiken wohl kaum den technischen Grenzen.

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desertcruiser 25.09.2015, 11:54
62. Prost auf die Gesundheit

Wenn schon überfällige Kritik am Diesel, dann sollte doch deutlicher auf die Augenwischerei mit dem Rußfilter hingewiesen werden. Wenn der voll ist, wird der Ruß abgebrannt und kommt in feinsten, unsichtbaren Partikeln, die womöglichnoch gefährlicher sind als ehrlicher schwarzer Ruß aus dem Auspuff. Alles das obwohl in der wissenschaftlichen Literatur seit Jahrzehnten bekannt ist, daß Dieselabgase mutagen, kanzerogen und allergen sind.
Wenns wirklich drauf ankommt, schlafen die schlauen grünen

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Christian Somberg 25.09.2015, 18:25
63. Umstieg auf Hybrid- und Solarautos

Vielleicht bekommen wir den Umstieg auf Hybrid- und Solarautos nur hin, wenn der Druck auf die Industrie so groß wird wie gerade jetzt!

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petromax 05.02.2017, 11:36
64.

Zitat von desertcruiser
Wenn schon überfällige Kritik am Diesel, dann sollte doch deutlicher auf die Augenwischerei mit dem Rußfilter hingewiesen werden. Wenn der voll ist, wird der Ruß abgebrannt und kommt in feinsten, unsichtbaren Partikeln, die womöglichnoch gefährlicher sind als ehrlicher schwarzer Ruß aus dem Auspuff. Alles das obwohl in der wissenschaftlichen Literatur seit Jahrzehnten bekannt ist, daß Dieselabgase mutagen, kanzerogen und allergen sind...
...das interessiert doch am wenigsten diejenigen, die aus reinem Trotz jede staatliche Maßnahme - z.B. Fahrverbote für Diesel-PKW - in Zweifel ziehen, obwohl die Schädlichkeit der Rußpartikel selbst modernster Dieselmotoren wissenschaftlich nachgewiesen ist:

Besonders die Städte leiden unter Feinstaub, den allerdings nicht nur Diesel-, sondern auch Benzinmotoren produzieren. Die Partikel sind so klein und leicht, dass sie nach dem Ausstoß nicht zu Boden sinken, sondern durch die Luft schweben und sich in der Umgebung verteilen. Gerade wegen ihrer geringen Größe droht Gefahr von den Kleinstteilchen. Atmet ein Mensch sie ein, können sie tiefer in die Atemwege gelangen als größere Partikel. Staubpartikel bis zu einem maximalen Durchmesser von 10 Mikrometer (PM10) dringen bis in die Nasenhöhle ein und können beispielsweise die Schleimhäute reizen.


Fahrverbote basieren nicht (mehr) auf politisch-ideologischer Willkür, sondern inzwischen auf wissenschaftlichen Nachweisen.... .

Aber besonders in Deutschland ist das Auto bzw. seine Nutzung weniger zweck- sondern ideologisch gebunden.... .

Die von Ihnen angesprochene thermische Reinigung eines (Diesel-)Katalysators findet ohnehin nur bei Nutzfahrzeugen und Bussen in bestimmten Intervallen statt - und wie Sie schon richtig feststellten, werden bei diesem Vorgang noch feinere, noch besser "lungengängige" Partikel freigesetzt.

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Hosterdebakel 05.02.2017, 15:17
65. Wie

Zitat von petromax
...das interessiert doch am wenigsten diejenigen, die aus reinem Trotz jede staatliche Maßnahme - z.B. Fahrverbote für Diesel-PKW - in Zweifel ziehen, obwohl die Schädlichkeit der Rußpartikel selbst modernster Dieselmotoren wissenschaftlich nachgewiesen ist: Besonders die Städte leiden unter Feinstaub, den allerdings nicht nur Diesel-, sondern auch Benzinmotoren produzieren. Die Partikel sind so klein und leicht, dass sie nach dem Ausstoß nicht zu Boden sinken, sondern durch die Luft schweben und sich in der Umgebung verteilen. Gerade wegen ihrer geringen Größe droht Gefahr von den Kleinstteilchen. Atmet ein Mensch sie ein, können sie tiefer in die Atemwege gelangen als größere Partikel. Staubpartikel bis zu einem maximalen Durchmesser von 10 Mikrometer (PM10) dringen bis in die Nasenhöhle ein und können beispielsweise die Schleimhäute reizen. Fahrverbote basieren nicht (mehr) auf politisch-ideologischer Willkür, sondern inzwischen auf wissenschaftlichen Nachweisen.... . Aber besonders in Deutschland ist das Auto bzw. seine Nutzung weniger zweck- sondern ideologisch gebunden.... . Die von Ihnen angesprochene thermische Reinigung eines (Diesel-)Katalysators findet ohnehin nur bei Nutzfahrzeugen und Bussen in bestimmten Intervallen statt - und wie Sie schon richtig feststellten, werden bei diesem Vorgang noch feinere, noch besser "lungengängige" Partikel freigesetzt.
soll wissenschaftlich bewiesen sein, dass Feinstaubpartikel wie in den beiden Artikeln erwähnt, (So gefährlich sind Dieselabgase) und vor allen Dingen (Feinstaub tötet drei Millionen Menschen pro Jahr) tödlich sein soll?
Gesundheitsschädlich sicherlich, wie auch vieles anderes aber es ist bei diesen Aussagen wie bei der Schädlichkeit beim Rauchen, nirgendwo definitive Beweise, dass die Verstorbenen an diesen Dingen ursächlich verstorben sind. Vorerkrankungen ggf. auch Arbeitssituation werden außer Acht gelassen. Auch beim gerne verwendeten Thema Herzinfarkt wird immer gerne das Rauchen vorgeschoben, sicherlich eine Möglichkeit, aber nur weil jemand raucht und einen Herzinfarkt hat, muss dies bedeuten, dass das Rauchen der Grund dafür war. Ebenso bei der Aussage, dass xxxxx Menschen durch Feinstaub verstorben sind.
Aber es ist immer so einfach sich den bequemsten Weg zu suchen.

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cassandros 05.02.2017, 16:25
66.

Zitat von Hosterdebakel
wie soll wissenschaftlich bewiesen sein, dass Feinstaubpartikel wie in den beiden Artikeln erwähnt, (So gefährlich sind Dieselabgase) und vor allen Dingen (Feinstaub tötet drei Millionen Menschen pro Jahr) tödlich sein soll?
Solche Beweisführungen gelingen der experimentellen Toxikologie mit der Hilfe von Tierversuchen!
Das ist für die betroffenen Tiere nicht schön, aber die Ergebnisse sind eindeutig und wissenschaftlich unbestreitbar.

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Günter Rudolphi 05.02.2017, 17:35
67. Das sind aber keine wirklich wissenschaftlichen Beweise

Zitat von cassandros
Solche Beweisführungen gelingen der experimentellen Toxikologie mit der Hilfe von Tierversuchen! Das ist für die betroffenen Tiere nicht schön, aber die Ergebnisse sind eindeutig und wissenschaftlich unbestreitbar.
denn die Ergebnisse aus Tierversuchen lassen sich nicht genau 1:1 auf Menschen übertragen.
Sie sind aber auf jeden Fall Anhaltswerte und deutliche Hinweise, soviel Genauigkeit sollte schon noch sein.
Auch das wird meistens aber völlig falsch dargestellt:
Partikel PM10 sind nicht alle Teichen kleiner als 10µm (dazu Zitat):
"Die als Feinstaub (PM10) bezeichnete Staubfraktion enthält 50% der Teilchen mit einem Durchmesser von 10 µm, einen höheren Anteil kleinerer Teilchen und einen niedrigeren Anteil größerer Teilchen."
Quelle: http://www.umweltbundesamt.at/pm10/

Zum Thema Feinstaub aber auch noch 3 andere Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub
https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub
https://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/feinstaub-belastung

Aber ich habe nicht vor, mich an weiteren Debatten darüber hier in diesem alten Thread noch zu beteiligen.

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Günter Rudolphi 06.02.2017, 00:13
69. Das sind ja auch andere Studien und keine Tierversuche

Zitat von petromax
..natürlich nicht - aber es gibt Ähnlichkeiten, man nennt so etwas dann auch "vergleichende" Forschung. Darüberhinaus_ Noch kleinere Partikel der Größe PM2,5 (bis 2,5 Mikrometer) schaffen es bis in die Lunge und können die Blutgefäße schädigen oder Krebs verursachen. Diese kleinen Partikel sind laut einer Studie der University of Edinburgh auch stärker mit einem Schlaganfall-Risiko verbunden als die Partikel unter zehn Mikrometern. Nach einer kürzlich im Fachblatt "Nature" publizierten Studie verursacht Feinstaub pro Jahr etwa 3,3 Millionen Todesfälle weltweit. In Deutschland sterben etwa 35.000 Menschen daran. "Wer hat's bezahlt?" Das Team um Anoop Shah von der University of Edinburgh wertete insgesamt 94 Studien aus 28 Ländern aus. Ermittelt wurden Tageswerte für Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid und Ozon sowie für Feinstaubpartikel in der Größe unter 2,5 Mikrometer beziehungsweise unter zehn Mikrometer. Insgesamt wurden in den Studien 6,2 Millionen Krankenhauseinweisungen mit der Diagnose Schlaganfall sowie Todesfälle durch Schlaganfall registriert. Weitere Risikofaktoren, wie etwa die Temperatur, wurden bei der Auswertung mitbedacht. Anoop Shah ist Kardiologe an der Universität Edinburgh.
außerdem wurden in diesen anderen, epidemiologischen Studien keine direkten Bezüge zu den diversen Verursachern (!) von Feinstaub, wie der Straßenverkehr oder noch spezieller die Dieselfahrzeuge hergestellt.
Das scheint Ihnen vermutlich aber entgangen zu sein.
Aber weil ich jetzt alleine deswegen doch noch einmal hier antworte, damit beschäftigen sich auch die Artikel mit diesen Links:

"Luftschadstoffe erhöhen Schlaganfallrisiko"
http://mobile.aerzteblatt.de/news/62287.htm
(auf der Basis von 6,2 Millionen Ereignissen mit weiteren Angaben, aber ohne spezifische und bezifferte Feinstaubtodesfälle)

und

"WHO: Jeder achte Mensch stirbt an den Folgen der Luftverschmutzung"
http://mobile.aerzteblatt.de/news/58083.htm

Ich setzte solche Links aber lieber immer ohne einzelne Zitate daraus, denn selektives Zitieren sollte man m.E. vermeiden, aber alles darin lesen und verstehen.
Im letzten Link wurde ja auf alle Schadstoffe, das ist ja mehr als nur Feinstaub, egal welche Fraktion, hingewiesen in der Außenluft und (!) in der Innenluft der Wohnungen von Menschen.
Und das ist ja auch der richtige Ansatz für Schädigungen von Menschen, den ich auch immer genau so vertreten habe in allen meinen Kommentaren dazu, auch in allen Threads.
Wenn außerdem jeder achte Mensch global an den Folgen der Luftverschmutzung stirbt, dann sterben die 7 anderen von 8 an anderen Folgen global, und auch darauf habe ich immer noch versucht, hinzuweisen.
Nur das ist aber eine ganzheitliche und auch noch globale Betrachtungsweise für umfassende Lebensrisiken und der Mortalität deswegen, auch darauf kommt es mir immer an.

Aber das Schlußwort in diesem Thread überlasse ich gerne anderen, mit anderen Betrachtungsweisen und anderen Prioritäten, auch noch beim Zitieren.

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