Forum: Gesundheit
Glyphosat im Urin: Panikmache auf Verbraucherkosten
DPA

Umweltschützer haben im Urin von Kindern und Erwachsenen Glyphosat gefunden. Experten überrascht das nicht. In der Diskussion um mögliche Gesundheitsgefahren verstärkt die Untersuchung diffuse Ängste.

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regelaltersrentner 04.03.2016, 18:40
40. Sikkation ist nur in Ausnahmefällen erlaubt,

Zitat von peter_rot
Das Problem ist das Abspritzen von Getreide mit Glyphosate zur Erleichterung der Ernte. Dadurch kommen hohe Mengen des Wirkstoffs ins Getreide (10 mg/kg sind erlaubt). Vom Getreide gelangt der Wirkstoff ins Brot und schon ist er auch im Urin. Auch ich halte Glyphosate nicht für giftig - aber diese Anwendung (Sikkation) ist eigentlich vollkommen unnötig.
Bei Braugerste ist es in Deutschland verboten.

Vielleicht sollte man bei der ausländischen Braugerste mal nachfragen, wie es dort gehandhabt wird?

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taglöhner 04.03.2016, 18:40
41. Dreist

Zitat von lantelme.import
In Frankreich sind die Folgen von diesem Teufelszeug bei Landwirten als Berufskrankheiten anerkannt. Meist geht es um Krebs.
Eine Quelle dazu?

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Reza Rosenbaum 04.03.2016, 18:41
42. Sikkation

Zitat von peter_rot
Das Problem ist das Abspritzen von Getreide mit Glyphosate zur Erleichterung der Ernte. Dadurch kommen hohe Mengen des Wirkstoffs ins Getreide (10 mg/kg sind erlaubt). Vom Getreide gelangt der Wirkstoff ins Brot und schon ist er auch im Urin. Auch ich halte Glyphosate nicht für giftig - aber diese Anwendung (Sikkation) ist eigentlich vollkommen unnötig.
Glyphosat ist in der Sikkation grundsaetzlich verboten, es gibt aber einige Ausnahmen, zum Beispiel dann, wenn eine Ernte ohne Unkrautvernichtung nicht moeglich ist. Ob das nun immer so eingehalten wird, steht natuerlich auf einem anderen Blatt. Es gibt auch Wartezeitenregelungen, die die Belastung mit Glyphosat senken sollen. Die Frage ist natuerlich, wer prueft sowas nach, und was passiert denn einem Landwirt, der beim Mogeln erwischt wird?

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dernordenrockt 04.03.2016, 18:41
43. An alle Panikpriester:

lest bitte mal hier nach: http://www.pnas.org/content/87/19/7777.full.pdf
dann denkt nach, geht in Euch und gut ist!

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J.Boehrer 04.03.2016, 18:42
44.

Zitat von schwaebischehausfrau
In den vielen Berichten über massive Glyphosat-Verwendung mit Sprühflugzeug-Einsatz z.B. beim Soja-Anbau in Argentinien , und massiv angestiegenen schweren Erkrankungen bei in der Nähe lebenden Menschen und neugeborenen Kindern, konnte man einen ganz anderen Eindruck gewinnen , zu auffällig war demnach die Kausaliät zwischen den gesprühten Giften und den Erkrankungen. Gerade im Zusammenhang mit Glyphosat von "Panikmache" zu sprechen ist schon bemerkenswert.
In Argentinien werden noch ganz andere bei uns schon lange verbotenen Mittel eingesetzt. Und Flugzeugspritzungen gibt es bei uns auch nicht. Machen Sie sich erstmal mit den Begriffen Microgramm und Nanogramm vertraut, bevor Sie hier vergleichen.

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Rotauge 04.03.2016, 18:43
45. oh lala

Zitat von rolf.piper
besitzt rudimentäre Kenntnisse in Chemie und/oder Biologie. Diejenigen, die diese Untersuchung durchführten, sind mit Sicherheit hochqualifizierte Wissenschaftler auf dem Fachgebiet. Also, welcher Konzern hat Spon gedroht, den Finanzhahn zuzudrehen, falls nicht "ausgewogen" berichtet wird?
heute malKlartext,das freut mich,so kann der Sonntag kommen.

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hmnaja 04.03.2016, 18:44
46. Molmasse

Der Artikel ist laut Überschrift eine Analyse der Autorin, die Redatkeurin im Resort Wissenschaft und Gesundheit ist.
So nun schreibt Sie fast ganz richtig, dass der Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung für Pflanzenschutzmittel Wirkstoffe an der Bestimmungsgrenze der damaligen Analysenverfahren festgelegt wurden. Es war glaube ich Ende der 1980er Jahre .
Aber dann zu schreiben, dass kein Molekul des Stoffes im Wasser nachgewiesen werden durfte ist inhaltlich falsch und suggeriert auch etwas falsches. Die Nachweisgrenze liegt deutlich unter der Bestimmungsgrenze aber es werden immer noch die Schadstoffmoleküle nachgewiesen, man kann sie nur nicht genau quantifizieren. Das ist der Unterschied. Erst ab der Bestimmungsgrenze ist der Schadstoff mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit quantifizierbar. Aber nun kommen wir zur Anzahl der Moleküle, Gylphosat hat eine Molmasse von rund 170 g/mol. Wenn jetzt Glyphosat im Bereich der damaligen Nachweisgrenze von 0,01 µg/l gefunden wird, dann enthält die Probe noch rund 10 hoch 13 Molekule pro Liter.
Dem Labor einen Interessenkonflikt zu unterstellen, das kann man machen. Allerdings ist das Labor akkreditiert, und dann eine Einflussnahme zu unerstellen ist heikel. Auch die Formulierung mitbegründet, lässt vollkommen offen, ob dieser Konflikt heute noch besteht. Wieder wird hier etwas fein suggeriert, anstatt einfach zu recherchieren.
Den Konlikt zwischen BFR und IARC mit keinem Ton zu erwähnen, auch nicht die entsprechende Expertenkommission des Bundestages ist schon mehr als ignorant. Die IARC bewertet Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend. Ich empfehle mal die STellungnahmen der Experten der Kommission im Bundestag zu lesen. Dann kann man sich über das Gutachten des BFR zu Glyphosat selber ein Bild machen.

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regelaltersrentner 04.03.2016, 18:44
47.

Zitat von fraumarek
Ich will - verdammt noch mal - keine Pestizide in meinem Essen haben. Auch kein Glyphosat. Das Zeug gehört verboten, ohne wenn und aber. Alles andere sind nur Profitinteressen der Bauern und der Pestizidhersteller.
Man muss sich das mal vorstellen, da verlangen die Bauern Lohn für ihre Arbeit, unglaublich.

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taglöhner 04.03.2016, 18:46
48. Wissen und Wollen

Zitat von ehst
sondern eher dieser Artikel. Denn sollte sich der Verdacht, dass Glyphosat Krebs verursacht bestätigen, dann sind alle bisherigen Grenzwerte für diesen Stoff Makulatur. Und dass das Zeugs inzwischen buchstäblich überall drin ist, wäre dann ausgesprochen beunruhigend.
Die Toxizität von Glyphosat liegt deutlich unter der von Kochsalz.

Kanzerongenität ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

Zweifelsfrei nachgewiesen ist diese beispielsweise für Sonnenlicht, Pyrrolizidinalkaloide in Kräutertees und Honig (selbstverständlich auch Bio), Anisöl und viele andere Substanzen in unserer Nahrung.

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Medianet 04.03.2016, 18:47
49. noch weniger

Zitat von rolf.piper
besitzt rudimentäre Kenntnisse in Chemie und/oder Biologie.
Irre..wer heutzutage solche Artikel schreiben darf.
Weltweit sind bauern, die da szeug spritzen schwer erkrank aber hier haben wir eine ganz besonders schlaue Journalistin.. Ahnung in Bio und Chemie NULL

Julia Merlot, Jahrgang 1988, ist geboren und aufgewachsen in einer hessischen Kleinstadt. Als Kind wollte sie unbedingt Walforscherin werden ("Free Willy" war schuld), hat nach dem Abitur dann aber doch Wissenschaftsjournalismus in Darmstadt studiert. Es folgten Praktika und die freie Mitarbeit beim "ZEIT Wissen Magazin", "Hamburger Abendblatt", bei "GEO WISSEN" und im Wissenschafts- und Gesundheitsressort von SPIEGEL ONLINE. Seit März 2014 ist Julia Merlot Redakteurin bei SPIEGEL ONLINE im Ressort Wissenschaft und kümmert sich dort um den Schwerpunkt Biochemie. Für das Gesundheitsressort stellt sie in der Kolumne "Mythos oder Medizin" regelmäßig alltägliche Gesundheitstipps auf den Prüfstand.

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