Forum: Gesundheit
Gesundheitsrisiken: So gefährlich sind Dieselabgase
AP

Dieselfahrzeuge von VW überschreiten die in den USA geltenden Grenzwerte. Doch wie schädlich sind Dieselabgase eigentlich für die Gesundheit?

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petromax 06.02.2017, 10:39
70.

Zitat von Günter Rudolphi
außerdem wurden in diesen anderen, epidemiologischen Studien keine direkten Bezüge zu den diversen Verursachern (!) von Feinstaub, wie der Straßenverkehr oder noch spezieller die Dieselfahrzeuge hergestellt....
...aber die steigende Belastung durch Dieselruß war der Anlaß bzw einer der Anlässe zu diesem Forschungsprojekt.

Das scheint Ihnen offensichtlich entgangen zu sein.

Nebenbei:

Zitat von
Aber ich habe nicht vor, mich an weiteren Debatten darüber hier in diesem alten Thread noch zu beteiligen.
Wie nannten Sie das doch gleich? Richtig. Inkonsisent.

;-)

(Beachten Sie bitte die Emoticons)

Darüberhinaus: Die Automobilindustrie hat in Deutschland die mächtigste Lobby überhaupt - und verdient vor allem an den Diesel-PKW richtig viel Geld.

Weil die Preis so kalkuliert sind, daß die aufwendigere Technik fürstlichst bezahlt wird.
Dann kommt noch dazu, wenn diese Industrie bei Gesetzesvorhaben um ihre Pfründe bangt, dann genügt ein winziger Fingerzeig aus Wolfsburg (VW) oder München (BMW) - und die Politik bzw. ihre Repräsentanten werden ganz kleinlaut.

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thedoctor46 06.02.2017, 10:56
71.

Zitat von Günter Rudolphi
Ich setzte solche Links aber lieber immer ohne einzelne Zitate daraus, denn selektives Zitieren sollte man m.E. vermeiden, aber alles darin lesen und verstehen....
...das kann ich nur empfehlen:

1.) Am schwächsten wirkte sich eine erhöhte Ozon-Konzentration aus. Hier stieg das Schlaganfallrisiko nur um 0,1 Prozent pro 10ppb Ozon. Bei Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid war das Risiko am ersten Tag nach der Exposition am höchsten und ließ in den folgenden Tagen wieder nach. Beim Feinststaub hielt die Wirkung über mehrere Tage unvermindert an.

2.) Die Menschen sind der WHO zufolge keineswegs nur durch Schadstoffe in der Außenluft gefährdet. Wesentlich höher sei in vielen Regionen die Gefährdung durch Emissionen im Haushalt. Dies liegt daran, dass drei Milliarden Menschen ihr Essen an offenen Feuerstellen zubereiten und ihre Wohnungen durch Öfen beheizen, in denen sie neben fossilen Brennstoffen wie Kohle auch Biomasse wie Holz, Dung oder Pflanzenreste verfeuern. Die dadurch freigesetzten Luftschadstoffe verkürzen die Lebenserwartung.

"Keineswegs nur" - bedeutet - sowohl als auch.

"...Dies liegt daran, dass drei Milliarden Menschen ihr Essen an offenen Feuerstellen zubereiten und ihre Wohnungen durch Öfen beheizen, in denen sie neben fossilen Brennstoffen wie Kohle auch Biomasse wie Holz, Dung oder Pflanzenreste verfeuern. Die dadurch freigesetzten Luftschadstoffe verkürzen die Lebenserwartung."

In letztgenannten Ländern wird die Gesundheit der Menschen durch die von offenen Feuerstellen verunreinigte Innenluft beeinträchtigt - was in den "vollmotorisierten", wohlhabenden Industrieländern doch wohl die Ausnahme sein dürfte.

Dafür wird in den letztgenannten Ländern - quasi als "Ausgleich" - die Außenluft stark durch Industrie- und Verkehrsabgase belastet.... .

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Günter Rudolphi 06.02.2017, 13:59
72. Mit dem Vorwurf der Inkonsistenz kann ich aber hier gut leben,

nicht nur, weil er mit einem Emoticon etwas abgemildert wurde.
Völlige Widerspruchsfreiheit bietet sowieso nur die Mathematik, deswegen gebührt der ja auch zurecht die Krone der Wissenschaften als universale Grundlagenwissenschaft, auch andere Perspektiven mal einnehmen zu können, das sollte auch von anderen Wissenschaften aber noch zu leisten sein.
Die höchst interessante Heinz Nixdorf Recall Studie aus dem Ruhrgebiet "Luftqualität, Schlaganfall und koronare Ereignisse" weist übrigens transparent als Unterstützer dieser Studie auch die Volkswagenstiftung aus bei Prof. Dr. med. Hoffmann vom Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF), Heinrich Heine Universität Düsseldorf.

Da kann sich jeder nun seinen Teil wieder über VW denken, auch welche Bedeutung die Autoindustrie insgesamt hat und wie viele Ärzte auch Autos dieser Marke fahren, auch noch, um Patienten helfen zu können, und manche vielleicht auch, um rasch zum Reit- oder Tennisplatz zu fahren oder zum Start einer Kreuzfahrt um die Welt.
Das Einkommens- / Armutsgefälle allerdings zeigen ja auch die nationalen und globalen Studien gemeinsam. Vermutlich aber setzen auch in fremden und mehr unterentwickelten Ländern die dortigen Menschen die eigenen Prioritäten eben anders als hier mit einigen spezifischen hiesigen Luxusproblemen, z.B. wo und wie man den nächsten Urlaub verbringt.
Das Hemd ist sowieso in der Regel näher als der Rock, aber auch das letzte Hemd hat noch keine Taschen.
Das ist ja eine Tatsache, die keine Studien zum Beweis braucht.

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