Forum: Gesundheit
Gesundheitsversorgung : Endlich hört im Problemviertel mal jemand zu
Klaus Balzer

Viele Ärzte kapitulieren vor den Patienten in Problemvierteln und ziehen mit ihren Praxen in wohlhabende Stadtteile. Ein gefährliche Entwicklung - eine neues Konzept soll das auffangen.

Seite 4 von 4
Ottokar 16.10.2018, 15:54
30. Also halten wir einmal fest

es geht also mal wieder um Bildung. Haben die Verantwortlichen immer noch nicht begriffen das mit solchen Einrichtungen der Resistenz Bildung zu erlangen, die Jedem kostenfrei zur Verfügung steht, Vorschub geleistet wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
CancunMM 16.10.2018, 15:57
31.

Zitat von Freier.Buerger
Wir haben kein Bildungsproblem, sondern ein Vollversorgungs- und Fremdverantwortungsproblem. Nie war es für die Menschen einfacher und billiger sich zu bilden und fortzubilden als jetzt. Das eigentliche Problem ist, dass viele selbst ernannte Kümmerer den Menschen in den genannten Gegenden.....
So sehe ich es auch. Ich bin auch in Neukölln aufgewachsen, meine Eltern haben einen Volksschulabschluss gehabt. Man ist nicht ins Theater gegangen und die Bibliothek bestand aus einem Werk über mehrere Bände vom Bücherclub. Und trotzdem habe ich ein sehr gutes Abitur hingelegt, studiert usw.
Nie war es einfacher sich Wissen anzueignen als in der heutigen Zeit.
Ich habe in meiner Praxis manchmal Menschen, die wissen nicht was das Wort Salbe bedeutet. Wohlgemerkt keine Migranten, sondern hier geborere junge Menschen. Oder die mir ihre gebrauchten Kondome in McDónalds-Tüten mitbringen, weil beim Geschlechtsverkehr ein wenig Blut am Kondom war. Ich könnte hunderte von Geschichten erzählen über ähnliche Ereignisse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
martine-primus 16.10.2018, 15:59
32. es fällt mir schwer zu glauben,

dass ein Diabetespatient, der offenbar oft zu seinem Arzt geht, weil er ja angeblich nicht einzustellen ist, nicht aufgeklärt wurde von seinem Arzt, dass Karamell Zucker pur ist!
Als ich (normalgewichtig) schwanger wurde mit dem 3. Kind, hatte ich einen Gestationsdiabetes. Ich wusste, auf was es ankommt, ABER zusätzlich hat mir der "Arzt für Inneres" auch noch weitere Hinweise gegeben (Malz zum Färben von Broten = Zucker....) - Ich interessiere mich von Hause aus für Ernährung und Medizin, aber dass ein Arzt da GARNICHTS hinterfragt und ihn ein wenig (wenigstens) aufklärt, das glaube ich einfach nicht!

Abgesehen davon: ist es nicht gewünscht? Nennt man das nicht sozialverträgliches Ableben? Kostet den Staat dann weniger Rente! (Sarkasmus!)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sh.stefan.heitmann 16.10.2018, 16:32
33.

Zitat von nadine-faerber
Wie dumm muss man eigentlich sein, um sich einzubilden, dass Karamell nicht aus Zucker besteht?
Wie dumm muss man sein um zu glauben das Wissen etwas mit Intlligenz zu tun hat...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 16.10.2018, 16:57
34.

Zitat von sh.stefan.heitmann
Wie dumm muss man sein um zu glauben das Wissen etwas mit Intlligenz zu tun hat...
/einmisch
Ich würde sagen, dass das vom Alter abhängt.
Bei einem Kind lasse ich das noch durchgehen aber von einem Erwachsenen erwarte ich schon etwas mehr.
Selbst wenn man es wirklich nicht weiß (Allgemeinbildung=0) sollten intelligente Menschen es sich durch logisches Nachdenken herleiten können.
Zucker=süß, der Arzt hat mir Zucker wegen Diabetes verboten.
Ersatzstoff = ebenfalls süß, also sollte ich mal schauen ob das wirklich verträglich ist für mich oder nicht.
Und wenn ich schon unter einer Krankheit leide machen sich intelligente Menschen zumindest rudimentär schlau um was es dabei geht und auf was genau zu achten ist.
Insofern gebe ich Ihrem Vorposter durchaus Recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
interessierter Laie 16.10.2018, 21:41
35. @P-Schrauber

Die Politik kann Gesetze beschließen, wie die allgemeine Schulpflicht. Sie kann viel Geld in Kindergärten, Schulen, Unis und andere Bildungseinrichtungen investieren. Sie kann Bildung übers Fernsehen, übers Internet, über Bibliotheken und Mediatheken vermitteln. Sie kann all diese Dinge kostenfrei für jeden anbieten. Aber sie kann niemanden zwingen, dieses Angebot anzunehmen. Problemviertel gibt es daher in jedem Land. Auch im hoch gelobten (und bisweilen überschätzten) Skandinavien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chattagam 16.10.2018, 22:07
36. House of God

Zitat von kosaptes
Wie wäre es Medizinern zu helfen in Problembezirken Praxen zu gründen. Es gibt wahrscheinlich genügend junge Mediziner, die bereit dazu wären statt im Krankenhaus zu arbeiten.
Sehr gute Idee!
Die frischen Medizinabsolventen sind vielleicht noch idealistisch genug, das für ein halbes Jahr mitzumachen. Dann sind die erstmal verschlissen und freuen sich umso mehr auf die Gomer im stationären Teil der Ausbildung. Halbjährlich im Wechsel könnte das hinhauen.
Was im stationären Bereich die Gomer, sind im ambulanten Bereich die Problemviertelpatienten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4