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Heilpraktiker in der Kritik: "Den gegenwärtigen Irrsinn nicht länger hinnehmen"
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Eine Gruppe von Ärzten und Wissenschaftlern fordert, die Regelungen für Heilpraktiker zu überarbeiten. Einer ihrer Vorschläge: Den unseriösen Beruf gleich ganz abschaffen.

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Pless1 21.08.2017, 18:15
40. Unseriöser Vergleich

Zitat von TomHP
Ich bin selber Heilpraktiker und sehe die Problematik dieses Berufes. Es gibt hier wie in allen anderen Berufen schlechte und gute Praktiker. Alle über einen Kamm zu scheren halte ich weder für korrekt noch hilfreich. Sinnvoll ist die Diskussion über gute Qualität und seriöse Heilkunde sicherlich. Allerdings habe ich persönlich und viele meiner Patienten mehrfach Erfahrung mit schlechten und schlecht ausgebildeten Ärzten machen müssen. Sollen wir deshalb jetzt womöglich auch den Arztberuf abschaffen? TF
Natürlich gibt es gute und weniger gute Ärzte. Das steht aber nicht zur Debatte denn: ALLE (!) Ärzte haben eine seriöse akademische Ausbildung und dazu noch mehrjährige Erfahrung, bevor sie sich freiberuflich niederlassen dürfen. Das haben Heilpraktiker überhaupt nicht (es sei denn, sie wären nebenher auch Arzt, wie das meines Wissens in Österreich generell der Fall ist).

Von daher verbietet sich ihr Vergleich absolut. Er zeigt eher: auch Sie versteigen sich in dem glauben, eine Heilpraktiker-"Ausbildung" auch nur annähernd mit einer ärztlichen Approbation vergleichen zu können.

Trotzdem würde ich den Heilpraktiker nicht ersatzlos streichen wollen. Er ist sinnvoll für Menschen, die bei Bagatellerkrankungen wie grippalen Infekten etc. Unterstützung suchen und benötigen. Da kann er der Entlastung des medizinischen Systems dienen. Man sollte aber den Grundsatz einführen, dass jeder, der nach vier Wochen noch Beschwerden hat zu einem Arzt muss. Zur weiteren Entlastung der Hausärzte wäre auch denkbar, dass Heilpraktiker ihre Patienten auch direkt zu Fachärzten schicken können.

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reflexxion 21.08.2017, 18:17
41. wie wäre es cdamit das mal durch eine Rechtschreibprüfung zu schicken?

Zitat von petzle
Mal eben eine Heilkunst kappen, die knapp 3000 Jahre länger Bestand hat als die vergleichweise pubetäre Schulmedizin, prima... Sicherlich gibt es schwarze Schafe und den sogenannten Heiler, Shamanen und Klangschalenschwingern, doch frei von jedem Makel ist die ach so gelobte (vorwiegend) mitteleuropäische Schulmedizin doch auch nicht wirklich. Auch wenn die Schulmedizin in den letzten Dekaden große Fortschritte gemacht hat, so ist die Tendenz, die von ihr teilweise verdrängte Naturheilkunde wieder mit ein zubeziehen vernünftig und klar ersichtlich. Man kann Krankheiten nicht nur dadurch heilen, das etwas weggeschnippelt wird, über Tabletten, Spritzen und das Infusionen verabreicht werden. Zumal diese oft im Verhältnis kostenspielig sind. Vel zu arrogant daher kommend war der Habitus der Halbgötter in weiß, wurden alte Salben und Tinkuren, wie auch Anwendungen aus der Ayurweda oder traditionellen chineischen Medizin nicht ernst genommen. Lustig, wenn man bedenkt, das die meisten sogenannten Zivilisationskrankheiten die Jahr ein Jahr aus hier im Europäischen und Amerikanischen Raum Millionen Menschen dahinraffen, im asiatischen Raum teilweise nicht wirklich exzistent sind. Und selbst wenn ich übelst krank bin und ich als letzter Strohhalm alternative Pfade beschreiten möchte, warum nicht, wenn ich die Kosten doch selber trage. Nun geht der Käse schon wieder los. Klingt als wäre die Pharmalobby auf der Zielgraden....
mindestens 10 Fehler:

Mal eben eine Heilkunst kappen, die knapp 3000 Jahre länger Bestand hat als die vergleichsweise pubertäre Schulmedizin, prima...
Sicherlich gibt es schwarze Schafe und den sogenannten Heiler, Schamanen und Klangschalenschwingern, doch frei von jedem Makel ist die ach so gelobte (vorwiegend) mitteleuropäische Schulmedizin doch auch nicht wirklich.
Auch wenn die Schulmedizin in den letzten Dekaden große Fortschritte gemacht hat, so ist die Tendenz, die von ihr teilweise verdrängte Naturheilkunde wieder mit einzubeziehen vernünftig und klar ersichtlich.
Man kann Krankheiten nicht nur dadurch heilen, das etwas weggeschnippelt wird, über Tabletten, Spritzen und das Infusionen verabreicht werden. Zumal diese oft im Verhältnis kostspielig sind.
Viel zu arrogant daher kommend war der Habitus der Halbgötter in weiß wurden alte Salben und Tinkturen, wie auch Anwendungen aus der Ayurweda oder traditionellen chinesischen Medizin nicht ernst genommen.
Lustig, wenn man bedenkt, dass die meisten sogenannten Zivilisationskrankheiten die Jahr ein Jahr aus hier im Europäischen und amerikanischen Raum Millionen Menschen dahinraffen, im asiatischen Raum teilweise nicht wirklich existent sind.
Und selbst wenn ich übel krank bin und ich als letzter Strohhalm alternative Pfade beschreiten möchte, warum nicht, wenn ich die Kosten doch selber trage.
Nun geht der Käse schon wieder los. Klingt als wäre die Pharmalobby auf der Zielgeraden....


einfach mal suchen, Inhalt ist sowieso Unfug

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kratzdistel 21.08.2017, 18:18
42. das ist kein unseriöser beruf

nur wer die grenzen der Heilkunst überschreitet. es ferhlt eher an eine strengen aufgabenabgrenzung. das ist das Problem. es gibt nunmal viele Zipperlein, die durch Heilpraktiker gut behandelt werden. die Medizin hat sich zu sehr auf die Schulmedizin konzentriert und die Naturheilkunde vernachlässigt.welcher Arzt schröpft noch, setzt Blutegel, macht kalt- warmumschläge usw. das war doch früher sanfte Medizin und gängig und dafür sind heute Heilpraktiker gut.

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kleka 21.08.2017, 18:21
43. Da fehlen mir wirklich die Worte

Wie steht es denn um die Unfähigkeit in deutschen schulmedizinisch orientierten Krankenhäusern, den Krankenhauskeimen Herr zu werden? Wie ist es mit „Kunst”fehlern der Schulmedizin? Wie ist es mit Krankheiten, auf die die Schulmedizin seit Jahren keine wirksame Antwort hat, die aber von Heilpraktikern erfolgreich behandelt werden? Ich habe mich wiederholt erfolgreich bei Heilpraktikerinnen behandeln lassen. Und finde es unmöglich, dass die Schulmediziner- und Pharma-Lobby mir jetzt die Eigenverantwortung für mein Wohlergehen absprechen will. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Es geht doch vor allem darum, die eigenen Pfründe zu sichern.

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bluejuly 21.08.2017, 18:24
44.

Zitat von petzle
Mal eben eine Heilkunst kappen, die knapp 3000 Jahre länger Bestand hat als die vergleichweise pubetäre Schulmedizin, prima... Sicherlich gibt es schwarze Schafe und den sogenannten Heiler, Shamanen und Klangschalenschwingern, doch frei von jedem Makel ist die ach so gelobte (vorwiegend) mitteleuropäische Schulmedizin doch auch nicht wirklich. Auch wenn die Schulmedizin in den letzten Dekaden große Fortschritte gemacht hat, so ist die Tendenz, die von ihr teilweise verdrängte Naturheilkunde wieder mit ein zubeziehen vernünftig und klar ersichtlich.
Ich habe nie ganz verstanden wo dieses ewige berufen auf große Jahreszahlen herkommt. Als wäre das in irgendeiner Weise ein Argument. Wenn Ihnen jemand kommt und von 3000 Jahre alten physikalischen Erkenntnissen erzählt wären Sie doch auch erstmal skeptisch. Oder wenn Ihnen ein Chemiker erzählt er würde auf 3000 Jahre alte Weisheiten vertrauen. Aber 3000 Jahre alte Medizin soll es besser wissen?
Dann könnten wir auch gleich wieder anfangen Pferdewasser zu trinken und uns vom Druiden nebenan ohne Betäubung den Arm amputieren lassen.
Ich gehe ja selbst ungerne zum Arzt (wer tut das schon gerne) und wäre auch froh wenn die Wartezeiten kürzer und die Sprechstunden länger wären...aber dann doch bitte mit etwas Objektivität in die Debatte gehen!

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staplerfahrer_klaus 21.08.2017, 18:25
45. Konkurrenz abschaffen?

Das die Ärzte ihre Konkurrenz loswerden wollen ist völlig verständlich.
Aber warum gehen denn Menschen zum Heilpraktiker. In der Regel weil sie von der anerkannten Medizin nicht geheilt wurden. Dass tun sie zudem in Eigenverantwortlichkeit und bezahlen dies aus der eigenen Tasche. Die Ärzte betreiben hier schlicht und ergreifend Lobbyarbeit.

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keine-#-ahnung 21.08.2017, 18:27
46. Was nutzt die Abschaffung des NC ...

Zitat von OskarMaria
wäre es sinnvoll, den Beruf des Mediziners aus seiner elitären Ecke heraus zu holen. Damit meine ich, jenen unsäglichen Numerus Clausus, den es in diesem Fach seit Jahrzehnten gibt, endlich abzuschaffen und das Studium allgemein zu öffnen. Durch diese künstliche und auch nicht sachgerechte Verknappung an Ausbildungsplätzen fehlt es an Wettbewerb im Gesundheitssystem.
... für das Medizinstudium? Die Universitäten immatrikulieren dann einige Zehntausend Medizinstudenten mehr im Jahr, investieren Unsummen in die Ausbildung - nur um nach zwei Jahren festzustellen, dass 97% der Neuen das Studium nicht schaffen und sie die wieder exmatrikulieren müssen?

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wortmacht 21.08.2017, 18:28
47.

Absolut wünschenswert. Aber unsere Freunde von der Esoterikfront werden dann nach Ersatz suchen. Scharlatane und deren Gläubige, Rationalem nicht zugängliche Menschen, gibt es genug, leider.

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lathea 21.08.2017, 18:29
48. Wir haben in Städten im Prinzip.....

.....keinen Ärztemangel, sondern einen Ärzteüberschuss und auch sehr viele schlechte Ärzte. Die Ärzte versuchen dann, dem Patienten viele Zusatzleistungen anzudrehen, die er privat bezahlen muss, da es keine Kassenleistungen sind. Da ist es kein Wunder, wenn die Ärzte versuchen, eine ganze gute Konkurrenz nach Möglichkeit ganz vom Markt zu drängen, um die gleichen Leistungen wie Heilpraktiker teurer anbieten zu können und dies bei einer gesicherten Nachfrage bei Patienten. Die Heilpraktiker sollen dann wohl als billige Arzthelfer/innen in einer Arztpraxis arbeiten und dort mit der gleichen Arbeit wie jetzt die Kassen der Ärzte füllen. Viele Anwendungen, die typisch für Heilpraktiker sind, können Patienten auch in einer Arztpraxis bekommen - nur teurer und meistens durch eine Arzthelferin durchgeführt. Es ist kein Wunder, dass der Patient bei solchen Leistungen schnell zum Heilpraktiker wechselt, der billiger ist und sich mehr Zeit nimmt. Hoffentlich kommen Ärzte mit dieser Forderung nicht durch. Wenn ein Arzt zu wenig Patienten hat, kann er ja in eine ländliche Gegend umziehen. Dort herrscht ein Ärztemangel. Aber die Heilpraktikerleistungen sind halt für Ärzte eine viel lukrativere Einnahmequelle. Das weckt die Begierde.

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nick.winter 21.08.2017, 18:29
49. Großreinemachen erforderlich

Es ist ja irgendwie rührend, dass sie Ärzte jetzt um die Heilpraktiker sorgen. Wie war das doch gleich mit dem Splitter im fremden Auge und dem Balken im eigenen Auge?
Zuerst müssen die Ärzte doch mal im eigenen Laden aufräumen und den Homöopathen unter ihren Kollegen die Approbation entziehen.
Vielleicht käme dann ja auch noch die Apothekerschaft auf die Idee, den Verkauf von homöopathischem Firlefanz einzustellen.

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