Forum: Gesundheit
Hebammen: "Unser Beruf wird gerade abgeschafft"
DPA

Weil sich Hebammen ihre Haftpflichtversicherung nicht mehr leisten können, fordern sie mehr staatliche Unterstützung. Livia Görner hat rund 4000 Geburten betreut und erklärt im Gespräch, warum Geburtshelferinnen wichtiger denn je sind.

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calypso2012 06.05.2014, 07:29
1. Traurig!

Da wird diskutiert, wie man Frauenquoten in allen Sparten durchsetzt, wie man Frauen in die Vorstandsetage drücken will, aber einen Beruf, der so wichtig ist zu stützen und zu sichern, das kommt keinem im den Sinn. Die Hauptsache die Krankenhäuser sind voll und das auf Kosten der Patienten, unliebsame Konkurrenz wird so abgeschafft. So was gab es im Mittelalter auch schon.

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grandpalais 06.05.2014, 07:30
2. Begrenzung der Haftung..

....find ich super. Aber bitte nicht nur für Hebammen, sondern auch für Ärzte.

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googlehupf2k 06.05.2014, 07:33
3. Immer diese

Krankenhausphobiker.
Als würden die Hebammen, Krankenschwestern und Ärzte in den Kliniken nicht reichen.
Aber wenn sie einen 24h service brauchen können doch die Kunden diesen auch bezahlen(moderate Höchstgrenze bei der Prämie vorrausgesetzt)

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_stordyr_ 06.05.2014, 07:37
4.

Zitat von sysop
Weil sich Hebammen ihre Haftpflichtversicherung nicht mehr leisten können, fordern sie mehr staatliche Unterstützung. Livia Görner hat rund 4000 Geburten betreut und erklärt im Gespräch, warum Geburtshelferinnen wichtiger denn je sind.
eine absolute Sauerei, was da mit den Hebammen läuft, aber he, Kaiserschnitte werden seit Jahren als DAS mittel propagiert und wer hat denn ein interesse daran, dass es die Hebammen gibt? Die Krankenhäuser sicher niht. Für nen Kaiserschnitt können sie viel mehr abrechnen.

Geht nur um's Geld hier :(

Das ist so traurig. Ich war echt froh, dass meiner Frau eine erfahrene Hebamme zur Seite stand, als es soweit war.

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widower+2 06.05.2014, 07:40
5. Der Markt

Der Markt regelt eben trotz gebetsmühlenartiger Wiederholung dieser Floskel durch Neoliberale nicht alles.

Es muss für Hebammen also eine staatliche Versicherung zu günstigen Konditionen geben. Jetzt sage bloß niemand, dafür sei kein Geld da.

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der:thomas 06.05.2014, 07:48
6. Ich finde die Debatte völlig absurd und dumm...

Entschuldigung:

Um zu beurteilen ob die Prämie ein Problem ist oder nicht muss man wissen wie hoch der Umsatz - ggf. der Gewinn ist. Die 6000 sind ja Betriebskosten wie alle anderen auch - und sogar mal sinnvolle.

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siebensieben 06.05.2014, 07:57
7. Skandalös

Finger klemmen im Kindergarten, früher "Betriebsunfall" und Ungeschick, heute Grund für die Eltern zur Klage. Genau so bei den Hebammen: Wenn was nicht richtig läuft, gleich klagen. Kein Wunder, dass die Prämien da hochgehen. Es erinnert irgendwie an die Abmahnwellen: Ist irgendwo vielleicht ein klitzekleiner Fehler, stürzen sich Scharen auf die "Schuldigen" und halten die Hand auf. In gleichem Maße nimmt die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und dabei nicht pleite zu gehen, rapide ab. Und die Gerichte helfen fleißig dabei. Die Politik schläft kollektiv, weil es um vermeintliche Randgruppen geht, für die es sich einzusetzen wahltechnisch kaum lohnt.

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anhalter-fan 06.05.2014, 08:00
8. unwürdig...

wie mit den Hebammen in unserer modernen Gesellschaft umgegangen wird ist wirklich unwürdig. Ich (Vater von 5 Kinderen) kann hier nur sagen, unsere Hebammen haben uns gerettet: ganz tolle Unterstützung in den ersten Säuglingswochen - viele unnötigen Arztbesuche verhindert (die vielen Unsicherheiten - auch beim 5. Kind - wurden zu Hause mit Hebammenunterstützung geklärt). Wenn sich unsere moderne Gesellschaft sich diesen Service nicht mehr leisten will, macht mich das sehr, sehr traurig....

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Ericmuc 06.05.2014, 08:04
9. Versicherung ist gesellschaftlicher Auftrag

Frau Merkel, geben Sie sich einen Ruck und veranlassen Sie, dass die Hebammenversicherung von Steuergeldern finanziert wird! Im Gegenzug können die Dauerverträge mit den Kirchen endlich mal begrenzt werden, die weiterhin hohe Summen an Steuergeldern erhalten, unabhängig von der Kirchenmitgliedschaft!

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