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Igel-Leistungen beim Arzt: Wir müssen reden!
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Ärzte bieten viele Leistungen an, die gesetzlich Versicherte selbst bezahlen müssen. Die Kassen kritisieren den fehlenden medizinischen Nutzen. Das wahre Problem ist aber ein ganz anderes.

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Pinin 26.02.2015, 05:14
1. Geht nicht

Wenn "an der Gesprächsschraube gedreht" wird werden künftig die 2-Minuten-Gespräche einfach als 30-Minuten-Gespräche abgerechnet werden. Das ist wie beim Hasen und Igel ...

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gollygee01 26.02.2015, 06:04
2. Den Nagel auf den Kopf getroffen

Habe von etlichen Bekannten gehört mit welcher Dreistigkeit Igelleistungen aufgedrängt werden. Viele der angebotenen Leistungen sind zudem überflüssig, Humbug, reine Geldschneiderei.Die Unwissenheit von Patienten wird brutal ausgenutzt. Ich fürchte nur, dass sich an der Praxis auch bei einer besseren Honorierung des ärztlichen Gesprächs nichts ändern würde, es ist die pure Gier. Nur ein gleichzeitiges Verbot der Igelleistungen könnte etwas ändern und eine Zeitvorgabe für ein Intensivgespräch. Das wäre vom Patienten einfach zu kontrollieren, Verstöße müssten bestraft werden.

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fort-perfect 26.02.2015, 06:36
3. Fachärzte und Beratung....

"....wenn sie eine Igel-Leistung mitbuchten; oder in denen Patienten schon beim Betreten der Praxis Selbstzahlerangebote aufgedrängt wurden."

Die oben zitierte Vorgehensweise ist eine beliebte Praxis bei Augenärzten. Bevor man dort einen Arzt zu sehen (Ironie) bekommt, wird erst einmal das volle Programm an Igel-Leistungen durch das "Praxismanagement" in Stellung gebracht.
Ich habe nach vielen Jahren endlich einen Augenarzt gefunden, wo das nicht passierte und ich recht zeitnah einen Termin bekam.
Dieser Arzt hat nach einer ausführlichen Untersuchung tatsächlich ein vernünftiges verständliches Patientengespräch mit mir geführt.
Ich war hin und weg!

Ach ja, Kassenpatient, freiwillig pflichtversichert....

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sitiwati 26.02.2015, 06:37
4. ein Irtum

wenn man glaubt wenn die kK die Ärzte besser bezahlen dass dann dieser Unfug aufhört die Geldquelle dieser Angebote ist der reinste Dukatenesel kein Arzt wird darauf verzichten!

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Nutzer789 26.02.2015, 06:38
5. sehr gut

vielen Dank, die richtige Schlussfolgerung.

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bumminrum 26.02.2015, 06:42
6. ein Unding

ist dieser Zustand. Der Arzt stellt einem die Diagnose und hat gleichzeitig das eigene Produkt in der Praxis zu verkaufen um das Problem zu lösen. Das Verhältnis zum Arzt beruht auf Vertrauen. Im Zweifel ist dann vielen Ärzten der eigene Porsche im Hof wichtiger als das Wohl der Patienten. Der Medizinbetrieb ist ein riesiges Reparaturgeschäft geworden, die menschliche Ethik ist zunehmend Nebensache.

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USMCsemperfi 26.02.2015, 06:44
7. leider verkannt

Da haben Sie das Wesen der Ärzte leider verkannt. Hier gilt wie allgemein ja auch beim Staat: die wollen nicht eine Bezahlung durch die andere ersetzen. Die wollen beide. Die würden eine noch bessere Bezahlung gern nehmen, keine Frage. Aber die Igelleistungen bekommen Sie so nicht weg. Bedenken Sie, dass die sich derzeit ja unterbezahlt fühlen. Mit einer "angemessenen" Bezahlung verschwindet ja aber nicht der Wunsch nach einem Zubrot. Die Wahrheit ist: man müsste das verbieten oder noch besser bestrafen. Das würde halbwegs funktionieren. Allein auf den good will von jemandem wie Ärzten zu setzen hat bis jetzt noch nie funktioniert und wird es auch in Zukunft nicht. Und wenn ich mir die Gehälter und Lohnsteigerungen von Ärzten in den letzten Jahren ansehe muss ich mich auch fragen ob die Klagen hier wirklich berechtigt sind. Ich kenne jedenfalls keine Berufsgruppe mit solchem Einkommen und solchen Lohnsteigerungen.

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msxy 26.02.2015, 06:45
8. Immer die gleiche Leier

Eigenartigerweise wird bei der Diskussion um Sinn und Unsinn von IGeL immer als erstes die Sonografie der Eierstöcke erwähnt. Ich habe noch NIE davon gehört, dass jemand überflüssigerweise operiert wurde, weil da ein Tumor gesessen hat, der fälschlicherweise als solcher erkannt wurde. Ich kenne aber die Situation, wo ein Ovarialkarzinom erst durch die Tastunteruchung auffiel, weil vorher nie sonografiert wurde. Und das ist dann dementsprechend weit fortgeschritten und kaum mehr kurativ behandelbar. Das sollte sogar einem medizinischen Laien einleuchten.

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thomaspeschel 26.02.2015, 06:51
9. 30 Minuten Gespräch sind unrealistisch

30 Minuten Gespräch sind bei der hohen Zahl an Patienten, die wir in unseren Arztpraxen bewältigen müssen, unrealistisch. Die Wartezeiten sind derzeit schon sehr lang. Durch die geplante Termingarantie für Facharzt-Praxen wird der Andrang nicht geringer.

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