Forum: Gesundheit
Homöopathie-Kongress in Leipzig: Trommeln für Kügelchen und Tinkturen
imago/ Christian Ohde

Trotz fehlender Wirksamkeitsnachweise zahlen viele Krankenkassen homöopathische Behandlungen. Auf einem Kongress in Leipzig wollen die Heilkundler ihre Methode verteidigen - aber der Widerstand wächst.

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Nania 14.06.2017, 13:13
210.

Zitat von polarity
Nun, dann ist ja alles gut. Früher, als Bakterien nicht als Krankheitserreger bekannt waren, kamen die Aerzte vom Leichensezieren zu Frauen im Wochenbett. Viele starben. Musste Zufall sein. Es gibt keine Ansteckung, das war der Stand der Wissenschaft. Und für die Hörigen ist das der Weisheit letzter Schluss. Heroin wurde als Hustenmittel propagiert, das nicht süchtig macht. Und bei Contergan das Gleiche, war hat Pech, man wusste das halt nicht mit dem Enantiomer. Schliess wurde diese "wissenschaftliche Unschuld" Selbstläufer der Pharma. Studien massgeschneidert designen, dass es einen Effekt gibt, um die FDA Zulassung zu kriegen. Passiert bei Antidepressiva, neuerdings auch bei den Statinen (weltweite Miliardenumsätze), auch bei Vorsorgeuntersuchungen (Prostatakrebs, Brustkrebs). Zufäligerweise generieren die alle Milliardenumsatze. Unnötige und schädliche Operationen wurden schon genannt. Neuerdings zeigen die Foschungen des Mikrobioms, dass Antibiotika nicht unproblematisch sind, und nur überlegt und sparsam eingesetzt werden sollten. Im Angesichts all dessen ist die Arroganz der Hüter der wissenschafltichen Status quo schon erstaunlich.
Das alles macht nur die Homöopathie nicht wirksamer oder wissenschaftlicher.
Es gibt bereits mehr als genug Studien, von ganz unterschiedlichen Institutionen, die zeigen, dass die Homöopathie nicht über den Placebo-Effekt hinaus Wirkung zeigt. Da können Sie noch so lange auf Fehler hinweisen wie sie wollen.

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Grummelchen321 14.06.2017, 13:16
211. Im

übrigen sind die kügelhersteller auch einfach nur gute Lobbyisten.
Sie arbeiten mit den gleichen Mitteln wie die anderen Pharmafirmen.


http://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/168589/index.html

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Grummelchen321 14.06.2017, 13:17
212. Im

übrigen sind die kügelhersteller auch einfach nur gute Lobbyisten.
Sie arbeiten mit den gleichen Mitteln wie die anderen Pharmafirmen.


http://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/168589/index.html

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Grummelchen321 14.06.2017, 13:23
213. Schauen

Sie doch einfach mal beim der Cochrane Collaboration nach was die über homöophatie herausgefunden haben nach.

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Nania 14.06.2017, 13:24
214.

Zitat von oposit
Ich gehöre definitiv zu den Skeptikern. Wenn man aber seit Jahren unter zunehmend schwerer Allergie leidet und nur noch mit starken Antihistaminen und Kortison Spray für Nase und Bronchien halbwegs durch das Frühjahr kommt, ist man geneigt, Dinge zu probieren. Dieses Jahr: ein homöopathisches Mittel, mehrere Spritzen damit. Resultat: kein Asthma Spray, keine Antihistamine, kein Nasenspray. Also, für mich ist das 100% Wirkung! Und ich hab nicht dran geglaubt, von wegen Placeboeffekt!
Auch in solchen Fällen lässt es sich vielfach auf den Placebo-Effekt zurückführen - oder auf das Gespräch. Vielleicht setzten Sie sich auch weniger dem allergieauslösenden Stoff aus oder es ist - wie das bei Allergien manchmal sein kann - eine Spontanheilung aufgetreten.

(Allergien sind nämlich keinesfalls ein Leben lang da oder nicht da)

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Der Kopfschüttler 14.06.2017, 13:25
215. Wirksam? Vielleicht gefühlt...., definitiv NICHT bewiesen

Zitat von carlitom
Das ist schlichtweg falsch und wird durch ständiges Stammtischwiederholen nicht richtiger. Der Erfolg - und zwar vielfacher - gibt der Methode recht.
Erfolg? Es gibt nicht eine einzige evidenzbasierte Doppelblindstudie die eine Wirksamkeit der H. auch nur annähernd belegt. Der vermeintliche Erfolg liegt wohl eher daran, dass sich der H. einfach mehr Zeit nimmt für den Patienten und dieser sich dadurch vlcht. einfach mal verstanden fühlt. Ansonsten habe ich eine sehr preiswerte Lösung: Kippt doch einfach ein paar der blöden Globuli in die Talsperren. Da ja behauptet wird, dass die Wirksamkeit mit der Verdünnung steigt müsste das ja einen überragenden Effekt auf die Gesundheit haben.
Aber mal im Ernst: Wasser kann weder denken noch "belebt" werden.Und ein Stoff, von dem kein einziges Molekül mehr in den Zuckerperlen nachgewiesen werden kann, kann auch keine Wirkung hervorrufen oder heilen. Alles darüber hinaus ist schlicht und ergreifend Esoterik und Bauernfängerei.

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ironbutt 14.06.2017, 13:25
216. JEDER kann den Unsinn bekämpfen!

Was wäre eigentlich, wenn wir den Kassen mitteilen, wir wünschen dass dieser Quatsch nicht weiter finanziert wird und das gesparte Geld lieber zur Beitragsenkung verwendet wird. Alternativ könnte man sich auch nach einer Kasse umsehen, die diese Quacksalberei gleich ausschliesst. Homöopathie ist in vielen Ländern von der gesetzlichen Gesundheitsfürsorge ausgeschlossen - und trotzdem werden die Leute dort sehr alt!

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whead 14.06.2017, 13:25
217.

Bei allem Respekt, setzen Sie sich bitte einmal mit dem Falsifikationismus auseinander, bevor sie derart unqualifizierte Vergleiche anstellen. Die Ökonomisierung des Gesundheitssystems hat hiermit nichts zu tun. Das müssen Sie schon klar voneinander trennen. Die von Ihnen mehrfach herangeführten Bandscheiben-OPs sind keine Feldversuche, sie werden einfach gemacht, weil die Politik den Krankenhäusern Wirtschaftlichkeit verordnet hat und es leider gengend Ärzte gibt, die dabei mitmachen.

Die fortwährende Verfeinerung medizinischer Erkenntnisse, unter dem Versuch deren Aussagen zu widerlegen, das ist Wissenschaft. Nehmen Sie einmal die grundsätzliche Erkenntnis, dass viele Bandscheibenvorfälle keiner OP bedürfen, sondern konservativ behandelt werden können. Das ist ein Fortschritt! Natürlich nützt es denen nichts mehr, die unnötigerweise operiert wurden. Unter dem damaligen Kenntnisstand war aber die einzig (bewiesene) wirksame Methode gegen einen Bandscheibenvorfall, dass dieser operiert werden muss. Nur weil diese Theorie widerlegt wurde, bedeutet das - wie ein Voruser bereits mehrfach bemerkte - nicht, dass dadurch die Bandscheiben-OP grundsätzlich keine Wirkung erzielt. Es bedeutet lediglich, dass die Risiken eines solchen Eingriffs nicht für jeden Patienten in Kauf genommen werden müssen.

Der Unterschied zur Homöopathie und zu anderen glaubensbasierten Strömungen liegt darin, dass sie sich selbst nicht in Frage stellen! Das hat mit Wissenschaft und Erkenntnisgewinn rein gar nichts zu tun! Ihr Vergleich ist auch deshalb absurd, weil auch für jedes neue Homöopathikum wieder jemand als "Versuchskaninchen" herhalten muss. Natürlich sieht die Homöopathie hier besser aus, als die Schulmedizin, weil mit wirkungslosen Mitteln hantiert wird. Es kann niemand direkt (indirekt schon) zu schaden kommen. Wohingegen in der Schulmedizin mit nachweisbar wirkenden Mitteln agiert wird. Dass nicht alle Mittel und Methoden eine Wirkung entfalten, bestreitet niemand. Allerdings stehen diese Mittel und Methoden auch zur Falsifizierung bereit und beruhen nicht auf einem sturen Dogma.

Und noch etwas. Ich selbst bin Opfer einer Autoimmunerkrankung, die sich seit genau einem Jahr in mein Leben geschlichen hat. Dabei bin ich von Pontius zu Pilatus gewandert. Vom Zahnarzt zum Hausarzt, vom Hausarzt zum HNO, vom HNO in die Uniklinik (HNO), nach zwei Probeentnahmen in die Hautklinik. Bis zur zweiten Probeentnahme tappten alle im Dunkeln. Man war sich nur einig, dass keine Malignität vorliegt. Dann endlich diagnostizierte man mir Lichen Ruber mucosae und seit dem werde ich von den Dermatologen behandelt. Diese endgültige Diagnose ist 2 Monate her und ich darf seitdem eine Kombination aus oberflächlich aufgetragenem Cortison und einem Vitamin A Präparat einnehmen. Ich spüre und sehe den Effekt. Und sei es dadurch noch verstärkt, dass ein (Ober-)Arzt mich nun behandelt, der mich ernst nimmt und der für meine Begriffe absolut kompetent ist und ich mich in guten Händen fühle - was ein unbestreitbar großer Faktor bei jeder Krankheit ist! Die Lösung ist also nicht mehr Homöopathie, sondern weniger wirtschaftliche Getriebenheit.

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Singulativ 14.06.2017, 13:29
218.

Zitat von H. Krämer
Welche Zahlen gibt es, wieviel Krankenkassen für homöopathische Mittel ausgegeben werden - und wieviel für die "normalen" Medikamente ?
Den zuletzt durchgeführten Studien nach sind die Kosten für die Krankenkassen durch Homöopathie größer als bei Medizin. Für jemanden der von selber gesund wird ist das Geld rausgeworfen - bei allen anderen sind längere und schwerwiegendere Auswirkungen durch die fehlende Behandlung teurer, da später mit einer wirksameren Behandlung begonnen wird (z.B. länger Arbeitsunfähig).

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GrinderFX 14.06.2017, 13:29
219.

Zitat von lathea
imho sehr gut und sie haben bei einem falschen Einsatz auch Nebeneirkungen. Sie müssen jedoch richtig eingesetzt werden. Es genügt nicht, einem Kraken irgendein Globuli zu geben - genauso wenig, wie man in der klassischen Medizin einem Patienten rinfach irgendein Medikament verschreibt. Gegen die Homöopathie stellen sich in erster Linie Menschen, die davon schlichtweg keine Ahnung haben oder die ihre Erfahrungen mit Eigenbehandlung oder mit Behandlung durch Pseudo-Heiler gemacht haben. Kein ernsthafter und seriöser Arzt, der nicht von derjenigen Pharmaindustrie, die mit den teuren Produkten möglichst viel und möglichst lange Dauerpatienten versorgen will, für seine öffentliche Meinung bezahlt wird, würde allen Ernstes die Homöopathie derart in Frage stellen, wie dies von einigen Laien dieser Materie getan wird. Ausserdem gibt es auch verschreibungspflichtige homöopathische Medikamente. Zusätzlich sollte man erwähnen, dass bei Beamten fast immer eine homöopathische Behandlung von der Beihilfe finanziert wird (der Staat weiss schon ganz genau, warum). Ausserdem unterliegen unsere Medikamente alle dem Medikamentenrecht und müssen zugelassen sein. Auch wenn die klassische Pharmaindustrie und ihre Lakaien massiv versuchten, diese Medikamente vom Markt zu drängen und und die Homöopathie wegen ihrer Wirksamkeit in Misskredit zu bringen, wird wohl kein Kenner der Medizin dabei ernsthaft mitmachen. Die Homöopathie hat ihre Grenzen und ihre Einsatzbereiche - genau wie die klassische Medizin auch. Denn weder mit noch ohne Homöopathie würde sich Jemand mit einem Knochenbruch nicht von einem Urologen mit Antidepressiva behandelt lassen und dann darauf hoffen, dass dies den Knochenbruch innerhalb von 2 Tagen heilt und bei fehlendem Heilerfolg anschließend die ganze klassische Medizin ablehnen und versuchen, die durch den Dreck zu ziehen. Allerdings würde auch niemand einen Urologen finden, der so etwas machen würde. Doch wenn man hier die Forenbeiträge liest, könnte man annehmen, dass Heilpraktiker, Lehrer, Freunde oder jeder mit ein paar medizinischen Kenntnissen die Eignung besäße, Zuckerkügelchen richtig oder falsch einzusetzen, um dann darüber zu urteilen. Zum Glück denken zumindest unsere staatlichen Stellen sowie die Krankenkassen nicht so. Homöopathie ist eine handwerkliche Kunst und folgt auch den Grundsätzen der Kunst: die Fotografie eines Ölbildes ist nicht gleichwertig mit dem Ölbild und der Fotograf ist nicht gleichwertig mit dem Maler, ausser wenn er mit dem Foto eine eigene Kunst erschafft.
Suchen sie sich Hilfe, wirklich, sie brauchen die!

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