Forum: Gesundheit
Hilfe für zehn Euro: Beinprothesen aus Plastikmüll
DPA

Die Erfindung verspricht günstige Hilfe für Schwerverletzte: Ein Nürnberger Forscher stellt Prothesen mit dem 3D-Drucker her - angestrebter Stückpreis: zehn Euro. Als Rohmaterial dienen Plastikbecher.

c1250336 22.08.2016, 11:46
1. Dem Mann nen Orden

und Unterstützung.

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Martin Karmann 22.08.2016, 13:13
2. Was soll daran neu sein?

Ih bin selber unterschenkelamputiert und seit 1999 im Bereich Orthopädie unterwegs. Die Idee, per Foto Schäfte für Prothesen bzw. Modelle für Stümpfe abzuleiten ist nicht neu!
Hier die Verbindung dieser Technik zum 3D Druck als tolle ach so billige Innovation dazustellen finde ich anmaßend!
Wo ist da bitte Sie Innovation ? Zumal die Frage der Belastbarkeit und Anbindung von funktionierenden Füßen mal komplett unbeantwortet bleibt!

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1lauto 22.08.2016, 13:52
3. eine Frechheit

Gegen alle die schon Prothesen herstellen.
3D Druck kann die Herstellung von Einzelteilen verbilligen - unstrittig. Optische Erfassung ist ein alter Hut, hat aber auch Nachteile gegenüber der funktionellen Abbildung, bei Zähnen sehr gut, beim "besten Stück" sehr veränderlich , beim Stumpf liegts dazwischen.

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naklar261 22.08.2016, 14:02
4. gute sache, aber...

...es wird schwierig die Druckertechnologie in Laendern wie sagen wir mal Afghanistan zu warten und zu erhalten.

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potz_tausend 22.08.2016, 14:16
5. Haltbarkeit: PLA - kompostierbar!

Nette und gut gemeinte Idee. Ich habe mich aber im Zusammenhang mit dem 3D-Druck etwas schlauer gemacht und von verschiedenen Seiten erfahren, dass PLA zumindest für Länder in denen es wärmer und feuchter ist, mit der Haltbarkeit von PLA nicht weit her ist. Die angebliche Kompostierbarkeit deutet ja auch schon darauf hin. Also wird man wohl öfter eine neue Protese brauchen, weil die alte spröde und unbrauchbar geworden ist.

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Freddy Kraus 22.08.2016, 14:56
6. Die ärmsten Menschen in den Krisengebieten der Welt, die

auf so eine Prothese angewiesen sein werden, können auch keine "10" Euro aufbringen, die letztendlich mehrere hundert Dollar kosten wird.

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Grorm 22.08.2016, 17:12
7.

Zitat von Martin Karmann
[...] Zumal die Frage der Belastbarkeit und Anbindung von funktionierenden Füßen mal komplett unbeantwortet bleibt!
Da braucht es eben doch wieder einen guten Orthopädietechniker und wenn der schon da ist, kann er auch einen passenden Schaft bauen.

Aber wem sage ich das, Sie sehen das jeden Tag, ich einmal pro Monat in der Prothesensprechstunde ...

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addi0815 12.09.2016, 10:16
8. ..nicht neu

Die großen Sanitätshäuser und auch internationalen Hersteller, die "richtig " im Thema Stumpf und Prothese stecken, beschäftigen sich seit Jahren damit. Es wurden und werden schon viele Prothesen im Druckverfahren hergestellt. Aktuell klemmts seitens der Produktion noch bei Haltbarkeit und Kosten..da gibts es aber große Fortschritte und das wird sich mittelfristig lösen! Was sich über Scanner-basierte Formerfassung nicht lösen lässt, ist die Tatsache, dass die Form eines Stumpfes nur sehr wenig mit der Form des späteren Prothesenschaftes zu tun haben. Die knöchernen Strukturen des Amputierten sind massgeblich für die spätere Form des Prothesenschaftes...wie schon von 1lauto angeführt. Speziell Oberschenkelstumpf sind die knöchernen Strukturen oberflächlich nicht sichtbar/optisch zu erfassen.daher werden solche Scanner mit anderen (teureren) Techniken wie manuellen Vermessungen, MRT oder auch Ultraschall kombiniert. Das ist das Kernproblem.. die anderen -hier als Hauptinnivation dargestellt- wie Kosten und Haltbarkeit lösen sich von selbst..bzw. werden gelöst durch Kostenminnimierungsmassnahmen in anderen Branchen (mit größerem Volumen als die der Orthopädietechnik)

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