Forum: Gesundheit
Grafik des Tages: So viel bringt das Mammografie-Screening
DER SPIEGEL

Um die regelmäßige Brustkrebs-Vorsorge wird heftig gestritten: Kann das Screening tatsächlich Leben retten - oder schadet es mehr Frauen? Was davon stimmt, zeigt unsere Infografik.

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kumi-ori 24.07.2014, 16:14
1. Das ist Quatsch

Zitat von sysop
Zudem kann die Mammografie Schaden anrichten, nämlich wenn gesunde Frauen einen falschen Befund bekommen und unnötigerweise behandelt werden.
Keine Frau wird allein auf Grund des Mammographie-Ergebnisses behandelt. Bei vielen Frauen wird in der Mammographie ein verdächtiger Befund erhoben. Der wird aber erst einmal abgeklärt und erst dann, wenn eine eindeutige Diagnose vorliegt, werden die Patientinnen operiert.

Dasselbe Problem würde sich übrigens bei jeder Brustkrebsvorsorge stellen. Auch beispielsweise das Abtasten liefert noch keine eindeutige Krebsdiagnose, sondern ein verdächtiger Knoten müsste erst genau untersucht werden, bevor man Schritte ergreift. Der einzige Unterschied ist der, dass man beim Abtasten nur Knoten in der Peripherie findet, während die Mammographie auch solche aus dem Inneren des Gewebes ans Tageslicht bringt.

Insofern müsste man bei dieser Logik auch vor der Untersuchung durch Abtasten und am besten vor jeder Krebsvorsorge warnen. Selbst wenn der Tumor so groß ist, dass er schon sichtbar hervortritt, könnte es sich noch um eine Zyste oder ein harmloses Fibroadenom handeln.

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kumi-ori 24.07.2014, 16:20
2. Glauben diese Frauen auch, ...

Zitat von sysop
30 Prozent der Befragten glaubten demnach, dass eine Mammografie vor Brustkrebs schützt.
... dass das Röntgen von Arm- oder Beinknochen vor Knochenbruch schützt?

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medi_ 24.07.2014, 16:46
3. Was will der Spiegel eigentlich?

Nachdem vorgestern die Koronarinterventionen für 1.) zu häufig durchgeführt und 2.) zusammenfassend unnütz erklärt wurden, ist jetzt die Mammographie dran? Morgen werden dann Schutzimpfungen für überflüssig erklärt? Was will der Spiegel damit erreichen? Leute verunsichern?
Lange Jahre klinischer Erfahrung und umfangreiche epidemiologische Daten werden so einfach ignoriert?

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stabilo 24.07.2014, 16:59
4. Informative Grafik

Verstehe ich die Grafik richtig? In beiden Gruppen sterben jeweils 21 Frauen innerhalb von 10 Jahren an Krebs? An welchem Krebs stirbt die eine Frau, die aufgrund der Mammografie keinen Brustkrebs bekommt ?

Also, irgend etwas stimmt da nicht…

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lenaddorf 24.07.2014, 17:03
5.

Meiner Mama wurde dadurch wohl möglich das Leben gerettet!

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lieselumpi 24.07.2014, 17:06
6. ...und es hilft doch...

den Pharma-, Aertze- und Krankenkassenunternehmen.
Ich bin nur erstaunt, wieviele Frauen das so gläubig hinterherlaufen, statt sich selber zu informieren.
Meine eigene "Studie" hat das bestätigt, was ich immer gesagt habe: Alle meine Freundinnen mit Hormonen und Screening sind entweder tot (3) oder verstümmelt (2). Ich persönlich hielt und halte weder von Hormonen noch Screening etwas, allerdings vom Hinterfragen und Informieren und auch den Gyn wechseln, wenn der das nicht versteht. Bin noch ganz und gesund. Ich empfehle mal die Lektüre aus der Sience "The Million Women Study".

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krassopoteri 24.07.2014, 17:09
7.

Zitat von medi_
Was will der Spiegel damit erreichen?
Er will die Patienten vor Überdiagnostik und den damit verbundenen "Unannehmlichkeiten", besser Gesundheitschäden warnen.

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krassopoteri 24.07.2014, 17:11
8.

Zitat von lenaddorf
Meiner Mama wurde dadurch wohl möglich das Leben gerettet!
Eben, wohl möglich oder auch nicht.
Jetzt hat sie wohl möglich ein psychologisches Problem, welches sie vorher nicht hatte.

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mains 24.07.2014, 17:34
9. Der Fehler

an der der Grafik: Der Sinn des Brustcreenings ist es doch, Krebs frühzeitig zu erkennen. Die Grafik gibt darüber aber keine Informationen. Lediglich wird eine Fehlerquote von 10% bescheinigt. Interessant und insbesondere relevant wäre stattdessen gewesen, wie hoch die Erfolgsquote des Screenings im Krebsfall ist, denn nur daran ist ersichtlich, ob das Screening als Früerkennungsmethode dient.

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