Forum: Gesundheit
HPV-Impfung: Ärzte wollen Krankenkassen kritische Broschüren verbieten
DPA

Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs: Weil ihnen kritische Töne in einer Broschüre über die HPV-Impfung missfallen, gehen Berufsverbände der Ärzte gegen zwei Krankenkassen vor. Die beharren auf ihrem Aufklärungsauftrag.

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thomas_gr 29.04.2014, 11:49
20. optional

Wie oft sich Ärzte und Pharmakonzerne wohl erfolgreich gegen kritische Broschüren und Beiträge gewehrt haben ohne dass es publik wurde? So ist das eben, wenn Geld mehr Wert ist als Gesundheit und der Eid des Hippokrates nur noch ein Lippenbekenntnis ist.

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trevi 29.04.2014, 12:00
21. Weitermachen, Krankenkassen !

Wer, wenn nicht die Krankenkassen könnte mit Tests, Berichten und Warnungen dem Bürger helfen. Die Politik ist leider zu stark von Lobbyisten beeinflusst und die Pharma-u.ÄrzteGruppe hat sich längst mit IGEL-Leistungen und Medikamten-Schwindel unglaubwürdig gemacht -

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Olaf 29.04.2014, 12:02
22.

Zitat von thomas_gr
Wie oft sich Ärzte und Pharmakonzerne wohl erfolgreich gegen kritische Broschüren und Beiträge gewehrt haben ohne dass es publik wurde? So ist das eben, wenn Geld mehr Wert ist als Gesundheit und der Eid des Hippokrates nur noch ein Lippenbekenntnis ist.
Wieviele Frauen wohl an Gebärmutterkrebs sterben werden, weil gewissenlose Geschäftemacher grundlos Ängste schüren?

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rue_digger 29.04.2014, 12:07
23. "Eid des Hippokrates"

Zitat von thomas_gr
Wie oft sich Ärzte und Pharmakonzerne wohl erfolgreich gegen kritische Broschüren und Beiträge gewehrt haben ohne dass es publik wurde? So ist das eben, wenn Geld mehr Wert ist als Gesundheit und der Eid des Hippokrates nur noch ein Lippenbekenntnis ist.
Immer wenn der "Eid des Hippokrates" genannt wird, um den angeblichen moralischen Verfall der Ärzteschaft anzuprangern, weiß man, dass man es mit Fachleuten zu tun hat. Nicht im Ernst.

Kostprobe gefällig?

Zitat von
Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygieia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich ...
Zitat von
... Ich werde nicht schneiden, sogar Steinleidende nicht, sondern werde das den Männern überlassen, die dieses Handwerk ausüben. In alle Häuser, in die ich komme, werde ich zum Nutzen der Kranken hineingehen, frei von jedem bewussten Unrecht und jeder Übeltat, besonders von jedem geschlechtlichen Missbrauch an Frauen und Männern, Freien und Sklaven. ...
So wichtig es ist, dass Ärzte keinen Sex mit Sklaven haben, und so toll es ist Apollon, Asklepios und die ganze Gang anzurufen, und auch wenn einige Internisten behaupten, dass Chirurgen keine richtigen Ärzte sind (die schneiden ja, Sie wissen schon ...) ist der Eid des Hippokrates entgegen allen weit verbreiteten Gerüchten kein Eid, den Ärzte heutzutage noch ablegen.

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doppelpunkt 29.04.2014, 12:25
24. Nochmal: PSA-Test

Zitat von kuac
Der Entdecker des PSA meldet sich zu Wort «Die Popularität des PSA-Tests hat ein immens kostspieliges Public-Health-Desaster ausgelöst. Dies ist ein Punkt, dessen ich mir schmerzlich bewusst bin – denn ich war es, der das PSA 1970 entdeckt hat. Amerikaner geben enorm viel Geld für Untersuchungen zur Früherkennung von Prostatakrebs aus. Die jährlichen Kosten für das PSA-Screening belaufen sich auf mindestens 3 Milliarden Dollar; ein Großteil dieser Summe wird von der öffentlichen Krankenversicherung Medicare und der Veteranen-Versorgungsbehörde Veterans Benefit Administration aufgebracht. Das Prostatakarzinom mag zwar in der Presse eine hohe Aufmerksamkeit genießen, aber sehen wir uns einmal die Zahlen dazu an: Bei amerikanischen Männern liegt die Lebenszeitwahrscheinlichkeit, mit einem Prostatakarzinom diagnostiziert zu werden, bei 16 %; die Wahrscheinlichkeit, daran zu versterben, beträgt dagegen nur 3 %. Das liegt daran, dass die Mehrzahl der Prostatakarzinome langsam wächst. Mit anderen Worten: Männer, die das Glück haben, ein hohes Alter zu erreichen, sterben sehr viel eher mit als wegen Prostatakrebs. Und selbst dann ist der Test kaum effizienter, als eine Münze zu werfen. Seit vielen Jahren versuche ich nun schon klarzustellen, dass der PSA-Test ein Prostatakarzinom nicht nachweisen kann. Was aber noch viel wichtiger ist: Er kann nicht zwischen den beiden Typen des Prostatakarzinoms unterscheiden – dem, das tödlich verläuft, und dem, das nicht tödlich ist.» Ablin RJ. The great prostate mistake. New York Times, 10. März 2010.
Das ist soweit alles nicht falsch, aber der Zusammenhang ist wichtig. Selbst, wenn es bei Prostatakrebs Übertherapien (= überflüssige Operationen) gegeben haben oder geben sollte, liegt das nicht am PSA-Test. Denn keine Prostata-Operation (oder andere Therapie) findet ALLEIN aufgrund eines erhöhten PSA-Wertes statt. Er ist nur EIN Indikator für eine mögliche Erkrankung. Vor einer Therapie stehen weitere Untersuchungen, therapiert wird erst, wenn tatsächlich ein Krebs festgestellt und pathologisch untersucht wurde und eine Operation für sinnvoll befunden wurde. Geschieht dies nicht, liegt es nicht am PSA-Test, sondern daran, dass behandelnde Ärzte unverantwortlich handeln oder einen Kunstfehler begehen.
Ein Hinweis sei noch erlaubt: Die Kassen finanzieren sehr wohl die manuelle Prostatauntersuchung. Die bringt zwar kaum etwas, ist aber billiger als der PSA-Test.
Im Übrigen ging es mir hier nur darum, zu zeigen, dass man auch die Informationen der Kassen nicht unkritisch hinnehmen sollte.

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doppelpunkt 29.04.2014, 12:49
25. Nochmal: PSA-Test umstritten

Zitat von atemlos9
@ #7: Betroffen zu sein allein bietet ja keine Gewähr, den Nutzen des PSA-Tests und der daraus meist resultierenden Prostata-OP richtig zu beurteilen. Dieser Nutzen ist durchaus in der Fachwelt umstritten. Siehe Quarks & Co. zum Thema:
Krebs zu haben bedeutet tatsächlich nicht automatisch, sich auch mit Therapien auszukennen, kann allerdings dazu führen, sich sehr intensiv damit zu beschäftigen. Ohne auf die Quarks-Sendung hier näher einzugehen - das würde den Rahmen sprengen - nur dies: Kein Patient wird allein aufgrund eines erhöhten PSA-Wertes operiert oder anderweitig therapiert(es sei denn, der Arzt wäre kriminell oder unfähig), denn ein PSA-Wert ist keine Krebsdiagnose. Es sind genau derartige Verallgemeinerungen wie "PSA-Test führt zu überflüssigen Operationen", die ich bei Krankenkassen (und auch bei Darstellung in den Medien - auch in der Quarks-Sendung) kritisiere. Denn sie
wecken Ängste, statt Laien eine sachliche Auseinandersetzung zu ermöglichen.
Doch hier geht es eigentlich um die HPV-Impfung. Also sollten wir die PSA-Diskussion hier besser beenden.

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tims2212 29.04.2014, 13:25
26. Nur blöd...

... das auch kaum publik gemacht wird, dass die Impfung nur bei Frauen wirkt, die noch KEINEN Geschlechtsverkehr hatten! Und das trifft ja heute wohl bei 18 jährigen so gut wie kaum noch vor. Zumindest gefühlt, wird diese Impfung dann nur noch bei 12-13jährigen Wirkung zeigen.
Und das es hier nur um Lobbyarbeit geht, ist ja wohl offensichtlich, so kontrovers die Diskussion ja geführt werden kann. Wenn man es von der Warte der Patentin aus sieht, kann man, neutral gesehen, beide Seiten gut verstehen. Aber leider wird hier keiner an die Patientinnen gedacht haben.

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robeuten 29.04.2014, 13:29
27.

Zitat von Spitzenholz
Natürlich geht es hier ums Geld. Ob die Impfung was bringt ,ist doch egal. Bald sollen auch Jungen geimpft werden. Wer Pornographie zum Maßstab nimmt,der braucht haölt einen gewissen Schutz,wenn auch fürs GEwissen. Die 140 000 Euro "Bruttoeinnahme" oder Überschuss der Frauenärzte müssen halt irgendwie generiert werden. Ja und Weder 6 Jahre Studium noch die Unqualität der Promotion noch irgendwelche anderen fadenscheinigen ARgumente rechtfertigen dieses Gehalt im Vergleich zu normalen Arbeitnehmern,die den ganzen Spass finanzieren
Mensch, Bankenpeterle, jetzt bin ich aber echt enttäuscht - 25 zum Teil sehr sachliche und vernünftige Beiträge, und erst jetzt kommst Du, um mit sinnfreiem Geblubber die Diskussion zu vernichten... Spät aufgestanden heute?

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psychologiestudent 29.04.2014, 13:54
28.

Zitat von Spitzenholz
Natürlich geht es hier ums Geld. Ob die Impfung was bringt ,ist doch egal. Bald sollen auch Jungen geimpft werden. Wer Pornographie zum Maßstab nimmt,der braucht haölt einen gewissen Schutz,wenn auch fürs GEwissen. Die 140 000 Euro "Bruttoeinnahme" oder Überschuss der Frauenärzte müssen halt irgendwie generiert werden. Ja und Weder 6 Jahre Studium noch die Unqualität der Promotion noch irgendwelche anderen fadenscheinigen ARgumente rechtfertigen dieses Gehalt im Vergleich zu normalen Arbeitnehmern,die den ganzen Spass finanzieren
ach, so viele sachliche Argumente auf einmal, da weiss man ja gar nicht wo man anfangen soll,,,

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rue_digger 29.04.2014, 13:58
29. Legendenbildung

Zitat von tims2212
Nur blöd das auch kaum publik gemacht wird, dass die Impfung nur bei Frauen wirkt, die noch KEINEN Geschlechtsverkehr hatten! Und das trifft ja heute wohl bei 18 jährigen so gut wie kaum noch vor. Zumindest gefühlt, wird diese Impfung dann nur noch bei 12-13jährigen Wirkung zeigen.
Soso, "kaum publik gemacht" ...

Wird einem wohl so ziemlich jeder Frauenarzt sagen und schauen Sie mal was ich unter den ersten Google-Treffern zur HPV-Impfung gefunden habe:

Zitat von
Warum sollen gerade 12-17jährige Mädchen geimpft werden? Die Impfung soll junge Mädchen vor einer HPV-Infektion schützen, bevor sie sexuelle Kontakte haben und sich mit HPV infiziert haben könnten.
https://www.aok.de/portale/bundeswei...ft-werden.html

oder

Zitat von
Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden, um eine Ansteckung mit den sexuell übertragbaren Humanen Papillomviren (HPV), welche für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind, zu verhindern.
http://www.frauenaerzte-im-netz.de/d...krebs_919.html

oder gleich beim Robert-Koch-Institut:

Zitat von
Wer sollte gegen humane Papillomaviren (HPV) geimpft werden? Die STIKO empfiehlt zur Reduktion der Krankheitslast durch den Gebärmutterhalskrebs die Einführung einer generellen Impfung gegen humane Papillomaviren (Typen HPV 16, 18) für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die Impfung mit 3 Impf-Dosen sollte vor dem Beginn erster sexueller Kontakte abgeschlossen sein.
http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Imp...PV_Impfen.html

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