Forum: Gesundheit
Hilfe bei ADHS: Trainieren gegen das Chaos im Kopf
Corbis

Die meisten Kinder mit ADHS bekommen Medikamente. Doch Konzentration und Impulskontrolle können trainiert werden - durch Neurofeedback. In Studien hat die Methode beachtliche Ergebnisse gezeigt.

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r_dawkins 14.04.2015, 13:57
1. die Hälfte der 250.000 Diagnostizierten

sind vermutl. einfach ZU aktive Kinder. Der überproportionale Anstieg der Diagnosen und verschriebenen Medikamente spricht Bände! Zickt das Kind, muss es Pillen schlucken - gruselig!

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sikasuu 14.04.2015, 13:59
2. Neurofeedback, Ritalin.... lasst die Kinder vielleicht mal

Es ist erschrecken, das immer mehr "abweichendes" Verhalten diagnostiziert und als Behandlungsbedürftig hingestellt wird. Wenn man sich den Ritalinverbrauch der letzten Jahrzehnte anschaut, kann man zu der Meinung kommen, hier hat ein Medikament eine Krankheit "hervorgerufen"! Unangepasste Kinder oder "nicht kindgerechte Umgebung"? Wr geht den dieser Fage einmal wissenschaftlich nach?
.
O-Ton eines 10 Jährigen bei einer Klassenfahrt, die ich als "Elternteil" mal mitmachen "durfte":
"Das man im Wald so schön spielen kann, habe ich gar nicht gewusst!"

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Leser123 14.04.2015, 14:10
3. Völlig unreflektierter Artikel

der einfach unterstellt, das AD(H)S-Menschen "kaputt" wären und "repariert" werden müßten.
Dabei können gerade Menschen mit genetischer AD(H)S Normvariante hyperfokussieren, sobald sie etwas interessiert...
Also anstatt den langweiligen Unterricht in Frage zu stellen sollen stattdessen die "defekten" Kinder "repariert" werden - ein echt pathologischer Ansatz der leider nur zu selten hinterfragt wird...

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peterpullin 14.04.2015, 14:20
4. toller ansatz

ich bin kein vertreter der fehldiagnose fraktion. kein vertreter der fehlenden bewegungs-vermuter, kein verfechter der erziehungsschwäche. dazu gubt es viel zu viele betroffene die ein musterkind und ein adhs kind haben. klar, das betroffene kind schläft im kohlenkeller und das andere kind wird gefördert, bewegt und geliebt. was wohl zutrifft ist eine steigerung des risikos mit dem lebensalter des vaters, diverse umwelteinflüsse, etc.!
das leben mit so einem chaoten ist hart: chaos und motzen bei allem. ob ausflug oder kindergeburtstag, pilze suchen mit opa oder langersehnter besuch im legoland, nie wirklich wie man sich sein kind wünscht. strahlend, glücklich - kind eben.
aus meiner sicht ist fehldiagnose praktisch nicht möglich.

hilfe durch erziehung und enge regeln im milden fall kann klappen. aber die mehrheit der betroffenen braucht hilfe. der hier geschilderte ansatz wird unser nächster weg nach 8 jahren mitleiden. denn diese kinder stehen sich selbst im weg. das schmerzt am meisten!

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PerIngwar 14.04.2015, 14:20
5. Schändlich!

Zitat von r_dawkins
sind vermutl. einfach ZU aktive Kinder. Der überproportionale Anstieg der Diagnosen und verschriebenen Medikamente spricht Bände! Zickt das Kind, muss es Pillen schlucken - gruselig!
Bis zur 3. Grundschulklasse stand in allen meinen 6 Zeugnissen: "...leider ist der Schüler sehr zappelig...".
Meine Eltern haben mich zappeln lassen;
meine Lehrer haben's ertragen.

Meinen Eltern sei Dank, dass ich weder diesen Pillendoktores noch - wohl eher schlimmer - Psychologen in die Hände gefallen bin, die aus jeder kleinsten Abweichung von der "Norm" ein behandlungsbedürftiges Syndrom machen.
Lasst sie zappeln!
Das legt sich in den meisten Fällen.
Lehrer, die das nicht ertragen, sollten den Beruf wechseln.
Und Eltern, die damit ein Problem haben, erst gar keine Kinder bekommen.

Wie die Gesellschaft und auch die hehre Wissenschaft damit umgeht, finde ich - mit Verlaub - zum Kotzen.

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weiß+blau 14.04.2015, 14:29
6. Schön

...das die Störung langsam ernst genommen wird.

Auch bei Epilepsie hieß es lange: "Die simulieren nur!".

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weiß+blau 14.04.2015, 14:31
7. gruslig?

Zitat von r_dawkins
sind vermutl. einfach ZU aktive Kinder. Der überproportionale Anstieg der Diagnosen und verschriebenen Medikamente spricht Bände! Zickt das Kind, muss es Pillen schlucken - gruselig!
Die Pillen bestehen aus Amphetaminen, die normale Kinder aufputschen und ADHS-Kinder beruhigen und die Konzentration fördern.
Das heisst, man kann normale Kinder damit gar nicht "ruhig stellen"- das wäre, als würde man ihnen drei Tassen Kaffee einflößen.
Gruslig sind die mittelalterlichen Vorstellungen mancher Foristen.

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weiß+blau 14.04.2015, 14:33
8. oder aber...

Zitat von sikasuu
Es ist erschrecken, das immer mehr "abweichendes" Verhalten diagnostiziert und als Behandlungsbedürftig hingestellt wird. Wenn man sich den Ritalinverbrauch der letzten Jahrzehnte anschaut, kann man zu der Meinung kommen, hier hat ein Medikament eine Krankheit "hervorgerufen"!
Man kann auch zu der Meinung kommen, dass eine Störung endlich als solche offizell anerkannt und adäquat behandelt wird!

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weiß+blau 14.04.2015, 14:36
9. Es könnte auch anders sein

Zitat von PerIngwar
Bis zur 3. Grundschulklasse stand in allen meinen 6 Zeugnissen: "...leider ist der Schüler sehr zappelig...". Meine Eltern haben mich zappeln lassen; meine Lehrer .....
Statt
- Schlechte Noten
- viele Verweise wegen Zappelei und Störungen
- wenig Freunde
- kein Abschluß wegen schlechten Noten sowie
- mögliches Abrutschen in eine kriminelle Karriere und Suchtverhalten

Mit Pillen:
- Ausgeglichene Kindheit
- gute Noten
- viele Freunde, durch ruhigeres Temerament
- guter Start ins Leben (Noten, Abschluß, Freunde)

Und nochmal: Es ist gar nicht möglich, normale Kinder mit diesen Pillen "ruhig zu stellen". Die bestehen aus Amphetamin und für normale Kids wäre es, als ob sie drei Tassen Kaffee getrunken hätten.

Die wirken nur bei ADHS-Betroffenen- andere Hirnchemie!

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