Forum: Gesundheit
"Hart aber fair" zur Zwei-Klassen-Medizin: Jens Spahn zum Realitätscheck, bitte
WDR/Oliver Ziebe

Frank Plasberg will vom neuen Gesundheitsminister wissen, was sich für Kassenpatienten bessere. Das lässt Jens Spahn offen. Dafür zeigt sich: Er kann sich kaum vorstellen, was es bedeutet, monatelang auf einen Arzttermin zu warten.

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dbrown 20.03.2018, 08:46
110. Reicher Politiker

trifft normales Volk. Zwei Welten treffen aufeinander, das kann ja nicht funktionieren. Diese verwöhnten, bis ans Lebensende perfekt abgesicherten Typen wie ein Herr Spahn, haben auf Ministerposten nichts verloren, dort buckeln sie eh nur den Lobbyisten gegenüber und vermehren ihr vermögen, sonst nichts.

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meteneptun 20.03.2018, 08:48
111.

Jens Spahn ist ein ähnlicher Typ wie Martin Schulz, kurzum ein Blender. Wenn er es nicht fertig bringt, seinen Redezwang zu beherrschen, wird er wohl das gleiche Schicksal erleben.

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Palmstroem 20.03.2018, 08:48
112. Überversorgung bringt Wartezeiten

Das eigentliche Problem zeigte sich in einer Zuschauer-Mail. Da beschwerte sich eine Frau, dass die Wartezeit für ihren Termin einer MRT-Untersuchung über eineinhalb Monate sei. Nur für den Bruch ihres Mittelfußknochens wäre eine MRT-Untersuchung eigentlich gar nicht nötig!

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dborrmann 20.03.2018, 08:50
113. Nicht auf den Punkt gebracht...

Aufgrund der fehlenden Selbstbeteiligung der Patienten gehen GKV-Versicherte in Deutschland 3 mal so häufig zum Arzt wie im umliegenden Ausland (NL, F, UK). Das ist der Grund für die Wartezeiten. Wirklich Kranke können sich nicht gegen die Flut der fordernden Neurotiker durchsetzen. Zudem machen Budgetierung ubd Fallzahlbegrenzung die Sache mehr als schwierig.

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CancunMM 20.03.2018, 08:51
114.

Zitat von aberhalloja
Ich kann mich bestens erinnern, als ich mit akuten Einblutungen im Auge bei einem Augenarzt in Wuppertal Ronsdorf erschienen bin. "Sind Sie bereits unser Patient" Nein das war ich nicht. Direkt wurde ich aufgeklärt, das gerade Kindersprechstunde sei und ein Termin auch nicht möglich sei. Neupatienten (Neu Kassenpatienten) würden nicht auf genommen und ob ich keinen anderen Augenarzt kennen würde. Akut hin oder her, Mann könne (wollte) mir nicht helfen. Augenärzte sind sind Wuppertal in der City konzentriert. In den Aussenbezirken nicht vorhanden. Aufgrund der vielen Augenärzte in der City wird es ich auch keine Änderung geben. gerade für ältere Patienten ist das in unzumutbar!
Ja Wuppertal ist ja auch eine Megametropole.
Also von Ronsdorf-Mitte bis Wuppertal-Mitte sind es 8 Km.
Wo ist jetzt das Problem ? Und im Notfall ist jeder Arzt verpflichtet sie zu behandeln. Ich rate meinen Patienten auch immer direkt zum Arzt zu fahren und nicht zu telefonieren. Sie müssen sehen, dass am anderen Ende im besten Fall eine MFA sitzt. Die kann manchmal einschätzen ob es ein Notfall ist und manchmal nicht. Und die Erfahrung zeigt auch, dass einige Patienten (nicht wenige) fast alles als Notfall bei sich selbst einstufen.

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jjcamera 20.03.2018, 08:51
115.

Zitat von Kein Besserwisser
dass heutzutage derjenige Regierungsverantwortung übertragen bekommt, der sie a( nicht ausfüllen kann oder will und b) für sein Unvermögen ein Wahnsinnsgehalt und andere Annehmlichkeiten kassiert. Dazu gehört auch ein Herr Spahn. Wenn Herr Spahn Verantwortung zeigen möchte, dann sollte er schleunigst dafür sorgen, dass es im Bereich der Krankenversicherung gerecht zu geht - und nicht nach ausreden suchen, warum es angeblich gerecht zugeht. Dazu gehört auch, dass er Pfründe der Beamten, sprich Krankenversicherung auf Bürgers Steuerkosten, ohne wenn und aber abschafft!
Mit einer Neid-Debatte wird es bestimmt keine bessere Gesundheitsversorgung geben.
Das ist so, als würden Schuldzuweisungen im Dieselskandal die Luft in den Städten besser machen?! Das ist überflüssig, weil es uns nicht weiter hilft. Ich erwarte von Politiker doch nicht, dass sie alle der gleichen Meinung sind. Da wäre ja der Bundestag überflüssig.

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Little_Nemo 20.03.2018, 08:51
116. Patient Gesundheitssystem

Zitat von krassper
Nun, ich war lange als Lehrerkind privat versichert-> doch seit vielen Jahren bin ich dies nicht mehr. Vorher Orthopäde: < 1 Woche, danach 8 Wochen (hat dazu geführt, dass ich an der Wirbelsäule operiert werden musste). Vorher Hautarzt < 1 Woche, danach 7 Wochen. Vorher Neurologe < 1 Woche als Notfall Termin, danach: nicht mehr möglich. Nur meine Hausärztin scheint cool zu sein....da hat sich nix geändert. Das nicht als Realität wahrzunehmen halte ich für sehr Realitäts fremd für jemanden, der jetzt der Gesundheitsminister ist. Und nebenbei scheint der Mann offenbar nicht zwischen Werbung (ich will auch keine Plakate für Schwangerschaftsabbrüche sehen) und reiner Information unterscheiden zu können (gerade im bildungsfernen "uninformierten" Millieu ist da Information nur hilfreich). Grüße aus dem östlichen Ruhrgebiet.
Dann gehören Sie nach meinen Erfahrungen immer noch zu denen, die auf der Sonnenseite leben. Mein Hausarzt verschrieb mir im letzten Jahr eine Magenspiegelung beim Gastroenterologen und betonte, dass das zeitnah stattfinden sollte. Vor fünf Monaten war aber nirgends ein Termin zu bekommen. Beim Lungen-, HNO-, Haut, Augenarzt und Orthopäden bekomme ich in der Regel nichts unter einem Vierteljahr. Beim Hautarzt bin ich vor ein paar Jahren mal zur Notfallsprechstunde gegangen. Das hatte mir die Sprechstundenhilfe geraten. Dort musste ich zunächst einen Vordruck lesen, auf dem stand, dass ich nur mit einem akuten Fall dort vorsprechen dürfe. Ich hatte aber ein Exzem, das ich schon seit drei Monaten mit mir rumschleppte und mit dem ich schon mehrmals beim Hausarzt gewesen war. Der Dermatologe regte sich dann sehr auf und hielt mir eine Standpauke, dass ich mit diesem Problem die Notfallsprechstunde nicht bemühen dürfe. Dabei war das Wartezimmer so gut wie leer. Lediglich einen Termin für eine CT bekam ich überraschend kurzfristig, obwohl auch da zunächst mehrere Monate Wartezeit in Aussicht gestellt wurden. Das lag wohl daran, dass viele Patienten ihren Termin wegen Platzangst kurzfristig wieder absagen. Nach meinem Eindruck bewegt sich unser Gesundheitssystem hart am Rande der Sinnhaftigkeit.

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hubie 20.03.2018, 08:51
117. Herr Spahn,

haben Sie einen Tipp, wie ich mit Hartz IV über die Runden komme?
Jens: Sparen.
Scherz beiseite. Jung und eloquent. Und schon mutmaßlich Dreck am Stecken mit seiner Gesundheitsberatungsfirma. Der hat das Zeug zum Kanzler in einem Land, in dem Lobbyisten soviel Einfluss haben wie selten anderswo.

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cyrano11 20.03.2018, 08:52
118. Die ewige alte Leier.....

Die grundlegende Behauptung eine längeren Wartezeit ist Unsinn. Wenn der Hausarzt mit dem Facharrzt gut kommuniziert, dann bekommen die wirklichen Kranken jederzeit einen raschen Termin.
Nur gibt es genügend Situationen, in den eine längere Wartezeit auf einen Termin absolut in Ordnung ist und keinerlei Verschlechterung bzgl. einer möglichen Erkrankung besteht. Ob es dem Patienten nun subjektiv gefällt steht auf einem anderem Blatt.
Für alle, die den grundsätzlichen Untersuchied noch nicht verstanden haben, oder wollen.
Die PK zahlt in Euro, nicht abgestaffelt und schon nach 2 Wochen und das ist elementar. Bei den GVK kommt der Ertrag nach 6 Monaten und dann ggf. auch reduziert. Das ist der Unterschied.
Für alle, die jetzt wieder jammern. Denken Sie dies bitte mal auf Ihrer Lohnabrechnung durch.
Deshalb muss die PKV für alle geöffnet werden, dann wir der Zugang besser. Außerdem kennt die PVK einige
Dinge, die unsere Sozialpolitiker sogar nicht mögen. Risikozuschläge für Risikoverhalten (wie Rauchen , riskantes Freizeitverhalten oder Übergewicht). Das sind auch sehr wichtige Punkt, die bei einer Solidargemeinschaft zählen. Aktuell hat der einzele Versichterte nur Rechte, aber keine Pflichten. Er bürdet alle seine Risiken der Soliargemeinschaft auf und das geht nicht.
Also PVK für alle!!

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gastundredner 20.03.2018, 08:52
119. Internet

Falls es bei einer weiblichen Person, die aus bestimmten Gründen empfangen hat, Überlegungen gibt, diese vermutlich befleckte Empfängnis von sich zu weisen, sollte man vermuten, daß das Zwischennetz genügend Informationen hierfür bereit stellt. Wer den ganzen Tag mit seinem Streicheltelefon verbringt, sollte hierzu in der Lage sein, ob in Foren, in Artikeln, in entsprechenden Seiten der Krankenkassen. Oder überschätze ich da womöglich die diesbezüglichen medialen Fähigkeiten von manchen Empfangenhabenden ?

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