Forum: Gesundheit
Gesundheitsvorsorge: Ärzte streiten über Effekte von Walken und Joggen
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Was ist gesünder: Laufen oder Walken? US-Forscher behaupten, dass moderate Bewegung den gleichen Effekt hat wie schweißtreibendes Training. Um gesund zu bleiben, muss man sich als Freizeitsportler demnach nicht quälen. Einen entscheidenden Faktor sollte man allerdings berücksichtigen.

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Kritischer_Geist 26.04.2013, 16:46
10. Risiken?

Joggen in allen Ehren.
Aber mir fällt auf, dass sehr viele Läufer im Alter um die 60 Jahre beim Joggen einen Herzinfarkt bekommen und daran sterben; oftmals allein im Wald.

Allein zwei meiner ehemaligen Schulsportlehrer hat es so erwischt. Und bei denen kann man davon ausgehen, dass die fit waren.

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noalk 26.04.2013, 16:52
11. Nur mal so

Danke für die Hinweise zu meinem Beitrag #1. Das Einzelschicksale keine Grundlage für statistische Erkenntnisse bieten, war mir bis dato nicht bekannt. Ich erlaube mir aber mal den Verweis auf folgeneden Text.
http://www.newscientist.de/inhalt/statistik-wissenschaftler-konzipieren-studien-falsch-a-896695.html

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ToertjeX 26.04.2013, 17:20
12. Abwägung

Die 3 Jahre längere Lebenserwartung erreicht man aber auch nur durch 3 Jahre laufen...

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Jay's 26.04.2013, 17:36
13. Stimme ich zu und ...

Zitat von Cedar
ist das sehr einfach Fitnesstraining, naemlich einmal am Tag "ausser Puste zu kommen" egal auf welche Weise. Fuer das Herz und seine Funktion von groesster Bedeutung.
... etwas Hochleistungssport hat auch noch andere Effekte. Es erhoeht den Stoffwechsel und da werden Kalorien auch noch spaeter waehrend der Ruhephase verbraucht. Es sollte vielleicht auch erwaehnt werden, dass andere Arten des Sports, die einem zum Schwitzen bringen wie Power Yoga, Zumba, Step Aerobics, Tennis etc vielleicht sogar besser sind als nur zu gehen oder zu laufen, da dort zusaetzlich zu Herz und Kreislauf Balance, Konzentration und viele andere Muskeln beansprucht werden als das beim Laufen der Fall ist. Das Laufen sollte daher nicht als einzige Sportart betrieben werden.

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renee gelduin 26.04.2013, 17:39
14.

Zitat von ToertjeX
Die 3 Jahre längere Lebenserwartung erreicht man aber auch nur durch 3 Jahre laufen...
3 Jahre mal 365 Tage mal 24h mal 60 Min durch 15 Min je Lauf => 105.120 Laeufe á 15 Min. Um diesen Wert zu erreichen, indem Sie jeden Tag laufen gehen, muessten Sie 288 jahre alt werden :)

In meiner Erinnerung waren es mit vernuenftiger sportlicher Betaetigung sogar 10 Jahre Lebensverlaengerung. Die qualitativen und aesthetische Aspekte aussen vor gelassen, und angenommen Sie leben dann 80 statt 70 Jahre, haetten Sie damit einen Zeitzuwachs dank dessen Sie bilanzneutral 3h pro Tag (!) Sport machen koennten.

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ruhepuls 26.04.2013, 17:51
15. Bewegung ist viel aber nicht alles...

Bewegung ist sicher ein ganz wichtiger Faktor, aber eben nicht der Einzige. Gene, Ernährung, sozialer Status, Beruf, "Stressverhalten" usw. spielen in die Lebenserwartung natürlich auch rein. Und so gibt es eben auch 80-jährige, relativ gesunde Raucher, die sich kaum bewegen - es sind nur nicht sehr viele.

Eine amerikanische Lauflegende, viel gesehener Laufguru im US-TV, lag mit 50 tot im Straßengraben - Herzinfarkt. Er hatte immer geglaubt, er können durch Laufen alle anderen "Lebenssünden" ausgleichen - insbesondere seine fett- und eiweißreiche Ernährung. Aber ganz so einfach funktioniert die Sache eben doch nicht.

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ruhepuls 26.04.2013, 18:02
16. Statistik

Zitat von noalk
Danke für die Hinweise zu meinem Beitrag #1. Das Einzelschicksale keine Grundlage für statistische Erkenntnisse bieten, war mir bis dato nicht bekannt. Ich erlaube mir aber mal den Verweis auf folgeneden Text.
(Gute) Statistik arbeitet immer mit großen Zahlen, um eben gerade die "besonderen Einzeleffekte" rauszuhaben. Anders gesagt: Wenn Sie drei Menschen beobachten, dann reicht schon ein einziger - z.B. besonders Langlebiger - um einen Effekt zu zeigen, der sich aber nicht auf andere übertragen lässt. Nehmen Sie 100 Menschen, dann wirkt sich ein einziger "Supermann" nicht mehr groß aufs Ergebnis aus - und sie haben dann ein Ergebnis, das eher den "normalen Menschen" (= Durchschnitt) repräsentiert.

Daher kann eine Statistik nie eine Vorhersage für ein Einzelschicksal machen. Sie kann nur Wahrscheinlichkeiten angeben.

Beispiel Rauchen: Ich kann einem Raucher nie vorhersagen, dass er persönlich Lungenkrebs bekommt. Es gibt Raucher, die bekommen keinen Lungenkrebs - und er könnte ja zu diesen "Glückspilzen" gehören. Ich kann ihm nur sagen, dass von 10 Lungenkrebskranken 8-9 geraucht haben, er also ein deutlich erhöhtes Risiko hat, ebenfalls daran zu erkranken.

Bei Thema Gesundheit allgemein ist es genauso: Sie können alles "richtig" machen und doch früher sterben, als jemand, der alles "falsch" macht. Nur ist die Wahrscheinlichkeit eher zu Ihren Gunsten. Das ist alles. Eine Garantie gibt es nicht.

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tjivi 26.04.2013, 18:28
17. Statistik

Die meisten Statistiken liefern genau die Ergebnisse, die vom Auftraggeber oder im Eigeninteresse erwünscht sind. Unabhängig und vergleichbar sind Statistiken, die multiple Faktoren wie Bewegung, Essverhalten, Stadt-/Landbewohner, Lebenszufriedenheit, berufliche Belastung usw.(um nur ganz wenige zu nennen) sowie objektive und subjektiv empfundene Indikatoren (in diesem Beispiel) berücksichtigen. Außerdem steht die Untersuchungseinheit (Anzahl der Probanden) in keinem Verhältnis zur Grundgesamtheit aller Walker und Läufer. Also: Erkenntnisziel genau definieren, Gruppe eingrenzen oder hohe Irrtumswahrscheinlichkeit einräumen. Und Natürlich Testverfahren angeben. Alles andere kann man sich auch sparen.

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Pat-Riot 26.04.2013, 19:07
18. Lebensferne Studie

Zitat von sysop
Nehmen wir an, der eine joggt mäßig schnell und benötigt für die Meile (1,62 Kilometer) zwölf Minuten,
Siebeneinhalb Minuten pro Kilometer ist aber beim besten Willen kein Joggen. Sondern Fußmikado. Da verbraucht man keine Joule, sondern nimmt eher noch zu.
Es sei denn, man hat einen BMI von 35, dann ist das vielleicht Schwerstarbeit. Geht dann aber auf die Gelenke.

Ein paar realistische Werte bitte.

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Pat-Riot 26.04.2013, 19:13
19. Tolles Beispiel

Zitat von noalk
Der Mann eines mir bekannten Ehepaares, ein langjähriger Jogger, verstarb mit 70 Jahren. Die Ehefrau, sportlich wenig aktiv, mit Herzfehler, wurde 89 Jahre alt. Vielleicht gilt die taiwanesische Studie nur für Taiwanesen, die USA-Studie nur für die USA.
Ich kenn' da einen Marathonläufer, der ist mit 20 über eine rote Ampel gelaufen und vom Bus überfahren worden.

Sei fetter Vetter war Alkoholiker, Raucher und wurde 63.

Was lernt uns das: Rauchen ist gesünder als Sport.

Runners don't live longer, they die fitter.

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