Forum: Gesundheit
Hohe Lebenserwartung, kaum Geburten: Alt, älter, Japan
Lee Chapman

Die japanische Gesellschaft altert so sehr, dass Forscher einen Countdown bis zum Untergang eingerichtet haben. Ein Fotograf gibt Einblicke in den oft arbeitsreichen Alltag der Ältesten.

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kenterziege 25.10.2016, 09:32
10. Panasonic, Toyota und Co werden bald Geschichte sein...

..wenn sich die Gesellschaft nicht radikal verjüngt. Die Philosophie der Japaner in einer "abgeschlossenen" Gesellschaft zu leben, hat Tradition. Man wird sehen, wie das Experiment ausgeht. Was besser ist: Japaner sortenrein unter sich oder Mitteleuropa von kulturfremden Migranten bevölkert, die zwar die Statistik, nicht jedoch das BSP hochtreiben, mag dahingestellt sein.
Die Japaner haben nicht umsonst angefangen als erste Roboter für die Hilfe im Haus oder im Altersheim zu bauen.
Wir werden es sehen. Die Kinderzahl der gebildeten weißen Frauen ist überall auf der Welt weit unter der Repodruktionsschwelle von 2.1 Kindern pro Frau!

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paul_werner 25.10.2016, 09:33
11. Wachtumsfetischismus

Wer schon mal in Spanien (92 Einwohner pro Quadratkilometer) oder in Frankreich (103/km²) gelebt oder herumgefahren ist (von USA ganz zu schweigen), lernt, viel Fläche pro Einwohner durchaus zu schätzen. Die Angst vor schrumpfenden Bevölkerungszahlen in Deutschland (230) oder gar Japan (337) ist völlig unangebracht.

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unzensierbar 25.10.2016, 09:35
12.

Dass sinkende oder gar stagnierende Geburtenraten und als schlecht dargestellt werden liegt daran, dass es negative Auswirkungen auf unser verkorkstes (Welt-)wirtschaftssystem hat.

Mit einem funktionierenden System, gäbe das absolut kein Problem.

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tomrobert 25.10.2016, 09:37
13. Die Erde ist über bevölkert!

Das mit ein Hauptgrund für Kriege und Umweltzerstörung! Trotzdem wird das Lied des demographischen Desasters ständig wiederholt. Der Club of Rom hat das doch richtig dargelegt. Das sind Wissenschaftler!
Das Establishment unterdrückt das offensichtlich. Die Wahrheit ist wohl nicht erwünscht.

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curiosus_ 25.10.2016, 09:47
14. Das Problem...

Zitat von mr.northman
Es ist mir unverständlich, das schrumpfende Bevölkerung so negativ dargestellt wird. Die Zahl der Menschen muss sinken, sonst reichen die Ressourcen nicht und die Verteilungskämpfe werden für Schrumpfung sorgen.
...sind doch nicht die hochentwickelten Gesellschaften sondern z.B. Afrika. Dort explodieren die Bevölkerungszahlen, da muss sich was tun.

Es kann ja kaum die Lösung sein, dass in Afrika immer mehr Menschen leben (müssen), mit allen Nachteilen wie Hunger, Ressourcenvernichtung (Abholzung, Bodenerosion etc.) und Migrationsdruck - und in den hochentwickelten Ländern stirbt die Bevölkerung aus, ebenso mit allen Nachteilen. Wie z.B. denen, dass 1,3 Nicht-Rentner einen Rentner am Leben erhalten müssen.

Das ist genauso logisch wie der Ansatz, dass man bei uns Wasser sparen muss weil im Nahen Osten Wassermangel herrscht. Als ob es dem Nahen Osten helfen würde wenn bei uns die Abwasserkanäle aufwendig gespült werden müssen weil zu wenig Grundumsatz vorliegt.

Was haben die Afrikaner davon wenn in Japan (oder Deutschland) keiner mehr lebt?

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umdieeckegedacht 25.10.2016, 09:54
15. Wo ist eigentlich das Problem...

...wenn Japan nur 100 Mio Menschen hätte? Eigentlich ist das ein Vorbild für die ganze Welt, was die Ressourcen angeht. Wenn es Probleme mit der Rente bei sinkenden Bevölkerungszahlen gibt, sind sie (wie bei uns übrigens) durch eine verfehlte Rentenpolitik hausgemacht. Ich verstehe nicht, wie man die Bevölkerungsexplosion als Lösung der Probleme darstellen kann? Das Gegenteil ist doch der Fall, wie man am Beispiel Afrikas sieht.

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Newspeak 25.10.2016, 09:56
16. ...

Das Hauptproblem ist die niedrige Geburtenrate.

Was für ein grenzenloser Unsinn. Das Hauptproblem der Menschheit ist die im Schnitt zu hohe Geburtenrate. Diese nationalistischen Betrachtungsweisen nach dem Motto "Hilfe, die ... sterben aus" sind so lächerlich, zumal ja auch nie berücksichtigt wird, dass es Migration gibt. Wenn die Japaner in Zukunft ihren Bedarf an Arbeitskräften nicht mehr selbst decken können. dann wird man eben die Immigration fördern müssen. Extrapolationen, wonach im Jahr 3000irgendwas nur noch ein Japaner lebt sind unglaublich dumm. Wer weiss denn, ob dann überhaupt noch ein Mensch lebt? Oder wenn, wohin sich die Technik weiterentwickelt hat? Wenn es dann noch Menschen gibt, haben die sicher andere Probleme als Demographiepseudoprobleme. Die Menschheit sollte langsam mal anfangen. global zu denken.

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kuac 25.10.2016, 09:58
17.

Zitat von rdexter
"Erst wenn Männer viel Verantwortung im Haushalt übernehmen, können es sich Frauen leisten, Karriere zu machen und zusätzlich Kinder zur Welt zu bringen." Kann man auch anders sehen: Erst wenn Frauen nicht mehr nur Karriere machen wollen, habe sie Zeit, Kinder zur Welt zu bringen. Vielleicht einen Mittelweg gehen?
Japanische Frauen machen in der Regel keine Karriere. Ab 30 sind sie im Berufsleben unerwünscht. Deshalb arbeiten sie bis ca 30 und suchen bis dahin einen Man und gründen eine Familie. Dennoch sind die Kinderzahl so, wie sie sind, überall in reichen Ländern.
Das Problem wird verschärft, weil Japan keine Immigration zulässt.

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Beat.Adler 25.10.2016, 09:59
18. Die Welt ist bei Weitem NICHT ueberbevoelkert

Zitat von tomrobert
Das mit ein Hauptgrund für Kriege und Umweltzerstörung! Trotzdem wird das Lied des demographischen Desasters ständig wiederholt. Der Club of Rom hat das doch richtig dargelegt. Das sind Wissenschaftler! Das Establishment unterdrückt das offensichtlich. Die Wahrheit ist wohl nicht erwünscht.
Die Welt ist nicht UEBERbevoelkert. Sie wird es auch nie sein.

Immer mehr Maedchen gehen immer laenger in die Schule. Immer mehr junge Frauen durchlaufen eine Berufsausbildung. Sie gebaeren ihr erstes Kind immer spaeter. Diese Trends halten weltweit an. Die Geburtenrate sinkt. Sie fliessen in die gruene Kurve der folgenden Darstellung ein:

https://grist.files.wordpress.com/2011/10/un-population-projections.gif

Die gruene Kurve ist deswegen die mit grossem Abstand Wahrscheinlichste.

Das heisst, ca. im Jahre 2040, 2045 wird die maximale Bevoelkerung von ca. 8,wenig Milliarden erreicht, anschliessend sinkt sie wieder.

Dieser Trend ist bereits heute erkennbar und erfassbar.

Da es der Weltbevoelkerung immer besser geht, immer mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, dazu gesunder Ernaehrung und immer bessere medizinische Versorgung steigt die Lebenserwartung und die Weltbevoelkerung wird im Durchschnitt immer aelter.

Die negative Korrelation zwischen volkswirtschaftlichem Wachstum und Geburtenrate kommt dazu. Da die Weltwirtschaft waechst, geht es immer mehr Menschen immer besser. Die Frauen bringen immer weniger Kinder zur Welt. Wer will schon sein Geld mit seinem Nachwuchs teilen? ;-)

Wer all dies beruecksichtigt, versteht, dass es auf der Welt nie eine Ueberbevoelkerung geben wird. Nie!

In diesem Blog geht es um die Ueberalterung in Japan, wo immer weniger junge Menschen immer mehr alten Menschen helfen sollten. Die Pflegeroboter sind vorlaeufig ein Pflaesterchen auf eine grosse Wunde.
mfG Beat

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curiosus_ 25.10.2016, 10:04
19. Eine Gesellschaft, die...

Zitat von holm7777
das passiert, wenn sich ein Land völlig gegen Einwanderung abschottet. da sind wir in dtl. einen Schritt weiter. es wird nicht kommuniziert, aber die Flüchtlinge von heute bezahlen morgen unsere Rente mit.
...weniger Kinder in die Welt setzt als nötig sind um auf Dauer ihre Kopfzahl zu halten schrumpft zwangsläufig bis auf Null. Nun kann man natürlich argumentieren, dass diese Gesellschaft nicht (evolutions)biologisch überleben muss, sondern z.B. kulturell. Also sich den Nachwuchs im Ausland organisiert. Was dem Gleichheitsgrundsatz ziemlich widerspricht wenn ich den importiere und anderen das Kinderkriegen überlasse. Passt aber zur kapitalistischen Wirtschaftsweise, jeder macht das was er am besten kann.

Ich kann mich aber auch auf den Standpunkt stellen, dass meine Gesellschaftsform sowieso nicht überlebenswert ist und daher ruhig aussterben kann. Was eine ziemlich suizidale Einstellung offenbart. Und de facto bedeutet, dass mal wieder eine evolutionäre Sackgasse erreicht ist.

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