Forum: Gesundheit
Homöopathie-Kongress in Leipzig: Trommeln für Kügelchen und Tinkturen
imago/ Christian Ohde

Trotz fehlender Wirksamkeitsnachweise zahlen viele Krankenkassen homöopathische Behandlungen. Auf einem Kongress in Leipzig wollen die Heilkundler ihre Methode verteidigen - aber der Widerstand wächst.

Seite 2 von 26
Here Fido 13.06.2017, 20:09
10.

Zitat von hulmer
Der Artikel argumentiert das es keinen wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit der Homöopathie gibt. Wissenschaftlichkeit bedeutet auch, dass nicht Einzelfälle als Beleg für und wider einer zu prüfenden Risikoeinschätzung hergenommen werden. Genau das macht aber ihr Artikel, es werden zwei Einzelfälle hergenommen, die die Risiken der Homöopathie belegen sollen. Das halte ich für sehr unseriös! Man kann von der Homöopathie halten was man mag, aber mit dieser Vorgehensweise im Artikel führen Sie ihre eigene Argumentation ad absurdum. Noch empörender finde ich, dass solch schlechter Journalismus auch noch durch die DPA verbreitet wird und völlig unkommentiert in Spiegel Online übernommen wird. Damit tragen Sie hier nicht zu einer sachlichen Debatte bei, die ohne Frage zu führen ist, sondern Reihen sich ein in ein politisches Klima in Deutschland, dass den Parolen und Propaganda immer stärkeres Gewicht verleiht. Auch und gerade bei einem Thema, dass unter diesen Aspekten harmlos erscheint. Diese Art des Journalismus und der Darstellung eines Themas schürt die Vereinheitlichung, die Reduzierung, die Begrenzung, die Tendenziosität und widerspricht den Grundprinzipien einer offenen, toleranten und vielfältigen Gesellschaft. Bitte bemühen Sie sich in Zukunft um eine breitere Darstellung so eines Themas und übernehmen Sie nicht unreflektiert Artikel auf ihre Seiten.
Da gibt es nichts breiter darzustellen: Homöopathie ist seit 200 Jahren den Wirksamkeitsnachweise schuldig und ich glaube, dass kann man gar nicht deutlich genug sagen.
Ich kenne eine Menge Leute, die immer noch denken, das sei nur so eine Art sanfte Pflanzenmedizin und reagieren völlig ungläubig wenn man ihnen die abstruse Idee dahinter erklärt.
Und bei den Einzelfällen geht es nicht um einen Wirksamkeitsnachweis sondern ganz einfach um die Tatsache, dass man ein möglicherweise tödliches Risiko eingeht, wenn man sich zu einem Quacksalber begibt. Es müsste eigentlich jedem Simpel einleuchten, dass es riskant sein könnte mit einer Krebserkranknung zum Homöopathen zu gehen. Sie vergleichen Äpfel und Birnen.

Beitrag melden
fin2010 13.06.2017, 20:10
11. Nannyspiegel

Kostenübernahme erfolgt bei Homöopathika als freiwillige Leistung der Krankenkasse, nicht als eine für alle Kassen verbindlich vorgegeben Leistung. Es steht jeder Kasse frei, diese Leistungen nicht oder eben doch zu erstatten. Genauso steht es jedem Kassenmitglied frei, sich eine Kasse mit oder ohne diese Leistungen zu suchen.
Was also bitte sollen diese ständigen Artikel (besonders) im Spiegel, die den Widerwillen des jeweiligen Autors gegen Homoöpathie mit dem Mäntelchen des Verbraucherschutzes bekleiden. Aufklärung über wissenschaftlich nachweisbare Wirkung oder Nichtwirkung ist ja ok, die Entscheidung überlasst dann aber bitte denjenigen, die sie auch ausbaden.

Beitrag melden
Runkel 1830 13.06.2017, 20:10
12.

Der erwähnte Fall des italienischen Jungen ist sicher vermeidbar gewesen, wenn sich Eltern bzw. Homöopath der Grenzen dieser Heilkunst bewust geworden wären.
Den Fall als Gegenargument zur Homöopathie darzustellen, wäre das Gleiche als wenn man die Schulmedizin absurd fände, weil es dort tötliche Behandlungsfehler gibt.
Homöopathie hilft nicht immer, aber meinem Sohn hat sie geholfen seine Neurodermitis zu heilen.
Gerade bei Autoimunerkrankungen, kann oft die Schulmedizin nur mit einer nebenwirkungsreichen Therapie, nicht heilen sondern nur lindern.
Ich denke, "Wer heilt hat recht". Das gilt für Schulmedizin und Homöopathie gleichermaßen.

Beitrag melden
IvicaMarkovic 13.06.2017, 20:23
13. @runkel1830

Es ist falsch, dass Homöopathie Grenzen hätte, wie Sie schreiben. Dies würde nämlich voraussetzen, dass Homöopathie überhaupt in irgendeiner Form wirken würde, was bis heute in 200 Jahren der Homöopathie nicht beobachtet werden könnte.

Beitrag melden
mildman 13.06.2017, 20:25
14. Und was ist mit Brillen??

Weil 80% aller Patienten, die von Homöopathen behandelt wurden, finden, daß es ihnen danach besser geht, wollen die Krankenkassen durch die Übernahme homöopathischer Behandlungen Kunden anlocken. - Aber daß rund 100% aller Patienten, die eine Brille brauchen, mit einer solchen tatsächlich, objektiv und nachweisbar, besser sehen können mit dem damit verbundenen Zuwachs an Leistungsfähigkeit und Lebensqualität, ist offenbar kein ausreichendes Argument, um Kunden anzulocken?? Oder wären das vielleicht einfach nur zu viele, um das noch nebenher zu finanzieren, im Gegensatz zur deutlich kleineren Anzahl an Homöopathie-Freunden??

Beitrag melden
malledoc 13.06.2017, 20:26
15. ?Wer heilt, hat Recht?

Toll. Dann beweist doch mal dass Ihr heilt. Nada. Eine sauberere Statistik, das wäre doch mal was. Gibt nicht. Kann es auch nicht geben.

Beitrag melden
Die Happy 13.06.2017, 20:27
16.

Zitat Artikel:
Die Kassen wollen für ihre Kunden attraktiv bleiben, viele erstatten daher die Kosten für homöopathische Behandlungen. ...

Wenn Kasse xy bzw. meine für mich attraktiv bleiben will, sollen sie diesen Unfug eben NICHT erstatten.

Beitrag melden
IvicaMarkovic 13.06.2017, 20:30
17. @hulmer

Da alle Patienten, die homöopathisch "behandelt" werden, nicht durch Homöopathie geheilt werden, ist das Herausgreifen von einzelnen Beispielen durchaus legitim, da sie die Gesamtheit der Opfer der Schlangenölbranche perfekt repräsentieren.

Beitrag melden
DenkenKannHelfen! 13.06.2017, 20:47
18.

Zitat von fin2010
Kostenübernahme erfolgt bei Homöopathika als freiwillige Leistung der Krankenkasse, nicht als eine für alle Kassen verbindlich vorgegeben Leistung. Es steht jeder Kasse frei, diese Leistungen nicht oder eben doch zu erstatten. Genauso steht es jedem Kassenmitglied frei, sich eine Kasse mit oder ohne diese Leistungen zu suchen. Was also bitte sollen diese ständigen Artikel (besonders) im Spiegel, die den Widerwillen des jeweiligen Autors gegen Homoöpathie mit dem Mäntelchen des Verbraucherschutzes bekleiden. Aufklärung über wissenschaftlich nachweisbare Wirkung oder Nichtwirkung ist ja ok, die Entscheidung überlasst dann aber bitte denjenigen, die sie auch ausbaden.
Wenn Krankenkassen eine Brille nicht bezahlen, die erwiesenermaßen dazu führt, dass ein Mensch arbeiten und adäquat am Alltag teilhaben kann;
wenn Krankenkassen bei chronisch Kranken nach jeder Möglichkeit suchen, um zu sparen, ob nun human oder unmenschlich;
wenn Krankenkassen regelmäßig ihre Beiträge erhöhen;
wenn Krankenkassen alten Menschen notwendige Leistungen verwehren mit dem Argument, das "lohne" sich nicht mehr;
aber andererseits offenbar genug Geld für hanebüchenen und wirkungslosen Unsinn wie die Homöpathie vorhanden zu sein scheint - dann interessiert mich das als "Kunden" sehr wohl!
Und da sich offenbar genügend Kassen an diesem Spiel beteiligen, ist es sehr wohl eine Sache des Verbraucherschutzes, dagegen vorzugehen. Im Endeffekt werden hier die Zahlungen der Versicherten veruntreut. So deutlich muss man das sehen.

Beitrag melden
calinda.b 13.06.2017, 20:52
19. "obwohl kaum Wirkstoff darin enthalten ist"

Kaum? KEIN Wirkstoff ist enhalten, der wissenschaftlich nachweisbar ist, durch die Verdünnung die angeblich die Wirkung ausmacht.

Und selbst wenn, dann wäre es kein WIRKstoff sondern ein schwachstmöglicher Tee.

Beitrag melden
Seite 2 von 26
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!