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Homöopathie an Volkshochschulen: "Die Kurse dürfen nicht zur Volksverdummung beitrage
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Edzard Ernst gilt als einer der führenden, kritischen Erforscher der Alternativmedizin. Ein Gespräch über die bedenkliche Flut fragwürdiger Angebote an Volkshochschulen.

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grotefend 22.08.2018, 14:48
330. Lustig!

Zitat von Mustermann64
... und Theologie wird sogar an der Uni gelehrt...
Wer Theologie mit beten gleichsetzt, belegt dadurch auch seine Unkenntnis.

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birdte 22.08.2018, 15:39
331. Noch'n Klischee

Den hier angehäuften Klischees möchte ich gerne noch eines hinzufügen: Den Nutzern von Naturheikunde, wozu ich auch die Homöopathie zähle, da sie natürlichen Ursprungs ist, wird allgemein nachgesagt ,daß sie achtsamer und gesundheitsbewusster leben ,seltener rauchen und weniger Alkohol bzw. Drogen konsumieren, mehr Sport treiben, naturbelassene Mahlzeiten selbst zubereiten, nachhaltiger einkaufen und Müll vermeiden bzw. sorgfältig trennen .
Da die Naturheilkunde andere Diagnosemöglichkeiten kennt, verzichten deren Anhänger gerne auf teure Apparatemedizin genauso auf aufwendig ausgeforschte, umweltschädigend produzierte und mittels Tierversuchen getesteten Medikamente.
Wer sich mit Zuckerkügelchen, Farbtherapie und Kräutertee kuriert, pinkelt auch keine toxischen Arzneimittelrückstände in die Kanalisation. Wenn er dereinst verscheidet, fallen seine Überreste nicht unter die Sondermüllverordnung, aber sein baldiges Ableben ist nicht allzu wahrscheinlich, denn er hat eine höhere Lebenserwartung als seine Schmäher, denn die verrecken zu Hauf an den verordnungsgemäß eingenommen Medikamenten und das ist auch nur ein Teil der Wahrheit.
Denn das Verbreiten von Hassbotschaften und Missgunst ist ebenfall schlecht für die Pronose im Bezug auf ein glückliches ,langes Leben.
Gut für die geistige Gesundheit ist es allerdings ,etwas neues zu lernen. Besonders auch für ältere Menschen, wenn sie sich dabei mit anderen Menschen treffen , wie es beispielsweise in der Volkshochschule jedem möglich ist.
Daher wünsche ich euch viel Spaß bei euren Kursen, egal was ihr lernt, ihr tut etwas für euch !
Wer jeden Abend mit Pizza & Bier vor dem Fernseher hockt, zum Frühstück Aspirin und bei Durchfall Antibiotika einwirft , der würde möglicherweise auch von den als "Volksverdummung" abgewerteten Kursen noch profitieren.
Also ,egal wie ihr leben wollt, freut euch, daß ihr das dürft und gönnt es den anderen auch. .

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rockwater 23.08.2018, 07:59
332. Homöophobie

Zitat von Olaf
Im Gegensatz zur Homöopathie funktioniert die Quantenphysik aber reproduzierbar unter wissenschaftlichen Bedingungen und ist berechenbar. Die Zuckerkügelchen können das nicht.
Das Experiment könnte man aber als heruntergebrochenes Surrogat einer Wirkungsweise verstehen, auf Grund dessen so etwas wie Homöopathie funktioniert.
Etwas so Komplexes wie die Heilung einer Krankheit lässt sich sicher nicht "einfach" experimentell beweisen/reproduzieren, wie das Senden und Empfangen eines Photons.
Außerdem sind die Forschungsetat im Bereich Homöo generell sicher etwas geringer.

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CancunMM 23.08.2018, 13:07
333.

Nun versuche ich es ein 3. Mal.
Meine erstgemeinte Frage an die Vertreter der Homöopathie:
Wenn man den Homöopathen sagt, dass das homöopathische Mittel nicht wirken kann, da bei hoher Verdünnung kein Molekül des Ausgangstoffes vorhanden ist, wird mit Gedächtnis des Mittels, irgendwelchen Schwingungen oder Biophotonen u.ä. argumentiert, die angeblich eine Info übermitteln. Was ich dann aber nicht verstehe ist: Da das homöopathische Mittel als wässrige Lösung oder Zuckerkügelchen ja nicht im stofffreien Raum oder Vakuum hergestellt wird und das Wasser oder der Zucker auch nicht, sagen wir mal, jungfräulich ist, sind Wasser oder Zucker auch mit anderen Stoffen und Molekülen, sowie Elementen in Berührung gekommen. Das heißt diese anderen Stoffe müssen ja auch Spuren hinterlassen haben, die zu einem Gedächtnis, Info oder Biophoton geführt haben müssen. Dann dürfte es eigentlich kein reines homöopathisches Mittel geben. Alle wären sozusagen verunreinigt. Oder wie weiß das homöopathische Mittel welches Biophoton jetzt dann wirken soll ?

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drei1415 23.08.2018, 18:22
334. etwas differenzierter

das Thema betrachten: es geht nicht darum die Verdienste der westlichen Medizin zu schmälern, aber einige der angegebenen Methoden fallen in Bereich der Komplementärmedizin, werden an Universitäten gelehrt und finden Anwendung in der Onkologie und der Schmerztherapie. Methoden wie Pflanzenheilkunde, QiGong und Yoga. Die Erfahrungen damit und die dahinter stehenden Theorien mögen nicht in eine eng gefasste westliche wissenschaftliche Welt passen, aber westliche Ärzte und Universitäten sind bereit, die positiven Wirkungen dieser Methoden zu nutzen. Der nächste Schritt ist dann, diese Methoden zu verifizieren. Der Gesamteindruck dieses Artikels bleibt fraglich, vielleicht weil in dieser kurzen Form, mehrere berechtigte Fragen vermengt wurden: Welche Aufgaben hat die Volkshochschule? Was sind die Kriterien für die Wirksamkeit westlicher medizinischer Verfahren? Wie können positive Erfahrungen und Methoden aus anderen Kulturen bewertet werden, die nicht den aktuellen westlichen Standards genügen?

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matbhmx 24.08.2018, 04:22
335. Nö, nicht Mal ...

Zitat von willibaldus
... Die ganze Welt lacht über uns.
... ansatzweise: In Großbritannien ist die Homöopathie dramatisch anerkannter als in Deutschland. Wenn als die Welt wegen der Homöopathie lachen wollte, dann wohl eher über die Briten!

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matbhmx 24.08.2018, 04:36
336. Ja, ja, die Frage ist nur, ...

Zitat von asdfghjkl
Ein ganz wichtiger Beitrag! Während z.B. der Stern eine Verlagssonderveröffentlichung zur Homöopathie druckt, stellt sich der Spiegel antiaufklärerischen Alternativmedizin entgegen. Sehr gut! Eine Ergänzung noch zu den Geschichten zur Wirksamkeit alternativmedizinischer Verfahren, unter anderem auch bei Tieren: Da die moderne Medizin recht jung ist und also noch nicht so lange helfen konnte, heißt das, dass Menschen wie Tiere in der Lage sind, mit den allermeisten Gebrechen selbst fertigzuwerden. Ohne funktionierendes Immunsystem und damit funktionierender "Selbstheilung" hätte die Evolution uns längst aussortiert. Es ist also überhaupt nicht verwunderlich, wenn Krankheiten wieder verschwinden, auch wenn man zufällig zeitgleich Globuli geschluckt hat oder wenn zeitgleich Vollmond war oder oder. ...
... weshalb der Heilungseffekt nicht schon vorher eingetreten war, als noch allopathische Mittel zum Einsatz kamen. Genau dass ist die Logik der Kampfallopathen: Wenn nach langer vergeblicher allopathischer Behandlung und anschließendem Einsatz homöopathischer Mittel die Heilung eintritt, lag es entweder an einer (durch nichts bewiesenen) Spätfolge der diversen allopathischen Mittel, alternativ daran, dass just zum Zeitpunkt des homöopathischen Mittels die "Selbstheilung" eintrat (Wunder über Wunder) oder aber der Placeboeffekt eintrat (wobei wiederum die Frage unbeantwortet bleibt, weshalb der Placebo-Effekt nicht bei den diversen vorher verabreichten allopathischen Mittelchen eintrat - jeder Allopath bricht bei entsprechendem Vorhalt das Gespräch schlicht ab). Ganz nebenbei: Es wird ja immer über die irrwitzigen Verdünnungen homöopathischer Mittel "gelästert". Da geht es dann um D-30-Verdünnungen, die dem Tropfen im Bodensee entsprächen. Veränderungen im Hormonhaushalt in D-30-Verdünnungen wirken sich massiv auf das Befinden von Menschen aus, Veränderungen in D-30-Dosierung im Bereich von Transmitterstoffen entscheiden darüber, ob jemand "normal" bleibt oder psychotisch wird. Darüber hinaus gibt es eine Unmasse homöopathischer Mittel, die in D2-, D3-, usw-Verdünnung angeboten werden - und damit mit Wirkstoffmengen, die denen in allopathischen Mitteln entsprechen.

Und schließlich: Sollte denn der Placebo-Effekt die Heilung durch homöopathische Mittel bewirken - weshalb nicht? Das Mittel wirkt - egal wie (offensichtlich und nachweislich z. B. auch beim Pferd, das noch nicht Mal 'ne Vorstellung davon hat, was ihm verabreicht worden ist - ach ja, ich vergaß, die plötzliche Spontanheilung bei Vollmond!). Und nochmal: Welche Unmasse an allopathischen Mitteln sind auf dem Markt, die von den Kassen fleißig bezahlt werden, bei denen inzwischen feststeht, dass sie nichts nutzen, gegebenenfalls sogar schaden, oder der Nutzen jedenfalls nicht nachgewiesen ist.

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SabineSeefeld 24.08.2018, 08:59
337. Dieser Artikel ist höchst diskriminierend

Ich bin betroffen, dass der Spiegel so ein Interview veröffentlicht. Es ist unverschämt, was sich dieser Herr Ernst anmasst, nämlich vermeintlich zu wissen, was funktioniert und was nicht. Hier werden Worte wie ‚Verdummung‘ und ‚Fanatisch‘ in den Mund genommen und somit all die Menschen, die mit feinstofflicheren Methoden heilen oder sich heilen lassen quasi als Scharlatane oder Dummköpfe hingestellt. Dass eine Zeitung wie der Spiegel so etwas zulässt und sich auf die Seite eines sehr überheblichen ‚Wissenschaftlers‘ schlägt, enttäuscht mich sehr. Jeder Mensch soll die Methoden anwenden können, die für ihn sinnvoll und richtig erscheinen. Auch mit dem Thema Yoga scheint sich dieser Herr noch gar nicht befasst zu haben. Dann soll er doch bitte auch keine unqualifizieren Beiträge darüber abgeben.

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rockwater 24.08.2018, 11:21
338. Ja,

Zitat von matbhmx
... ansatzweise: In Großbritannien ist die Homöopathie dramatisch anerkannter als in Deutschland. Wenn als die Welt wegen der Homöopathie lachen wollte, dann wohl eher über die Briten!
die ganze Bachblütengeschichte kommt von dort. Erfinder war ein Mr Bach. Es geht also nicht um Blumen die am Bach wachsen...
Und, ja, Bachblütenessenzen wirken bei vielen. Ich habe das klinisch an mir und meinem Umfeld erforscht ;-)

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