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Globuli-Hersteller Hevert: Pharmakonzern geht juristisch gegen Homöopathie-Kritiker v
Lilly/ imagebroker/ imago images

670 Millionen Euro setzen Pharmahersteller in Deutschland pro Jahr mit Homöopathie um. Doch Kritiker drohen, das Geschäft zu vermiesen. Ein bekannter Hersteller überzieht sie nun mit Abmahnungen.

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wire-less 04.06.2019, 11:42
100. Zufall

Zitat von frenchie3
Bei zwei Kindern (3 und 5 Jahre) sowie bei einer Katze trat nach Verabreichung von Globuli Besserung ein, normale Medizin hatte nichts bewirkt. Ich schließe hier den Placeboeffekt aus. Verstehe es aber nicht, mir ist bewußt daß es eher 99,99 Prozent Zucker ist. Aber wie auch immer, für die paar Gramm Zucker ist jeder Preis zu hoch
die Ursache der Heilung lag zu 99,99% an was anderem. Die Wahrscheinlichkeit das 3 Lebewesen synchron gesunden ist höher wie das ein Hauch von Nichts etwas bewirkt.

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cobaea 04.06.2019, 11:52
101.

Zitat von frankfurtbeat
alles pharma oder was? In Anbetracht dessen, das klassisch ausgebildete Ärzte schon bei Erkältungen Antibiotika verschreiben finde ich es angebracht, den Menschen welche sich der Homöopathie zuwenden und damit wieder gesund werden dies auch zu fördern. Antibiotika kostet auch, belastet allerdings nicht lediglich das Budget der KK sondern unsere Umwelt. Es gibt zahlreiche Medikamente deren Wirksamkeit im Gegensatz zu ihren Nebenwirkungen nicht nachgewiesen sind. Die Pharmaindustrie, die Pharmalobby tut weiterhin alles um weiterhin ihre größtenteils fragwürdigen Produkte in den Markt zu drücken.
1. Sie dürfen hier unbeschwert über die Pharma-Industrie herziehen und Ärzte kritisieren. Weder Roche noch Sandoz oder Bayer wird Ihnen deshalb eine Abmahnung samt Bussgeld-Androhung schicken. Im Gegensatz zum Homöopathie-Hersteller Hevert. 2. Wie hier nachzulesen ist, tut nicht nur die Pharma-Industrie "weiterhin alles um ihre grösstenteils fragwürdigen Produkte in den Markt zu drücken" - die Homöopathiehersteller tun das offensichtlich sogar gegenüber Kritikern. 3. Im Unterschied zu Homöopathie-Produkten, denen nur die Hersteller derselben homöopathische Wirksamkeit bescheinigen müssen, müssen Pharmaprodukte wissenschaftliche Wirkungsnachweise vorlegen.

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wire-less 04.06.2019, 11:53
102. Nein

Zitat von Pless1
Ich bin kein Anhänger der Homöopathie. Was die Kassenleistung dazu anbelangt sehe ich das trotzdem nicht ganz so kritisch. Kassen geben vermutlich deutlich mehr Geld für Werbung aus als für die Homöopathie. Letztlich ist die Erstattung von Homöopathe auch Werbeaufwand. Wenn deswegen genug Leute in die Kasse wechseln oder darin bleiben und mehr Beiträge einzahlen als die Homöopathie kostet haben auch Sie und ich als nicht Homöopathie-Gläubige etwas davon. Darüber hinaus kann die Homöopathie bei Bagatell-"leiden" die richtige Medizin und damit auch die Kassen durchaus entlasten.
bei privaten Kassen ist das ok. Aber nicht bei gesetzlichen. Die Anerkennung durch Kassen bewirkt das mehr Menschen an wissenschaftliche nicht haltbare Heilmethoden *glauben*.

Auch die Heilpraktiker-Masche ist grenzwertig. Da verdienen die Heilpraktikerschulen und vermitteln Personen die es nicht zum/durchs Studium schaffen den Eindruck sie hätten "Superkräfte".

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cobaea 04.06.2019, 11:56
103.

Zitat von der_bulldozer
Endlich löckt mal einer den Stachel gegen die Anti-Heipraktiker-Lobby. Naturheilkunde ist nicht nur Globuli sondern vieles andere. Wird von den Patieten sehr oft als heilsam empfundene Therapien, zum Beispiel Chropraktik oder ganzheitliche Behandlung. Ein seriöser Heilpraktiker wird nie Wunder versprechen und im Zweifelsfall immer einen Arztbesuch empfehlen. Klappt übrigens auch umgegekehrt, wenn Ärzte mit ihren Latein am Ende sind.
Die Firma Hevert "löckt keinen Stachel" gegen die "Anti-Heilpraktiker-Lobby". Die Heilpraktiker sind ihr schnuppe. Sie versucht lediglich per Abmahnverfahren Kritik an Homöopathie zu unterdrücken, weil sie mit homöopathischen Mittelchen Geld verdient.

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wire-less 04.06.2019, 11:56
104. Und

Zitat von lungervogel
Im Artikel wird der Eindruck erweckt, dass die GKV sämtliche Kosten der Alternativmedizin übernimmt. Nehmen wir konkret die immArtikel erwähnte TK: Die Behandlung muss über einen Arzt mit Selektivvertrag stattfinden. In Hamburg gibt es genau 14 Ärzte, die daran teilnehmen. Der Patient muss an eine Teilnahmeerklärung unterschreiben und erhält dann eine Kostenerstattung für zugelassene Heilmittel der Alternativmedizin bis max. 100 € innerhalb von 12 Monaten für max. 24 Monate. Danach muss der Patient 12 Monate pausieren bzw. erhält keine Kostenerstattung in Höhe von 100 €.
für Krebsmedikamente die (noch) nicht zugelassen sind bekommt er nix. Selbst wenn es niedrige Kosten sind sind sie nicht zu rechtfertigen. Insbesondere weil durch die Kassenzahlung der Eindruck entsteht das wäre anerkannt.

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kommentator24de 04.06.2019, 12:05
105. Weiter so Hevert!

Ooooh - das wird aber spannend. Wenn Glaubensfragen mit der Richterkeule durchgehauen werden sollen, haben wir es auf jeden Fall mit einer interessanten Rechtslage zu tun. Zunächst ist den Richtern einmal zu gründlichen Wortstudien zu raten. Ein Placeboeffekt ist ein Wirksamkeitsnachweis. Möglicherweise - und hoffentlich!!! - schießt sich die Firma Hevert mit dieser Abmahnungswelle gehörig selber ins Knie. Bislang funktioniert das Geschäft mit den Globuli (und anderen homöopathischen Mitteln) noch ausgzeichnet. Wenn die Gerichte aber tatsächlich Belege für die Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus verlangen, könnte der Spuk schnell ein Ende haben.
Leider - ich muss das anmerken - habe ich schon mehrere Menschen jung und unnötig jung sterben sehen, die den homöopathischen Wunderdoktoren auf den Leim gekrochen sind.

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dont_think 04.06.2019, 13:38
106.

gab es da nicht mal einen Flashmob, wo x Leute Massenselbstmord begehen wollten mittels D40 Zyankali oder so ähnlich? Niemand fiel tot um - auch nicht vom Placeboeffekt. "Placebo" heißt übrigens "Ich werde gefallen" ...

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ackermart 04.06.2019, 13:56
107. Keine Sorge ...

, denn die nicht nur eingebildete Wirkung von homöopathischen Mitteln ist genauso wirklich wie die Einbildung von Nebenwirkungen "wirklicher" Mittel. Eine Scheidung von Schaden und Nutzen wäre also nur dank der nicht eingebildeten Nebenwirkungen von "wirklichen" Mitteln zu ermitteln, was aber zugegeben schon rein statistisch für deren größere Wissenschaftlichkeit spricht. Immerhin kann man die Nebenwirkungen letzterer ja weitgehend nebenwirkungsfrei mit ersteren therapieren.

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Tilmann Betsch 04.06.2019, 13:56
108. Ins Knie geschossen

Die Homöopathieindustrie will juristisch gegen wissenschaftliche Erkenntnisse vorgehen. Das ist nicht nur dreist sondern dumm.
Homöpathie ist nach wissenschaftlichen Kriterien unhaltbar. Die theoretischen Annahmen sind grober Unfug. Die Empirie zeigt: Globuli helfen nicht über Zufalls- und Placeboffekte hinaus. Wer den Fake juristisch zum Fact machen will, schießt sich selbst ins Knie.

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g_bec 04.06.2019, 14:05
109. Passiert

Ganz davon abgesehen, dass Homöopathie Unfug ist, was passiert eigentlich, wenn derdiedas Abgemahnte der Firma innerlich einen Stinkefinger zeigt und gar nicht auf die Abmahnung reagiert und das Schreiben mit fröhlichem Grinsen in der blauen Tonne entsorgt? Verklagt Hevert dann die betreffende Person? Und hätte das Aussicht auf Erfolg?

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