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Homöopathie-Kongress in Leipzig: "Humbug"
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Homöopathie und Medizin verbinden - darum geht es bei einem Kongress in Leipzig. Natalie Grams war früher selbst homöopathische Ärztin. Hier erklärt sie, warum sie davon nichts hält.

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tulius-rex 14.06.2017, 14:34
10. Glaube versetzt Berge...solange man gesund ist

Dass die Krankenkasse diesen Homöopathie-Quatsch auf Kosten der Beitragszahler bezahlen ist der Hohn und ein Skandal.
Der Gipfel ist, wenn es den Globuli-Brennnessel-Anhängern wirklich schlecht geht, rennen sie zu spät ist zur Schulmedizin und sagen, die sei letztlich am Tode schuld. Verquerer kann man nicht denken und handeln. Hauptsache die Homöopathen und sonstige Wunderheiler verdienen gut.

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twistie-at 14.06.2017, 14:34
11.

Zitat von hotel_papa
Hömöopathie aktiviert die nicht "angeblich". Das ist lediglich ein anderer Begriff für 'Placebo-Effekt'. Und ich sehe in der Anwendung dieses Prinzips in Fällen, wo einem ehrlich gesagt sowieso nichts anderes bleibt, als abzuwarten, keinen Schaden. Wir kennen alle den Spruch, wie lange eine Grippe dauert, oder ein Schnupfen. Es darf natürlich nicht so weit gehen wie in dem Fall des verstorbenen Junken kürzlich in Italien.
aber der Placebo-Effekt kann eintreten oder auch nicht, bei der Homöopathie wird gerne gesagt, wenn sie nicht wirkt, glaube ich nicht genug daran, dass wird mir bei der herkömmlichen Medizin nicht mitgeteilt, ferner gibt es dort zumindest abseits des Placeboeffektes noch im besten Fall nachgewiesene Wirkungen, Blindstudien usw. und halt nicht nur "Erfahrungsberichte", verbunden mit "du hast ja keine Ahnung und bist pharmahörig"

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cave100 14.06.2017, 14:35
12. schon wieder

Die Gute erklärt zum 100 mal, dass sie von Homöopathie nicht hält und auch warum. Aber was stört dann daran, dass Hunderttausende eben Homöopathie, als sanfte Heilmethode, lieben und damit gesund werden.
Was ist das Problem ? Die Mehrzahl der Anwender zahlen die Medikamente selbst, so dass alle davon
profitieren, selbst die Kritiken, denn durch die Selbstzahler bleibt der Topf der Ärzte schön gefüllt zur Verteilung.
Weiterhin werden Arbeitsplätze geschaffen und erhalten, Mehrwertsteuer und Lohn-Einkommensteuer erhoben.
Also was soll es, lass die Menschen doch selbst entscheiden welche Heilmethode sie für sich wählen.

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vickyp 14.06.2017, 14:37
13.

merkwürdig...dass immer wieder in regelmässigen Abständen ein Artikel über eine junge dynamische Ärztin und Exhomöopathin, die die Wirkungslosigkeit
der Homöopathie propagiert.
So oder ähnlich schon letztes Jahr und das Jahr davor gelesen.
Es gibt aber auch viele Ärzte die den Weg andersherum beschritten haben. Und gute Erfolge aufweisen und verantwortungsvoll bei fraglichen oder Schwerwiegenden Krankheitsbilder zum Facharzt verweisen.
Zumal Homöopathie auch eine unterstützende Wirkung hat.
Aber davon habe ich hier noch nichts gelesen.Bei dieser Art einseitiger Bericherstattung kann man erahnen welche Industrie sponsert.


d

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st.peterording 14.06.2017, 14:39
14. Vertreter der Esoterik

Zitat von apst
...der Aufdruck "Werbeanzeige". Das was den Kügelchenproduzenten vorgeworfen wird, passiert hier doch genau umgekehrt - Schleichwerbung würde ich das nennen. Nur weil mehr Studien für die eine Seite gezahlt werden, heißt das noch lange nicht, dass diese besser ist. Es gibt für beide Richtungen für und wider, aber einen klaren Sieger, so wie das hier dargestellt wird, gibt es nicht.
Sie haben das Interviews offensichtlich nicht gelesen oder verstanden. Es sollte nach unzähligen evidenzbasierten Studien auch dem Letzten klar sein, dass Homoöpathie keine Wirkung oberhalb des Placeboeffektes hat. Die Methode gibt es seit knapp 200 Jahren und seit dem gibt es keinen einzigen Beleg für die Wirkung. Mit anderen Worten, Smarties haben den gleichen Effekt wie Globuli. Sie schmecken aber besser und kosten weniger.

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uruetten2 14.06.2017, 14:40
15. @apst: Doch,

da gibt es (mindestens) einen gravierenden Unterschied: Wenn die evidenzbasierte Medizin in Studien auf die Nicht-Wirksamkeit einer Therapie gestoßen wird, dann wird diese aufgegeben. Genau das geschieht bei der Homöopathie und bei Religionen nie. Beide sind in sich geschlossene Gedankengebäude, die per definitionem keine Falsifizierung zulassen. Und: bei den beiden letzteren haben wir es mit gedanklichen Konstrukten zu tun, die vor Urzeiten, z.B. vor der Entdeckung bakterieller Erkrankungsursachen, entwickelt wurden. Inzwischen weiß man vieles besser und ein Ende des medizinischen Fortschritts, wohlgemerkt der wissenschaftlich fundierten Medizin ist nicht abzusehen. Oder sind steigende Lebenserwartungen auf steigenden Konsum von Zuckerkügelchen zurückzuführen?

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polarity 14.06.2017, 14:40
16. Und warum

geben grosse Pharmafirmen mehr als einen Drittel ihres Umsatzes für "Marketing" aus? Weil die Medikamente so gut sind? Oder weil es sich um ein ausgeklügeltes System der Korruption handelt? Letzthin hat sich der Roche Lobbyist, der den Tamiflu Schwindel eingefädelt hat, Suizid begangen. Zudem wird endlich langsam die amerikanische Jusitz aufmerksam, wie da im grossen Masstab auf Kosten der Patienten Geld gemacht wird. Da ist der Dieselskandal Kinderkram dagegen.

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infinitejest 14.06.2017, 14:41
17. Placebo

Selbst wenn die Wirkung von homöopathischen Medikamenten ausschliesslich auf dem Placebo-Effekt beruht, so kann letzterer auch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen medizinisch positiv wirken. Dies wird in der allgemeinen Diskussion und auch in obigem Interview allerdings in keiner Weise reflektiert. Es geht also primär gar nicht um einen Grabenkampf, sondern darum wie man das Wissen um einen Placebo-Effekt am besten medizinisch nutzt. Und da hilft das Promoten von Nicht-Nachweisbarkeitsstudien dem potentiellen Patienten eben nicht weiter. Ein intelligenterer Ansatz ist gesucht.

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_rasenmäher 14.06.2017, 14:42
18. @3. apst - Das ist ein Irrglaube

Völlig falsch. Die immer wieder vorgetragene Behauptung es gäbe "für und wider" oder eine unklare Studienlage ist schlicht unwahr. Sämtliche (!) ernsthafte medizinisch-wissenschaftliche Studien haben belegt das es keine über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirkung der Homöopathie gibt. Dem gegenüber gibt es keine einzige Studie die die Wirksamkeit der Homöopathie belegt.
Daher ist die Förderung dieser Disziplin durch gesetzliche Krankenkassen dringend zu untersagen!

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josha52 14.06.2017, 14:43
19.

Zitat von felice2000
Sehr schön. Wird aber nichts nutzen. Das Problem ist m. E.: Hören die Menschen "Placebo-Effekt", denken sie, dass damit KEINE Wirkung verbunden ist. Sie begreifen nicht, dass der Placebo-Effekt ein großer Teil der Wirkung ist, und das dieser natürlich auch eintritt, wenn man Medikamente einnimmt, die "wirken". Die Medikamentenwirkung setzt sich immer aus Placebo- und chemisch-biologisch-pharmazeutischer Wirkung zusammen. Wenn diese Gesamtwirkung 100 ist, dann mag der Placebo-Effekt allein für 40, 50 oder 70 verantwortlich sein. Homöopathie wirkt nachweislich chemisch-biologisch-pharmazeutisch NICHT. Es bleibt der Placebo-Effekt übrig. Und da dieser sehr hoch sein kann, lassen sich "Homöopathische Ärzte" und gläubige Patienten so leicht täuschen. Denn Placebo ist natürlich in aller Regel viel besser als gar keine Wirkung. Das Problem ist nur, dass Homöopathen behaupten, dass sie mehr könnten als Placebo. Und das ist natürlich Betrug und viel zu teuer erkauft. Dieses Geld fehlt den Patienten (oder dem System) dann für Medikamente, die ihren Namen verdienen.
Gute Hinweise, Danke!
Bleibt zu erwähnen, dass ein Unterschied zwischen Placebo und »realer« Wirkung die Nachhaltigkeit ist. Placebo-Wirkungen sind meist vorübergehend, seltener dauerhaft.
Hier liegen auch die großen Unterschiede zur Phytotherapie und zu vielen anderen naturheilkundlichen Ansätzen, zum Beispiel des Ayurveda.
Leider ist in vielen Köpfen »Homöopathie« immer noch ein Synonym für »Naturheilkunde«.
Doch das ist falsch. Homöopathie ist alles andere, nur kein naturheilkundliches Konzept. Sie ist m.E. vielmehr ein rein intellektuelles, rein verstandgesteuertes Konzept, das mit den realen Gegebenheiten der Natur wenig bis nichts gemein hat.

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