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Homöopathie in Frankreich: Ein Streit um Geld und Glaube
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In Frankreich gerät die Homöopathie zunehmend unter Druck: Ärzte wettern gegen Globuli, das Gesundheitsministerium prüft die Wirksamkeit. Die Homöopathen wehren sich energisch.

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landei23 17.09.2018, 22:43
30. Der Placebo-Effekt...

...ist auch ein Effekt. Wenn’s den Leuten mal hilft und sie deswegen nicht auf andere Behandlungen verzichten, obwohl sie das von mir aus auch dürfen, habe ich nichts dagegen. Kostet ja alles nicht die Welt

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Mancomb 17.09.2018, 22:46
31. Super!

Kudos an unsere Nachbarn. Dieser organisierte Betrug sollte hierzulande genauso verboten werden wie das Heilpraktikertum. Oder zumindest nicht mehr die Allgemeinheit dazu verpflichtet werden, diesen Schwachsinn für ein paar Anhänger der sogenannten "alternativen Medizin" mitzufinanzieren (was übrigens genauso dusselig klingt - und ist - wie "alternative Mathematik" oder "alternative Fakten").

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nic 17.09.2018, 22:47
32.

Zitat von dr.schnabel
Was verstehen Sie denn als Physiker so von Pharmazie?
Globuli ist Pharmazie?

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der IV. Weg 17.09.2018, 22:49
33. tja die Pharmalobby

Zitat von equigen
Als Physiker kann ich über diesen mittelalterlich anmutenden Blödsinn (...) nur ungläubig den Kopf schütteln.
ist der natürliche Feind der Homoöpathie.
Denn wenn die funktioniert, verdient sie bei den Patienten nichts (mehr).
Als Physiker hätte man eigentlich die Möglichkeit die Wirksamkeit von Katalysatoren einzusehen.
So ähnlich funktioniert das nämlich, nur dass der menschliche Körper "etwas" komplizierter ist als jede Maschine.

Es gibt ja viele Meinungen zur Wirksamkeit der H.
Nehmen wir mal Pflanzen, da gibt´s keinen Placeboeffekt (der natürlich auch bei der konventionellen Medikamentengabe eine Rolle spielt).
Nun nehmen sie Silber, Zink, Kupfer, Eisen, usw. und verdünnen es in homöopathischen Dosen, geben das zum Gießwasser und schauen mal was passiert.
Das (solche Testreihen) wurde natürlich bereits gemacht,
frag mal Tante Guggel. ;-)

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Walther Kempinski 17.09.2018, 22:52
34. So läuft das nicht

Zitat von cs01
Dann wechseln sie doch die Krankenkasse. Es gibt gesetzliche Krankenkassen, die keine Homöopathie zahlen. (was m.E. richtig ist) Gott sei Dank hat man die Wahl.
Es ist inzwischen fast unmöglich geworden, eine KK zu finden, die diesen Müll nicht anbietet. Dieser Trend (Medizin ist es ja nicht), ist zu einer marktwirtschaftlichen Pflicht geworden. Wenn die Kassen das nicht anbieten, dann haben sie Angst, dass die Homöos abwandern. Daher bietet das inzwischen fast jeder an. Daher hilft da nur ein Verbot sowas als Kassenleistung anzubieten. Am Ende wirds für alle teurer.

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cyberphunkie 17.09.2018, 22:54
35.

Hier muss man außnahmsweise mal sagen, dass eine Hexenjagd im Wortsinne die einzig angemessene Reaktion auf die Homöopathiewelle ist. Darum geht es nämlich - Hexerei mit wundersamen Heilversprechen.

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redneck 17.09.2018, 22:55
36.

Zitat von Sophie Amrain
Es gibt evidenzbasierte Medizin und Quacksalberei. Zu letzterem zählt die Homöopathie. Es hat doch seine Gründe, wieso es noch nie jemand in einer kontrollierten Studie gelungen ist, die Wirksamkeit irgendeinen homöopathischen Mittels nachzuweisen. Genaugenommen konnte nachgewiesen werden, dass die homöopathischen MIttel genauso wirksam waren wie die Placebos.
Da darfst ruhig auch gleich die Psychologen, Sozialpsychos und Therapeuten dazunehmen.

Jede Effektivitaetstudie ist negativ. Sprechplacebo fuer eine kleine Spende muss aufhoeren. Der Schaden den die hauptsaechlich Maedels und Jungs anrichten ist gewaltig. Der Erkenntnissgewinn auesserst gering.

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Thomas 17.09.2018, 22:59
37. Der Irrsinn muss ein Ende haben

Mir wurden tatsächlich in einer Apotheke - ohne keine Nachfrage - Zuckerkkügelchen als ‚garantiert wirksam‘ angeboten und auf meinen freundlichen Hinweis, dass dieser Humbug bei mir nicht wirkt, wurde noch mit den üblichen Sektenargumenten versucht mich umzustimmen. Eine Apotheke!

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Miere 17.09.2018, 23:04
38. Hahnemann würde sich im Grabe umdrehen.

Wenn er sich die heutige Homöopathie anschauen könnte. Er hatte aus eigener Erfahrung oder Anschauung eine verwegene Hypothese ("Gleiches mit Gleichem"), hat sie nach bestem Wissen seiner Zeit getestet, und die Medikamente unter kräftigem Schütteln so weit verdünnt, bis keine schweren Nebenwirkungen mehr auftraten. Damals wie heute halfen vor allem die ausführlichen Patientengespräche. Er hätte sich sicherlich überzeugen lassen, dass seine Hypothese leider doch falsch war, wenn man ihm die Beweise vorlegen würde. Inzwischen ist eine Religion draus geworden.

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Mancomb 17.09.2018, 23:05
39.

Zitat von robri
Eine Flasche Globuli kostet 7?. Damit ist nicht viel zu verdienen. Was man über die meisten anderen Medikamente nicht behaupten kann. Wen wundert es, dass man euch unterstellt von der Pharmaindustrie gesponsert zu werden?
>Kein Mensch wird gezwungen sich homöopathisch behandeln zu lassen. Meine 4 Kinder sind homöopathisch behandelt aufgewachsen.

Da ist schon der erste Widerspruch. Hatten Ihre Kinder denn eine Wahl? Ich glaube kaum.

>Sie sind ohne Antibiotika, Operationen oder Allergien aufgewachsen.

Schön für sie. Oder auch: Glück gehabt.
>Unsere Krankenkasse musste weder das Einsetzens eines Paukenröhrchens bei einem Tubenkatharr des einen Sohnes bezahlen, noch die Operation der Leistenhernie des jüngsten Sohnes. Beides ist mit Homöopathie ausgeheilt.
Dann lehne ich mich mal aus dem Fenster und behaupte, das wäre auch passiert, wenn Sie Ihren Kindern keine Globuli gegeben hätten.

>Gäbe es so viele Behandlungsfehler von Heilpraktikern wie es sie in den Krankenhäusern gibt, könnte ich das ewige SPIEGEL-Lamento der Homöopathiekritik ja nachvollziehen.

Wie soll es Behandlungsfehler geben, wenn nicht mal eine Behandlung stattfindet?

>Eine Flasche Globuli kostet 7?. Damit ist nicht viel zu verdienen.

Die Chefs von Südzucker würden himmelhoch jauchzen, wenn man ihnen für handelsübliche Glucose statt 65 Cent das Kilo auf einmal 3000 € hinblättern würde:
https://www.google.com/search?q=globuli+preis

>Was man über die meisten anderen Medikamente nicht behaupten kann.

Preise für Medikamente in Deutschland liegen immer noch deutlich über dem europäischen Durchschnitt, aber das ist ein politisches Problem. Trotzdem zahle ich lieber ein paar Euro für eine Packung Paracetamol oder Novalgin, weil ich weiß, dass der Wirkstoff in einer Konzentration vorhanden ist, der dem Namen "Wirkstoff" auch gerecht wird. Spezialmedikamente wie irgendwelche monoklonalen Antikörper mal außen vor, das ist wie wenn man ein Fahrrad mit einer Rakete vergleicht.

>Wen wundert es, dass man euch unterstellt von der Pharmaindustrie gesponsert zu werden?

Mich, ganz ehrlich.

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