Forum: Gesundheit
Homöopathie-Kongress in Leipzig: Trommeln für Kügelchen und Tinkturen
imago/ Christian Ohde

Trotz fehlender Wirksamkeitsnachweise zahlen viele Krankenkassen homöopathische Behandlungen. Auf einem Kongress in Leipzig wollen die Heilkundler ihre Methode verteidigen - aber der Widerstand wächst.

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Runkel 1830 13.06.2017, 20:53
20.

Zitat von malledoc
Toll. Dann beweist doch mal dass Ihr heilt. Nada. Eine sauberere Statistik, das wäre doch mal was. Gibt nicht. Kann es auch nicht geben.
Wer ist Ihr? Ich habe leider keine Statistik. Leider nur das Beispiel meines Sohnes. Den hätten wir auch mit Kortison einschmieren können mit allen Nebenwirkungen. Beim Absetzen wäre die Neurodermitis zurückgekommen. Zum Glück gab es eine Alternative. Bei einem 3 jährigen kann ich mir die Wirkung der Kügelchen mit dem Plazeboeffekt nicht erklären.

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ulrich_loose 13.06.2017, 20:54
21. Schon erstaunlich

das diese Zwangskassen zwar nachweislich unwirksame Homöopathie bezahlt, Naturheilmittel MIT nachgewiesener Wirkung aber nicht. Ich halte das für skandalös!

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IvicaMarkovic 13.06.2017, 21:00
22. @runkel1830

Fragwürdige Anekdoten ersetzen aber leider keine wissenschaftliche Studie. Der Placeboeffekt bei Kindern und sogar Tieren ist schon lange bekannt und wissenschaftlich erforscht.

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keine-#-ahnung 13.06.2017, 21:01
23. Versichern Sie sich einfach privat ...

Zitat von Here Fido
Hä? Warum sollte man auf Leistungen durch die Kassen verzichten, nur damit im Gesundheitswesen besser honoriert wird. Geht's noch?
... für gesetzlich Krankenversicherte gilt §12 SGB 5 (1): "Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen."
Bei der Homöopathie fehlt es an der Zweckmässigkeit ...

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egooist 13.06.2017, 21:01
24. @Runkel 1830

Zitat von Runkel 1830
Der erwähnte Fall des italienischen Jungen ist sicher vermeidbar gewesen, wenn sich Eltern bzw. Homöopath der Grenzen dieser Heilkunst bewust geworden wären. Den Fall als Gegenargument zur Homöopathie darzustellen, wäre das Gleiche als wenn man die Schulmedizin absurd fände, weil es dort tötliche Behandlungsfehler gibt. Homöopathie hilft nicht immer, aber meinem Sohn hat sie geholfen seine Neurodermitis zu heilen. Gerade bei Autoimunerkrankungen, kann oft die Schulmedizin nur mit einer nebenwirkungsreichen Therapie, nicht heilen sondern nur lindern. Ich denke, "Wer heilt hat recht". Das gilt für Schulmedizin und Homöopathie gleichermaßen.
Eine Korrelation bedeutet noch lange keine Kausalität ("correlation doesn't imply causation"). Nur weil sich ihr Sohn einer homöopathischen "Behandlung" unterzieht und später dann keine Neurodermitis mehr hat, bedeutet das noch lange nicht, dass die Homöopathie dafür verantwortlich ist. Sonst könnte man ja auch ggf. den zeitnahen Haarschnitt, Wetterumschwung oder was weiß ich dafür verantwortlich machen. Um jedoch eine Kausalität festzustellen, bedarf es nun mal medizinischer Studien (und keiner Anekdoten). Und in genau solchen Studien konnte, wie bereits im Artikel und einigen Kommentaren beschrieben, eine Wirksamkeit der Homöopathie (über den Placebo-Effekt hinaus) NICHT nachgewiesen werden.
Von der Unsinnigkeit der Homöopathie-"Theorie" will ich erst gar nicht anfangen. Daher nur ein kurzes (und ,wie ich finde, sehr passendes) Zitat aus dem Netz: "If water has a memory, then homeopathy is full of sh*t." Übersetzung: "Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, dann ist Homöopathie voller Sch***."

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Realist111 13.06.2017, 21:02
25. ???

Zitat von BettyB.
Nun ja, viele meinen, die Kügelchen würden helfen, sozusagen durch en durch das Einnehmen hervorgerufenen Placeboeffekt. Wenn meine alte Tante sich mit ihrer Gicht in die Kirche schleppt und am Abendmahl teilnimmt, fällt ihr der Rückweg leichter als der Hinweg, weil es gelingt für eine Zeit den Schmerzen mit der Hilfe des Priesters zu überlagern. Müsste die Krankenkasse ihn nicht dafür bezahlen, wenn sie doch auch die Dienstleistungen von Heilpraktikern bezahlt?
Nun ja, viele meinen, Antibiotika würden ausnahmslos helfen, nur weil ein seriöser Schulmediziner sie verschreibt und dadurch suggeriert, das sei das Nonplusultra.
Wenn mein alter Onkel sich mit seiner Grippe zum Hausarzt schleppt und anschließend, im Bette liegend, eine Packung Antibiotikum verspeist, glaubt er nach fünf Tagen, es habe ihm geholfen - obwohl diese Virus-Erkrankung nach fünf Tagen auch ohne das Mittelchen abgeklungen wäre.
Weshalb werden Schulmediziner und Antibiotikum von der Krankenkasse für eine solche Leistung bezahlt?

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Here Fido 13.06.2017, 21:11
26.

Zitat von keine-#-ahnung
... für gesetzlich Krankenversicherte gilt §12 SGB 5 (1): "Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen." Bei der Homöopathie fehlt es an der Zweckmässigkeit ...
Sie missverstehen mich. Lesen Sie doch nochmal worauf sich mein Statement bezieht. Ich habe ganz gewiß nicht dafür argumentiert, dass Homöopathie durch die Kassen bezahlt wird.

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alfredo_spencer 13.06.2017, 21:14
27. Falsch:

Zitat von Runkel 1830
Ich denke, "Wer heilt hat recht". Das gilt für Schulmedizin und Homöopathie gleichermaßen.
Nein, der Satz stammt aus dem Mittelalter und ist unwissenschaftlich. Ich weiss nicht wie oft man das noch hört.

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crewmitglied27 13.06.2017, 21:15
28. Mein Homöopath hat etwas

geschafft, was einige Ärzte vor ihm nicht geschafft haben. Keine üblen Migräneanfälle mehr. Danke!
Was hilft ist gut. Mir hat ein homöopathisches Mittel geholfen. Mehr gibt es nicht zu sagen.
Die Frage ist: wird´s zensiert oder nicht?

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vitalik 13.06.2017, 21:17
29.

Zitat von fahrgast07
Fakt ist, Homöopathie hat keine Wirkung. Gut, dass die Presse das immer klarer sagt. Ein Arzt sagte mir mal, er kann nur zwei Dinge tun: Patient heimschicken, oder ins Krankenhaus einweisen. Bei zweiteren hilft nur richtige Medizin. Bei ersteren richten die Zuckerkügelchen wenigstens keinen Schaden an, im Gegensatz zu Antibiotika. Vielleicht könnten wir aber mal erwachsen werden und lernen, dass Medikamente kein Wellness-Produkt sind. Und dass gegen die meisten Krankheiten ein simples, billiges Mittel hilft: Hinlegen, abwarten und Tee trinken.
Dann empfehle ich Ihnen den Arzt zu wechseln.
Aus einer "Nichtbehandlung" kann schnell eine sehr ernste Folgekrankheit entstehen. Auf der anderen Seite muss man nicht jeden Test sofort im Krankenhaus machen lassen. Eine Blutabnahme oder einen Abstrich sollte ein Arzt auch selbst hinkriegen und dann abhängig von den Ergebnisse eine Medikation einleiten.

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