Forum: Gesundheit
"Hart aber fair" zur Zwei-Klassen-Medizin: Jens Spahn zum Realitätscheck, bitte
WDR/Oliver Ziebe

Frank Plasberg will vom neuen Gesundheitsminister wissen, was sich für Kassenpatienten bessere. Das lässt Jens Spahn offen. Dafür zeigt sich: Er kann sich kaum vorstellen, was es bedeutet, monatelang auf einen Arzttermin zu warten.

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playintime 20.03.2018, 08:35
100.

Zitat von hermanngaul
die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt bei Beschwerden (es sei denn sie Beschwerden sind lebensbedrohlich, dann kommt der Notarzt). Da kommt man in der Regel am gleichen Tag hin und wenn der Hausarzt es für indiziert hält bekommt der Patient auch am gleichen Tag einen Termin beim Facharzt. Dann rufe ich schnell beim Kollegen an und schicke den Patienten los. Völlig egal, welche Versicherung. Damit das so auch in Zukunft funktioniert kann der Kollege nicht jeden direkt dran nehmen, der von sich aus anruft und eine Vorstellung unmittelbar verlangt. Man muss nicht mit Rückenschmerzen seit 2,3 Tagen direkt zum Orthopäde oder mit Husten seit einer Woche zum Lungenarzt oder Halsweh zum HNO. Wenn es wirklich notwendig ist bekommt man in Deutschland ratz fatz jeglichen Facharzt zu sehen. Der Weg geht halt über den Hausarzt.
Ich mache es so wie sie beschreiben. Ich gehe erst immer zur meine Hausärztin. Bekomme ich eine Überweisung und wie sie schreiben, wenn ich mich darum kümmere, noch am gleichen Tag einen Facharzttermin. Dann muss ich nur noch ein bis 6 Monate, je nach Facharzt, warten und schon darf ich zu ihm.

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Kein Besserwisser 20.03.2018, 08:35
101. es ist schon sehr traurig,.....

dass heutzutage derjenige Regierungsverantwortung übertragen bekommt, der sie a( nicht ausfüllen kann oder will und b) für sein Unvermögen ein Wahnsinnsgehalt und andere Annehmlichkeiten kassiert.
Dazu gehört auch ein Herr Spahn.
Wenn Herr Spahn Verantwortung zeigen möchte, dann sollte er schleunigst dafür sorgen, dass es im Bereich der Krankenversicherung gerecht zu geht - und nicht nach ausreden suchen, warum es angeblich gerecht zugeht. Dazu gehört auch, dass er Pfründe der Beamten, sprich Krankenversicherung auf Bürgers Steuerkosten, ohne wenn und aber abschafft!

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romeov 20.03.2018, 08:35
102. Das Kastensystem bleibt bestehen

...wir lassen uns jedes, noch so halbgare Zeitgeistproblem aufschwätzen, während wir noch in einem veralteten Kastensystem leben. Offensichtlich sind wir unfähig das zu ändern, wir nehmen es sogar hin, dass Frau Merkel die Chuzpe hat, diesen kalten Karrieristen als Gesundheitsminister zu installieren.

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Paddel2 20.03.2018, 08:39
103. Rechtliche Fragen

Was mich wundert: man zahlt als gesetzlich Versicherter hohe Beiträge in die Kasse ein. Wenn man dann praktisch keinen Termin bekommt, müsste man doch von der Kasse verlangen können, dass sie einen Termin ermöglicht. Anderweitig sollte man doch vielleicht die letzten Beitragszahlungen zurückfordern können. Herr Spahn, nehmen sie die Kassen in die Pflicht und ermöglichen sie einen Rechtsanspruch auf eine Behandlung innerhalb von zwei Wochen. Sie werden überrascht sein, wie schnell sich Probleme in Luft auflösen können.

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hadmasufa 20.03.2018, 08:39
104.

Das Privat Versicherte mehr ins Gesundheitswesen einzahlen ist ein Märchen, im Gegenteil sie werde von den gesetzlich Versicherten im hohen Maße alimentiert.

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meinungsforscher 20.03.2018, 08:40
105. Schwach!

Sorry Herr Plasberg: aber: ganz schwache Moderation. Herr Spahn konnte einen gemütlichen Abend im Ersten verbringen. Die Probleme im Gesundheitssystem zudem nur auf die Wartezeiten zu reduzieren war zudem nicht sinnvoll. Ich arbeite in einem Krankenhaus der Grundversorgung und lade Herrn Spahn auch mal gerne ein: Unterbesetzung auf den Stationen, Bürokratismus hoch zehn, ein leer gefegter Ärztemarkt mit den bekannten Folgen (kaum deutsch sprechende Ärzte) und dazu der tägliche Kostendruck. Baustelle an Baustelle! Aber wir diskutieren ja lieber über Wartezeiten beim Facharzt!

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kub.os 20.03.2018, 08:40
106. Problembewusstsein

Wie soll Herr Spahn Probleme erkennen, die er selbst gar nicht hat? Diese Probleme werden ihm lediglich zugetragen und seine Aufgabe versteht er in erster Linie darin, die bestehenden Ungerechtigkeiten schön zu reden. Das erinnert mich schwer an einen verbeamteten Lehrerfreund, der noch neulich konstatierte, dass er noch nie eine Zweiklassenmedizin bemerkt habe. Woran das wohl liegen mag? Unabhängig davon, bin ich gespannt, wie er das Thema Pflege angesichts der hohen Verluste der Pflegekassen bedingt durch die Umstellung auf Pflegegrade, angehen will. Da muss er schon ein paar Milliarden in die Hand nehmen, die gar nicht zur Verfügung stehen.

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jjcamera 20.03.2018, 08:43
107. Ehrlich

Ganz ehrlich, ich habe in 50 Jahren als GK-Patient noch nie "monatelang" auf einen Arzttermin gewartet. Wo leben diese Leute?

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playintime 20.03.2018, 08:45
108.

Zitat von schorri
Bisher hat man Herrn Spahn nur als Lautsprecher gekannt, der sich gern (vornehmlich am Wochenende - warum wohl?) auf de Titelseite der Boulevard-Presse drängte. Nun, seit er von Frau Merkel in die Falle gelockt wurde, eine Falle, die gnadenlos offen legt, was Eine(r) so drauf hat, weiß man: Hinter dem lauten .....
Ich lese immer wieder diesen Satz: Spahn wurde von Frau Merkel in die Falle gelockt. Hey, es geht im Gesundheitswesen um kranke und zum Teil pflegebedürftige Menschen. Hier sollte eine Kanzlerin nicht einen Spahn zum Minister ernennen um ihn auflaufen zu lassen und entsorgen zu können.

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CancunMM 20.03.2018, 08:45
109.

Zitat von herbert
die Entlohnung fuer die Aerzte den privat Versicherten gleichstellen. Somit ist es dem Arzt schnuppe, ob der Patient gesetzlich oder privat versichert ist. oder morgens werden die gesetzlichen beim Arzt bedient und am Nachmittag die Privaten oder bei jedem Arzt muss man eine Nummer ziehen und private und gesetzlich Versicherte muessen sich nach dem Ablauf der Nummer richten.
Wollen Sie das mit den Nummern gesetzlich regeln ? Wie ein Arzt seine Sprechstunde organisiert ist doch ihm überlassen. Und man soll nicht glauben, dass wenn man 8 Mio. Privatversicherte in die GKV integriert, dann man auch nur einen Termin früher bekommt. Es ist ja nicht so, dass die Fachärzte in der Zeit wenn sie nicht gesetzlich versicherte Patienten behandeln in der Nase bohren.

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