Forum: Gesundheit
Hanf auf Rezept: Krankenkassen bewilligen Mehrzahl der Cannabis-Therapien
AP

Chronische Schmerzen, Krebs oder Aids: Ärzte dürfen schwerkranken Patienten in Deutschland Cannabis verschreiben. Krankenkassen übernehmen die Kosten mittlerweile viel häufiger als gedacht.

El_Brain 28.12.2017, 21:00
1.

Nicht die Bundesregierung sondern im Prinzip nur die CDU lehnt Cannabis ab. Es ist Zeit diese laufende Inkompetenz von Marlenen Mortler zu ersetzen!

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chris1910 29.12.2017, 23:08
2.

Vielen dank CDU, dass man Jugendschutz so Ernst nimmt! Es ist eine so gute Lösung, denn Schwarzmarkt so frei zu lassen, so dass jeder an Cannabis ran kommt, auch Jugendliche! Jugendschutz kann es nur geben, wenn der Schwarzmarkt nicht mehr,in dem Maße,existiert und das gibt es nur dann, wenn es einen kontrollierten Verkauf gibt. Wie kann man so sehr die Augen verschließen und nicht akzeptieren, dass man falsch liegt liebe CDU?

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ewert 29.12.2017, 02:12
3. Die Ergebnisse zu den einzelnen Krankheiten im Detail

... sind wenig hilfreich, weil sie ausschließlich Doppleblind-Studien einbezieht, und richtig, diese sind rar gesät. Hier muss man aktuell noch fallbasierte Studien hinzuziehen oder auf Einzelfälle verweisen, wie damals der zu Glaukom bei einer Rentnerin im Raum Idar-Oberstein, den ich damals dem heutigen Noch-Gesundheitsminister Gröhe weiterreichte mit der Maßgabe einer Gesetzesanpassung. Ja, sie war austherapiert und nein, sie wurde vor Gericht wg. illegalem Eigenanbau verurteilt. Und so zieht sich das durch.
Und gerade bei vielen seltenen Erkrankungen zB des Nervenbereichs bietet sich Cannabis an und man riskiert nur geringe bis steuerbare Nebenwirkungen ohne Organe zu schädigen. Klinische Studien wird es dort kaum geben, dafür sind diese Krankheiten zu selten.
In Israel werden aktuell 28.000 Patienten mit Cannabis therapiert, da ist hier noch eine erhebliche Steigerung möglich.

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MikelFriess 29.12.2017, 10:34
4. Studie?

"Eine kürzlich veröffentlichte Studie habe die Risiken des Cannabis-Konsums zu Rauschzwecken erneut bestätigt, so die Regierung." ?
Aber saufen dürfen wir? Wer bestreitet denn Risiken bei der Einnahme von Rauschmitteln? Natürlich gibt es die. Warum es aber eine willkürliche Trennung gibt, die im Prinzip besagt: "Leberzyrose, Abhängigkeit und Herzkreislauferkrankungen sind ok, seltenes Auftreten von Psychosen nicht", erschließt sich mir nicht.

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derpif 29.12.2017, 12:01
5.

Ist ja richtifg das Kinder und Jugendliche geschützt werden sollen, wie auch vor tausend anderen Sachen. Ich als Erwachsener muss nicht geschützt werden, was auch erwiesen ist Ich muss mir nicht sagen lassen was ich mit meinem Körper mache, der Versuch ist eine Frechheit. Das geht die Regierung nichts, aber auch gar nichts an, ist nicht ihre Entscheidung.

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ewert 29.12.2017, 16:25
6. Risiken und Nebenwirkungen im Vergleich

Zitat von MikelFriess
Wer bestreitet denn Risiken bei der Einnahme von Rauschmitteln? Natürlich gibt es die.
Auch im Vergleich zu FREI in der Apotheke verfügbaren Schmerz- und Entzündungshemmern wie Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol, ASS schneidet Cannabis hinsichtlich einer tödlichen Überdosierung und auch hinsichtlich von Organschädigungen besser ab.

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practicus 31.12.2017, 22:09
7. häufiger als gedacht?

Ich habe bisher vor allem erlebt, dass Krankenkassen gegen das Gesetz darauf bestehen, dass konventionelle Therapien ausgeschöpft sein müssen - und fordern wissenschaftliche Studiien als Beleg für die "nicht ganz fern liegende Aussicht auf Besserung"... die Politik hat schlicht vergessen, die Regeln für die "off-label-Verschreibung" in den Arzneimittelrichtlinien (AMR) des gBA anzupassen. Die wenigen anerkannten "harten" Indikationen sind kein Problem - wohl aber die ganzen "weichen" Indikationen. Ich verschreibe in meiner Praxis kein Cannabis - mir ist das Regressrisiko und der unbezahlte Antrags- und Dokumentationswust einfach zuviel.

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psychodiver1980 27.01.2018, 13:24
8. Begründete Ablehnung oder Wahlkampfdenken ?

Klar, Jugendliche sollen nicht Kiffen. Ist aber derselbe Grundgedanke wie mit dem Alkohol oder den Zigaretten. Sie sollen nicht, machen es aber dennoch. Dass gerade jene beiden Mittel weit schädlicher als Gras sind, ist allgemein bekannt, interessiert aber von Seiten der Regierung scheinbar gar keinen, da es etabilierte Größen in der Wirtschaft sind.

Ich habe zumeist den Eindruck, dass eine Legalisierung von vorneherein ausgeschlossen wird, da die primären Parteien ihre alteingesessenen Stammwähler nicht vergraulen wollen (obwohl man mit solch einem Schritt durchaus eine recht hohe Anzahl an Jungwählern ansprechen könnte). Nun, was möchte man denn schon von einer Regierung erwarten die nur so darum bemüht ist Risiken zu meiden.

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ramisa 01.11.2019, 09:40
9.

Laut dem jüngsten Bericht der National Organization of Reforms of Marijuana Law gibt es mehr als 14 Millionen Amerikaner, die regelmäßig CBD rauchen. Das bedeutet, dass Marihuana oder CBD das am dritthäufigsten verwendete Medikament in Amerika ist.

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