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Hormone: Die Macht des Eisprungs
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Rund um den Eisprung sind Frauen besonders wählerisch. Doch nach welchen Kriterien suchen sie ihre Sexualpartner aus? Und was ist mit dem Mythos, dass der Zyklus das politische Wahlverhalten beeinflusst?

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lachender lemur 20.07.2018, 14:58
20. Schon recht

Zitat von santoku03
Das bezieht sich allein auf den Einfluss auf das Wahlverhalten, nicht auf die Wirkung der Hormone.
Jaja, es illustriert aber den locker flockigen Stil, der hier aufstößt. Wie Hormone den Organismus steuern, ist ja tatsächlich ein Thema für Wissenschaftler. Wie Menschen ihre Gesellschaft steuern wollen, geht uns aber alle an. Und das hier von der Autorin suggerierte und von einigen Mitforisten propagierte "folgt den Trieben" ist eben nicht die Lösung, die sich ein progressiver Mensch wünschen kann. Entgeht ihnen diese politische Dimension des Artikels?

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happyrocker 20.07.2018, 15:29
21. Vor 100 Jahren

wurde der "Schwachsinn des Weibes" am Körperbau festgemacht und damit die Diskriminierung begründet, heute sollen "die Hormone" jede Frau wankelmütig und nicht fähig zu rationalen (politischen!) Entscheidungen machen. Wer will denn da noch eine Frau im Chefsessel?
Also ehrlich, das ist übelster Biologismus. Dass Frauen, die keine Pille nehmen, mehr Lust auf Sex haben, stimmt (selbst festgestellt) und vielleicht auch besonders viel während des Eisprungs (nie drauf geachtet). Meine politischen Präferenzen haben sich aber nach 35 Jahren Eisprung nie von einer Woche auf die andere ohne Sachgrund geändert. Meine sonstigen geistigen Fähigkeiten auch nicht. Überhaupt werden seit einiger Zeit diese ganzen "Hormonschwankungs"-Szenarien unendlich dramatisiert und zur Erklärung für alles und jedes vom Stimmungstief bis zur Wahl des Ehepartners gemacht. Dabei kriegen die allermeisten Frauen davon rein gar nichts mit - und deren Partner meist auch nicht, die Arbeitskollegen erst Recht nicht. Aber da war es wohl mal wieder jemandem wichtig, den Frauen Unzuverlässigkeit und Unfähigkeit zu rationalem Handeln pseudowissenschaftlich zu attestieren.

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aliof 20.07.2018, 16:11
22. Überaus

.. positiv und menschenfreundliche Aussagen der Autorin dieses Artikels. - Insbesondere der Satz: 'Da sage noch mal jemand, Männer würden nichts mitkriegen.' ist Labsal für die geschundene metoo-Männerseele .. Danke dafür !!
Inhaltlich schliesse ich mich da an, und auch einigen Mit-Foristen, die ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Trotzdem: es wurden im Artikel Probanden-Zahlen einer Studie genannt, die doch recht überschaubar waren (12 und 31).
Und ich nehme mal an, dass diese interessiert waren an dem Erlebten, den Frauen und Männern.
Im Alltag und in 'Beziehungen' kommt mir das nicht wirklich so vor. Da geht es bei der Partnerwahl doch eher um Selbstbestätigung, was die Menschen zueinander bringt, und Angst vor dem Alleinsein, was sie nicht mehr loslassen lässt.

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Phi-Kappa 21.07.2018, 08:35
23.

Ich finde den Artikel sehr erfrischend. Dass er von einer Frau geschrieben ist, macht ihn umso interessanter. Man stelle sich vor, ein Mann würde sowas produzieren: Der Aufschrei der Frauenwelt wäre ihm sicher! So aber wird auf lockere Art klargestellt, dass Frau eben nicht gleich Mann, und das Geschlecht nicht nur eine mehr oder weniger soziale Kontruktion ist.

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