Forum: Gesundheit
Großbritannien: Gesundheitsdienst bezeichnet Homöopathie als "grundlegend fehlerhaft"
Owen Humphreys/ REUTERS

Die Direktoren des britischen Gesundheitssystems NHS sehen die Akkreditierung von Homöopathen kritisch: Es werde der falsche Eindruck erweckt, man könne deren Angeboten vertrauen.

Seite 1 von 10
oli1893 29.10.2019, 13:22
1. Gegenwind

International gibt es scheinbar immer mehr Gegenwind. Unsere Kinderärztin wird es freuen, führt sie doch schon länger einen leidenschaftlichen Kampf gegen die Homöpathie - eben weil es nichts bringt.

Beitrag melden
c.PAF 29.10.2019, 13:40
2.

Ich bin derselben Meinung, auch wenn ich vom NHS rein garnichts halte.

Für den NHS ist zum Beispiel Borreliose nicht existent. Gibt es nicht und wollen sie nicht kennen. Ich gibt keine Möglichkeit, sich in GB auf Borreliose testen zu lassen.
Die Betroffnen, die teilweise unter extremen Schmerzen leiden, kommen deshalb oft nach Deutschland, um sich bei uns behandeln zu lassen - sofern sie das Geld dazu haben.

Beitrag melden
permissiveactionlink 29.10.2019, 13:53
3. 63650 Euro für Globuli

im gesamten Großbritannien ? Da ist mancher Luxuswagen teurer. Ich bin strikt gegen eine Verschreibung dieser exorbitant überteuerten Zückerchen ohne Wirkung, die über den Placeboeffekt nicht hinausgeht, auf Kosten des Solidarsystems. Aber man muss auch einmal die Relationen wahren. Wieviel Schaden hat Verkehrminister Scheuer eigenmächtig dem deutschen Steuerzahler und Fiskus für die nächsten 15 Jahre verursacht ? 500 Millionen Euro, oder mehr ? Die Ausgaben für Homöopathische Mittel in Großbritannien sind doch allenfalls in homöopatischen Spuren vorhanden ! Außerdem war Christian Friedrich Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, ein deutscher Arzt, was auf der britischen Insel wegen des dort üblichen Deutschen-Bashings nicht gerade verkaufsfördernd für Globuli sein dürfte.

Beitrag melden
m.m.s. 29.10.2019, 13:56
4. Verwalter des Mangels mit Ideologieansatz

Als Verwalter des Mangels des staatlichen Gesundheitsservice NHS kann Herr Stevens nur auf noch mehr Einsparmöglichkeiten schauen, nachdem Mitarbeiter entlassen und durch weniger qualifizierte ersetzt wurden, Faxgeräte entfernt wurden, Laserdrucker reduziert wurden, und selbst Kardiologische Kinderkliniken geschlossen werden sollten. Da sind natürlich 50.000,- Pfund eine ganz wichtige, ideologische Größe im Kampf um die positivistische Weltdeformation, wenn das NHS im Jahr für Medikamente 16.000.000.000,- (16 Mrd.) Pfund ausgibt. Natürlich schnellen da die Kompensationszahlungen, Schmerzensgeld, etc. wegen der Kunstfehler inzwischen in die Höhe, was dem guten Mann entfallen zu sein scheint. Auch die nette Begründung "Deren Wirkung sei "bestenfalls die eines Placebos"" ist nicht Evidenzbasiert, sondern aus der Fantasie herbeigezogen. Placebo-Effekt gibt es nicht, denn der Effekt eines Placebo ist genau Null.

Beitrag melden
fritz.neffke@web.de 29.10.2019, 14:00
5. Noch ein Angriff

der Spiegel verbeißt sich regelrecht in das Thema Homöopathie ohne weiterhin zur Kenntnis zu nehmen, dass die Homöopathie in Deutschland millionenfach erfolgreich eingesetzt wird.

Beitrag melden
Sanssouci 29.10.2019, 14:05
6. Ernsthafte Bedenken sind sehr gut

Schön, dass nun auch in Großbritannien die Gewissheit reift, dass Homöopathie wirklich der reinste Unfug ist und in keinster Weise von der Allgemeinheit unterstützt bzw. finanziert werden sollte.
Die Engländer haben den Scharlatan Bach von den Bachblüten, die Deutschen ihren Samuel Hahnemann.
Wenn in anderen Ländern diese vermeintliche Medizin höchstens noch den Status eines Nahrungsergänzungsmittels hat, erkennen es hierzulande die Entscheidungsträger hoffentlich auch igendwann.
Die Hoffnung stirbt nie.

Beitrag melden
1qayßpl, 29.10.2019, 14:06
7. noch nicht

Wenn man in den Satz: Die Wirkungsweise der Homöopathie ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, das kleine Wörtchen noch einfügt, verändert sich die Sicht grundlegend. Die Wirkungsweise der Homöopathie ist wissenschaftlich noch nicht nachvollziehbar. Richtig. Aber - ist denn die Wissenschaft ausgerechnet heute am Ende ihrer Erkenntnismöglichkeiten angelangt? - Jeder seriöse Wissenschaftler weiß, das wissenschaftliche Erkenntnis immer nur vorläufig ist. Die millionenfachen Erfolge der Homöopathie zeigen sich seit zweihundert Jahren in ihrer praktischen Anwendung weltweit. Diese Evidenz zu leugnen, ist schlicht unwissenschaftlich. Warum kann man etwas, das offensichtlich vielen hilft und offensichtlich Niemandem schadet, nicht einfach gelten lassen? -

Beitrag melden
permissiveactionlink 29.10.2019, 14:09
8. #2, c.PAF

Ihre Behauptungen sind völlig aus der Luft gegriffen und haben nichts mit der Realität zu tun. In Großbritannien wird die Zeckenborreliose genauso mit Antibiotika behandelt wie im restlichen Europa. Nachlesen können Sie das gerne auch : "Concern about rise in UK Lyme disease cases-NHS" und "Lyme disease symptoms & treatments - illnesses and conditions | NHS-inform". In Großbritannien wird diese Erkrankung keineswegs ignoriert, wie Sie behaupten, und es muss auch niemand auf den Kontinent fliehen, um sich behandeln zu lassen. Selbst die eingesetzten Antibiotika unterscheiden sich nicht von denen, die wir gegen Borrelia burgdorferi einsetzen.

Beitrag melden
cobaea 29.10.2019, 14:19
9.

Zitat von 1qayßpl,
Wenn man in den Satz: Die Wirkungsweise der Homöopathie ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, das kleine Wörtchen noch einfügt, verändert sich die Sicht grundlegend. Die Wirkungsweise der Homöopathie ist wissenschaftlich noch nicht nachvollziehbar. Richtig. Aber - ist denn die Wissenschaft ausgerechnet heute am Ende ihrer Erkenntnismöglichkeiten angelangt? -
Okay. Dann warten wir doch, bis die Wirkung homöopathischer Mittel wissenschaftlich und evidenzbasiert nachgewiesen ist. Genau ab dem Moment zahlen dann auch alle Kassen alle homöopathischen Behandlungen. Bis dahin zahlt jedeR seine Globuli selbst.

Beitrag melden
Seite 1 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!