Forum: Gesundheit
Hypnose bei der Geburt: Entspannt entbinden
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Hebammen und Frauenärzte entdecken die Hypnose für die Geburtsvorbereitung. Die Technik soll die Angst vor der Entbindung nehmen und Schmerzen lindern.

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kika2012 17.10.2014, 08:13
10. @hörnchen76

Sehen Sie, und ich habe einige Freunde und Verwandte, die PDA und keine Probleme hatten und am naechsten Tag wieder (mehr oder weinger) fit waren. So individuell ist es halt.
Ich finde, man muss Schmerzen nicht aushalten.

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hörnchen76 17.10.2014, 14:25
11. da sieht man, keine Ahnung Marmarella

4 std. war megaanstrengend. Vom Blasensprung bis zur Geburt sofort alle zwei Minuten Wehen. Keine Atempause, null Zeit zum ausruhen. Und das hat nix mit selbstverliebt zu tun, sondern war die Realität. Sollte man einfach mal zur Kenntnis nehmen und nicht gleich ausflippen. Und ja, für mich war es ein Kinderspiel im Vergleich zu der Krankheit die ich davor hatte. Einfach mal die Kirche im Dorf lassen. Für mich gibts eben weit aus schlimmere Schmerzen als eine Geburt. Und wie oben schon beschrieben, wenn eine Erstgebährende sowas wie in diesem Forum liest, dreht die schon vorher durch und umso mehr Frauen entscheiden sich deswegen für einen Kaiserschnitt weil sie totale Angst haben. Halte ich auch nicht für zielführend! Aber muss auch jeder für sich entscheiden!

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doofnuss 18.10.2014, 09:55
12. ich kann doch kein blut sehen - und dann das geschreie - ich hab' angst!

Zitat von Senf-Dazugeberin
Jaja, positive Gedanken machen und alles ist toll und Frauen können ja ganz natürlich sooooo viel aushalten bla bla bla. .... Und zum Thema Hypnose... keine Ahnung, ob ich das gemacht hätte aber ich hätte mich zumindest drüber informiert.
wie gut hatten es doch unsere väter noch bis in die siebzigerjahre, als sie ganz selbstverständlich aus den kreißsälen verbannt wurden und das ganze elend weder mit ansehen noch -hören mussten.

das leid der liebsten miterleben zu müssen, kann ja ein traumatisches erlebnis sein - wegen der schuldgefühle und mann mit zwei en ist ja so hilflos.

unter uns, weil's hier so schön anonym ist, beichte ich schon mal im voraus: wenn's bei uns soweit ist, hoffe ich auf einer unaufschiebbaren dienstreise zu sein... . ;-)

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hörnchen76 18.10.2014, 21:15
13. Da verpassen Sie

dann ein wirkliches Highlight in Ihrem Leben. ;-)
Mein Freund fand es gar nicht schlimm mich "leiden" zu sehen. Im Gegenteil, er hat sich nützlich gemacht, mir immer die Herztonfrequenz gesagt und mich angefeuert und eben Händchen gehalten. Er kam sich gar nicht nutzlos vor!

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lieschen1611 03.11.2014, 11:30
14. meine Gedanken zum Thema

Warum kann man nicht mal friedlich, ohne böses Geläster an dieses ganze Geburtsthema rangehen? Es gibt Frauen, die schaffen eine Geburt ohne PDA und die können hinterher auch berechtigt stolz auf sich sein!! Das hat doch nichts mit "selbstverliebtheit" zu tun. Schade, dass sich so wenige Frauen eine erfolgreiche und natürliche Geburt zutrauen.
Eine Frau, die eine PDA hatte und trotzdem einen natürlichen Geburtsverlauf, kann auch stolz auf sich sein. Ich persönlich kann nur sagen, dass ich bei meinen Kindern die Schmerzen ertragen, durchgestanden und bewältigt habe. Sowohl vorher als auch während der Geburt wollte ich auf keinen Fall eine PDA haben. Eine PDA ist ein Eingriff in den Geburtsverlauf, der Konsequenzen für alle Beteiligten hat, am gravierendsten sicherlich für das Baby. Die Tatsache ist nicht zu leugnen, von niemandem.
Eine leichte Schmerzlinderung okay, aber nichts mehr zu spüren, während man eigentlich die Aufgabe hat, sein Kind auf die Welt zu bringen? Es ist Schwerstarbeit, ja. Aber so ist nunmal eine Geburt. Die Schmerzen sind nicht sinnlos, wie bei einer Wurzelbehandlung. Jede Wehe bringt dich deinem Kind näher und hinterher weißt du, was du geschafft hast. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, und man muss es so annehmen, wie es ist.
Ob man beim Gedanken an die Geburt hinterher lächelt oder weint, das liegt nicht in unseren Händen.
Aber man sollte versuchen, sich in den Prozess zu fügen. Ich habe während den Wehen oft gedacht "wann ist das endlich vorbei" und "es ist bald vorbei, halte durch, du wirst nicht sterben".

Ich kann nicht nachempfinden, wie es ist, eine PDA zu haben. Ich finde es aus meiner Sicht schade für die Frauen, dass sie einen Teil ihrer Geburt deshalb nicht erleben und ihrem Baby helfen konnten. Man muss sich vorher informieren, was eine PDA mit dem Körper der Mutter und des Babys macht und was sie für den Geburtsverlauf bedeutet. Ich hätte eine PDA deshalb nicht gewollt. Wer sie trotzdem möchte, soll sie nehmen. Ich habe zu viele Fälle in meinem Umfeld, in denen es nach einer PDA zum (Not-)Kaiserschnitt kam, eine Saugglocke zum Einsatz kam oder die Mama sich am nächsten Tag nicht rühren und gehen konnte, wegen einer falsch gesetzten Nadel.

Ich kann nicht nachempfinden, wie man überhaupt den Punkt erreicht, eine PDA zu wollen. Nach 20-30 Stunden Schmerzen einfach mal eine Pause zu wollen und Kraft zu tanken? Kann ich voll verstehen!
Und der Rest? Was, liebe Mamas, denkt ihr, wenn ihr nach einer PDA verlangt? Hattet ihr das Gefühl, zu sterben? Seid ihr ohnmächtig geworden?
Ich bin einfach nur froh, dass ich nicht in einer solchen Situation war.
Deshalb verurteile ich keinen von euch. Aber macht euch Gedanken über die Konsequenzen, bitte. Informiert euch.
Meine beste Freundin denkt heute noch darüber nach, ob sie ihrem Sohn monatelange Qualen wegen einer Hals-Wirbensäulen-Blockade nicht hätte ersparen können. Sie hatte eine PDA, dadurch einen Geburtsstillstand und am Ende stand eine schwierige Saugglockengeburt. Sie fragt sich heute, ob sie es nicht ohne PDA auch gut geschafft hätte und vor allem schneller und ohne Komplikationen.

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