Forum: Gesundheit
Glyphosat im Urin: Panikmache auf Verbraucherkosten
DPA

Umweltschützer haben im Urin von Kindern und Erwachsenen Glyphosat gefunden. Experten überrascht das nicht. In der Diskussion um mögliche Gesundheitsgefahren verstärkt die Untersuchung diffuse Ängste.

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vox veritas 04.03.2016, 17:48
1.

"Grundlage für die Aussagen ist eine Untersuchung der Bürgerinitiative landwende.de und der Bioladenkette "Basic". Diese hatten Urinproben von gut 2000 Freiwilligen auf Rückstände des umstrittenen Unkrautvernichters analysieren lassen. Die Probanden mussten die Untersuchung selbst bezahlen. "

Ich nehme mal an, daß diese Leute sich in erster Linie affin für Biolebensmittel sind. Warum sonst sollte man die Kosten auf sich nehmen, um einen Standpunkt zu beweisen.

Ich frage mich allerdings, was diese Leute wohl gegessen haben könnten, um die genannten Werte zu erreichen. Biolebensmittel sicherlich nicht. Oder vielleicht doch?

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Maverlized 04.03.2016, 17:52
2. Die WHO -

Einschätzung wollen Sie wohl nicht wahrhaben?
"Wahrscheinlich Krebserregend" reicht offensichtlich nicht, um prophylaktisch einzuschreiten - bevor die ersten Geschädigten - pardon: Beweise - endgültig Klarheit geben.
Aber wir betreiben ja auch weiter fleißig Atomkraftwerke - solange, bis uns eines um die Ohren fliegt.
Und wir verfeuern weiter Kohle, bis die Ersten Küstenstätte absaufen oder von Twistern der Kategorie 6 weggeblasen werden.
"Gratuliere" zu diesem typischen, den menschlichen Geist widerspiegelnden Artikel!

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bobrecht 04.03.2016, 18:00
3. Was denn nun?

Kann man Glyphostat-Bier und Glyphostat-Wein jetzt bedenkenlos trinken oder doch nicht? Auch dieser Artikel sagt mir nix Genaus nicht. Ist das Zeug vielleicht gar gut für uns und die Umwelt? Einfach weiter wie bisher? Bayer und Co. würde das bestimmt sehr freuen aber mir wäre grundsätzlich reines Wasser, reines Bier und reiner Wein dann doch lieber.

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Velociped 04.03.2016, 18:01
4. kein Vorsorgeprinzip

Glyphosat ist nicht unbenklich, wird aber so eingesetzt. Weder ist es notwendig noch wird der Einsatz auf ein Mindestmaß optimiert. Vielmehr wird der Einsatz ausgeweitet. Nicht nur "Unkräuter" werden damit vernichtet, sondern auch die ganz normalen Weizenhalme. Dadurch reift der Weizen gleichmäßiger. Allerdings ist hier die Grenze zum "unsachgemäßen Einsatz" sehr nah - um nicht zu sagen meist überschritten. Gespritzt wird dazu nämlich kurz vor der Ernte, so dass das Glyphosat keine Zeit mehr hat sich abzubauen oder in Grundwasser und Boden ausgewaschen zu werden. Daher steigt die Glyphosat-Belastung und auch die Pseudo-Glutamat-Unverträglichkeit, die teilweise eine Reaktion auf Glyphosatrückstände sein dürfte. Als Konsequenz werden Grenzwerte heraufgesetzt und Genehmigungen für viele Jahre verlängert.
Übrigens nach TTIP wird die EU Schadensersatzpflichtig, falls sie vor Ablauf der 15jährigen Genehmigungsdauer die Genehmigung entziehen muss und die Gründe dafür bei Erteilung der Genehmigung schon bekannt waren aber ignoriert wurden. D.h. hier führt Korruption zu einer erschlichenen Genehmigung im Anschluss daran dann zu "Schadensersatz" über die Schiedsgerichte.

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MatthiasPetersbach 04.03.2016, 18:02
5.

Nun, ne reelle Risikoeinschätzung beim normalen Menschen funktioniert eben nicht. Deshalb gibts Flugangst, Angst vor Haien, Flüchtlingen und vor Krebsbier.

Entsprechende Vorfälle gibt es, klar - und alle sind unschön und gehören abgeschafft resp. vermieden. Aber sie kommen in so einem vernachlässigbaren Maße vor, daß jedes Treppensteigen und jeder Autokilometer deutlich risikobehafteter ist.

Das nehmen wir nur anders wahr.

4 Wochen RTL- und BILD- Berichte über Jugendkriminalität und kein Mensch traut sich mehr über die Straße. Statistisch gesehen nimmt das trotzdem ab.

Wie gesagt - wir können das nicht, Gefahren reel bewerten. Gibt irgendeinen wissenschaftlichen Namen dafür.

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schwaebischehausfrau 04.03.2016, 18:02
6. Bischen einseitig, oder??

In den vielen Berichten über massive Glyphosat-Verwendung mit Sprühflugzeug-Einsatz z.B. beim Soja-Anbau in Argentinien , und massiv angestiegenen schweren Erkrankungen bei in der Nähe lebenden Menschen und neugeborenen Kindern, konnte man einen ganz anderen Eindruck gewinnen , zu auffällig war demnach die Kausaliät zwischen den gesprühten Giften und den Erkrankungen. Gerade im Zusammenhang mit Glyphosat von "Panikmache" zu sprechen ist schon bemerkenswert.

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robinlott 04.03.2016, 18:03
7. Was muss eigentlich passieren?

Da werden Giftstoffe im Urin nachgewiesen, Giftstoffe, die ganz klar und einzig und allein vom Menschen in dan natürlichen Kreislauf eingebracht werden. Glyphosat wird in Deutschland breit angewendet.
Es findet sich augenscheinlich in den Körpern eines großen Teils der Bevölkerung.
Das bedeutet doch, dass dieses Gift breit in der Umwelt verteilt und ganz offensichtlich lange nachzuweisen ist.
Das zu bagatellisieren ist dumm bis äußerst dumm.
Warum muss der Nachweis der Kanzerogenität ("verursacht Krebs") erst eindeutig bewiesen werden, bis man Bedenken anmeldet. Es müsste bei einem Stoff, der so breit angewendet wird, anders herum sein: die Unbedenklichkeit muss bewiesen werden, bevor man ihn einsetzt. Was, wenn dann doch die krebsverursachende Wirkung bewiesen wird? Dann ist es breit in der Natur und der ganzen Bevölkerung verteilt und man bekommt es über Jahre, vielleicht Jahrzehnte, vielleicht nie wieder raus.
Es ist ungeheuerlich, wie ein Hersteller von Gift es immer wieder schafft, sich gegen jeden Menschenverstand durchzusetzen.
Glyphosat hat noch eine ganze Menge mehr nachhaltig negativer Folgen. Es scheint u. a. so zu sein, dass der langfristige Ertrag der Äcker eher zurück geht. In der Gesamtschau kommt man bei ehrlicher Betrachtung jedenfalls nicht um die Erkenntnis herum: das Zeug gehört verboten und weg! Und das dringend.

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Abel Frühstück 04.03.2016, 18:03
8.

Der Rund-um-Killer Glyphosat funktioniert landwirtschaftlich ertragssteigernd nur mit den exakt auf den Giftstoff abgestimmten und dazu gentechnisch veränderten Pflanzen. Mit anderen Worten: Man kann dabei zweimal verdienen. Am Herbizid und an den resistenten Pflanzen. Zu gewinnbringend als daß man "nur gutes" über Glyphosat hören würde.

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bürger_prollmann 04.03.2016, 18:03
9. Wem nützt dieser Artikel?

Grenzwerte gibt es ganz gewiß nicht grundlos. Zu oft wurde in der Vergangenheit dieses oder jenes verharmlost und heruntergespielt.

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