Forum: Gesundheit
"Hart aber fair" zur Zwei-Klassen-Medizin: Jens Spahn zum Realitätscheck, bitte
WDR/Oliver Ziebe

Frank Plasberg will vom neuen Gesundheitsminister wissen, was sich für Kassenpatienten bessere. Das lässt Jens Spahn offen. Dafür zeigt sich: Er kann sich kaum vorstellen, was es bedeutet, monatelang auf einen Arzttermin zu warten.

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Ottokar 21.03.2018, 13:29
470. Warum muss man sehr lange auf Termine warten

weil die Arztpraxen mit jedem Wehwehchen überlastet werden und einige die Praxen für einen gelben Schein blockieren. Geht mal am Montag morgen zum Arzt ............da treffen sich Nachbarn weil sie sonst nichts zu tun haben. Auch hat die Verbreitung des Internets eine Schuld wo sich jeder ein passendes Wehwehchen aussuchen kann. Als Kassenpatient habe ich immer meine Termine zeitnah bekommen.

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mac4me 21.03.2018, 13:34
471. Hautveränderung entdeckt, Hautkrebsverdacht?

Dann viel Glück als Kassenpatient. Ich hätte einen Termin erst in zwei Monaten haben können. Ich habe es schließlich privat bezahlt, hatte den Termin drei Tage später, das war mir der Verlust der Angst wert.

Dabei habe ich innerhalb von 2 Stunden Aufenthalt in dem Institut auch noch mehr Arztzuwendung erfahren, als während einer dreiwöchigen Krankenhausbehandlung zuvor insgesamt von allen Ärzten.

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mac4me 21.03.2018, 13:42
472. Ich bin schon älter und sitze öfter mal montags beim Arzt

Zitat von Ottokar
weil die Arztpraxen mit jedem Wehwehchen überlastet werden und einige die Praxen für einen gelben Schein blockieren. Geht mal am Montag morgen zum Arzt ............da treffen sich Nachbarn weil sie sonst nichts zu tun haben. Auch hat die Verbreitung des Internets eine Schuld wo sich jeder ein passendes Wehwehchen aussuchen kann. Als Kassenpatient habe ich immer meine Termine zeitnah bekommen.
Ich bin schon älter und sitze öfter mal montags beim Arzt. Da ist es rappeldicke voll, und die Ärztin nimmt sich Zeit für ihre Patienten, dafür habe ich Verständnis und so ist das lange Warten auch nicht unbedingt ein Problem. Sie ist kompetent und gibt sich große Mühe und nimmt ihre Patienten Ernst, ganz im Gegensatz zu dem örtlichen Krankenhaus, wo ich auch schon war.

Den Eindruck, dass dort nur Bagatellfälle sitzen, hatte ich noch nie. Ich bin hier in einer ländlichen Umgebung, aber quatschende Nachbarn beim Arzt, das habe ich noch nie erlebt. Die Leute, die dort hingehen, haben erkennbaren Leidensdruck. Quatschen tun höchstens mal die, die nur ein Rezept abholen.

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oloh 21.03.2018, 14:34
473. guter Einwand

Zitat von poetdale
versucht sich mit seinen polemischen Sprüchen gerade bei einer Wählergruppe zu profilieren, die ihn vor 50 Jahren noch von der Polizei durch Gärten und Parks deutscher Großstädte hätte jagen lassen und die ihm vor 80 Jahren sogar das Lebensrecht abgesprochen hätte. Es ist geradezu widerlich, wie Herr Spahn versucht Frauenrechte zu beschneiden, in dem er ehrabschneidende Vergleiche zieht. Wer sich in die 1950er zurückwünscht, sollte aufpassen, dass er nicht befürchten muss auf der Herrentoilette des Bundestages durch Einwegspiegel observiert zu werden.
Der Gedanke kommt mir auch oft: Spahn ist Cherry Picker hinsichtlich seines opportunistischen und höchst selektiven Konservatismus'. Da ist verdammt viel Heuchelei dabei!

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oloh 21.03.2018, 14:48
474. Untersuchen

Zitat von CancunMM
Ob sie Ahnung haben oder nicht ist für die Untersuchungen, die ich bei Ihnen durchführe völlig unerheblich. Und wie halten Sie es mal mit Freundlichkeit, wenn Sie den Blutdruck nicht gemessen haben wollen. Sie scheinen ja ein sehr angenehmer Zeitgenosse zu sein. Sie, sie, sie.....Sportler. Ich lach mich schlapp bei solchen hypertrophen Egos.
Sie führen gar keine Untersuchungen durch. Jedenfalls nicht bei mir. Zum Dritten Mal: Wer mich untersucht und was, das entscheide immer noch ich. Ist doch nicht sooo schwer zu kapieren!
Und zum zweiten Mal: Wenn ich mit einem Symptom vollkommen ratlos sein sollte (nur hypothetisch), dann akzeptiere ich die Untersuchung, die der Arzt zur Abklärung für notwendig erachtet. Der Arzt, den ich vorher ausgewählt habe - nicht irgendein Quacksalber.
Solcherart komme ich mit 1 Arztbesuch auf 3 Jahre hin - die Dentistentermine mal außen vor gelassen.

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Softship 21.03.2018, 14:52
475.

Zitat von r.kon
lassen sich doch nicht so einfach über Wartezeiten definieren. Bei den Leistungen sind die Unterschiede teilweise schon gravierend. Ich wurde einer Knie OP unterzogen, die Klinik etwa 100Km von meinem Wohnort entfernt. Bei der An-Abreise übernimmt die GKK keinerlei Kosten, nach der OP ,die nach Kassenvorschrift als ambulant zu sehen ist, verbrachte ich eine Nacht in der Klinik, Kosten 130,00€, die Kasse zahlt nicht. Nach der Entlassung wurden, einer Entzündung geschuldet, mehrere Punktionen des Kniegelenks notwendig, die notwendig gewordenen Fahrten werden nicht erstattet. Bei einer wiederholten Nachfrage bei der Kasse wurde ich auf familiäre oder nachbarschaftliche Unterstützung verwiesen. Das gleiche wurde mir als Antwort auf meine Anfrage betreffs Fahrtkostenerstattung für Fahrten zu Physiotherapie oder Hausarzt gesagt. Das sind Dinge die genauso zur Diskussion gehören wie längere Wartezeiten.
Wieso gehen Sie davon aus, dass jede Privatversicherung die Kosten übernommen hätte?

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halfbrain 21.03.2018, 14:57
476. Ja genau, aber wer...

Zitat von herbert
die Entlohnung fuer die Aerzte den privat Versicherten gleichstellen. Somit ist es dem Arzt schnuppe, ob der Patient gesetzlich oder privat versichert ist.
... bezahlt denn dann (wieder mal) die 'Zeche'?
Genau - die gesetzlich Versicherten zahlen dann letztendlich (über die gesetzlichen! Kassenbeiträge) für die Privaten mit!!

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Softship 21.03.2018, 15:03
477.

Zitat von halfbrain
... bezahlt denn dann (wieder mal) die 'Zeche'? Genau - die gesetzlich Versicherten zahlen dann letztendlich (über die gesetzlichen! Kassenbeiträge) für die Privaten mit!!
Nee, keiner bezahlt "für die Privaten mit".
Aber so lange das System so ist wie heute, bezahlen die "Privaten" für die gesetzlich Versicherten mit. (Da habe ich kein Problem mit.)

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Knack5401 21.03.2018, 15:26
478. Ach,

und der Computertomograph an dem der Privatpatient bevorzugt untersucht wird ist nur von den privaten Kassen bezahlt? Nein, den zahlt zu großen Teilen die gesetzlich Versicherten über ihre Beiträge.

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mac4me 21.03.2018, 15:37
479. Man will das System nicht ändern...

Zitat von Sibylle1969
Terminvergabestellen doktern hier nur an den Symptomen herum.
... und Terminvergabestellen vermitteln den Eindruck, dass man doch etwas täte. Das ist ein Teil der alltäglichen Heuchelei in allen Politikbereichen. Es ist viel einfacher: sozialer Ausgleich ist nicht gewünscht. Man verwaltet den Mangel, das hilft den Verwaltern, ändert aber nichts an der Situation für die Versicherten.

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