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Im Beisein von Kindern: Länder fordern Rauchverbot in Autos
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Im Auto ist die Schadstoffkonzentration von Zigarettenrauch fünfmal so hoch wie in einer Bar. Fahren Kinder mit, soll das Qualmen am Steuer verboten sein, fordert eine Gesetzesinitiative.

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rainer-rau 21.09.2019, 11:59
1.

Dass so ein Vorschlag überhaupt gemacht wird, beschreibt doch, was vielen Eltern ihre Kinder bedeuten. Kinder solcher Eltern haben keine Chance, falls sie nicht früh genug in "gute Gesellschaft" geraten.

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skeptikerjörg 21.09.2019, 12:33
2. Placebo-Gesetz

Im Grunde spricht (fast) alles dafür und kaum was dagegen. Die Krux allerdings ist die Durchsetzbarkeit. Jedes Gesetz, dass nicht durchgesetzt wird, eine Schwächung des Rechtsstaates. Wer soll das Gesetz wie durchsetzen? Wir reden über den fließenden Verkehr, also ist die Polizei zuständig. Geht es dann wie bei Alkoholkontrollen? Rauswinken von Fahrzeugen, in denen man Kinder erkannt/vermutet hat, auf eine Parkplatz, Analyse der Innenraumluft und dann Ordnungsgeld? Müssen Frauen dann nachweisen, dass sie nicht schwanger sind? Wenn ich mit der ersten schützenswerten Gruppe, Kinder, trotzdem noch voll mitgehe, kann ich bei den Schwangeren, die zu schützen sind, nur den Kopf schütteln. Wir reden von Frauen, die "reif" genug sind, sich schwängern zu lassen; und die sind nicht in der Lage zu sagen "Mach die Kippe aus"? Und was ist überhaupt mit den Schwangeren, die selbst rauchen? Klar, verantwortungslos und unvernünftig, weiß jeder, gibt es aber trotzdem. Wie die Mutter, die in der rechten Hand die Kippe hat und mit der linken den Kinderwagen durch den Park schiebt. Spricht alles nicht gegen ein Verbot, gegen ein Gesetz, aber Gesetze, die nicht durchgesetzt werden (können), sind Placebos, dienen dazu, dass sich die Initiatoren selbst auf die Schulter klopfen und sich gut fühlen können.

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lektra 21.09.2019, 12:47
3. Eigenverantwortlichkeit zulasten Anderer?

Das Auto wird definiert als "ein nicht öffentlicher Raum" - den man dann aber skurrilerweise durch den öffentlichen Raum fährt. Das verdeutlicht das generelle Problem mit individueller Automobilität: z.B. die zunehmende Aggressivität im Verkehr (Fahrer fühlen sich schließlich in ihrem Privatbereich eingeschränkt, wenn sie auf andere, sie vermeintlich behindernde Verkehrsteilnehmer treffen). Insassen sollten in diesem privaten Bereich "selbstverantwortlich" handeln - laut ADAC. Damit muss es aber (wie überall im Leben) spätestens dann vorbei sein, wenn andere Menschen beeinträchtigt, gefährdet oder geschädigt werden.

Kinder zu nötigen, Zigarettenqualm einzuatmen, ist Körperverletzung. Ob im Auto oder zuhause. Dass es Schwierigkeiten geben kann, Sachverhalte zu beweisen, darf daran nichts ändern. Schließlich ist es ja auch nicht erlaubt, Kinder zu schlagen, weil jemand es zuhause tut und sichtbare Verletzungen vermeidet.

Dass es sich von selbst verstehen soll, dass man nicht raucht, wenn Kinder im Auto sind, ist purer Wunschtraum (und eher eine Nebelkerze des ADAC). Raucher sind in den allermeisten Fällen körperlich abhängig von diesem Stoff. Wer soll da an eine selbstverantwortliche Entscheidung glauben? Aber es bleibt: Eine eigenverantwortliche Entscheidung dafür, andere zu schädigen, darf nicht zulässig sein.

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lektra 21.09.2019, 13:08
4. Ach bitte, ...

Zitat von skeptikerjörg
Im Grunde spricht (fast) alles dafür und kaum was dagegen. Die Krux allerdings ist die Durchsetzbarkeit. Jedes Gesetz, dass nicht durchgesetzt wird, eine Schwächung des Rechtsstaates. Wer soll das Gesetz wie durchsetzen? Wir reden über den fließenden Verkehr, also ist die Polizei zuständig. Geht es dann wie bei Alkoholkontrollen? Rauswinken von Fahrzeugen, in denen man Kinder erkannt/vermutet hat, auf eine Parkplatz, Analyse der Innenraumluft und dann Ordnungsgeld? Müssen Frauen dann nachweisen, dass sie nicht schwanger sind? Wenn ich mit der ersten schützenswerten Gruppe, Kinder, trotzdem noch voll mitgehe, kann ich bei den Schwangeren, die zu schützen sind, nur den Kopf schütteln. Wir reden von Frauen, die "reif" genug sind, sich schwängern zu lassen; und die sind nicht in der Lage zu sagen "Mach die Kippe aus"? Und was ist überhaupt mit den Schwangeren, die selbst rauchen? Klar, verantwortungslos und unvernünftig, weiß jeder, gibt es aber trotzdem. Wie die Mutter, die in der rechten Hand die Kippe hat und mit der linken den Kinderwagen durch den Park schiebt. Spricht alles nicht gegen ein Verbot, gegen ein Gesetz, aber Gesetze, die nicht durchgesetzt werden (können), sind Placebos, dienen dazu, dass sich die Initiatoren selbst auf die Schulter klopfen und sich gut fühlen können.
..., "Schwächung des Rechtsstaates"?
1. Jemanden im Auto mit der Kippe in der Hand ist z.B. sehr deutlich von außen zu sehen. Rauch bleibt und die Aussage kontrollierender Beamter hat natürlich einen Wert. Beim Smartphone, das einfach schnell weggelegt werden kann, ist die Beweislage viel schwerer. Trotzdem kommt niemand auf die Idee, dass die Bedienung des Smartphones am Steuer zulässig sein soll.
2. Manchmal setzt man mit staatlichen Regeln auch Zeichen, die Veränderungen in Gang setzen. Bei der Vergewaltigung in der Ehe wurde von Gegnern des Gesetzes auch die schlechtere Nachweisbarkeit vorgeschoben. Aber solche Gesetze schaffen ein Bewusstsein dafür, was zulässig ist - bei denen, die etwas tun, und denen, die darunter leiden müssen. Was glauben sie, wie viele Leute mit dem Satz "Mach die Kippe aus" in einem "privaten Raum" (das Auto gilt als solches) auflaufen. Wenn es öffentlich als vollkommen legal erklärt wird, dass man andere Menschen zuqualmt, nur weil man selber der Fahrzeugführer ist, dann fehlt Mitfahrern das entscheidende Argument.

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dont_think 21.09.2019, 13:24
5.

außer dem Fahrer, der ja fahren muss (bislang jedenfalls noch) erzeugt jeder zusätzliche Passagier giftiges und klimaschädliches CO2 - egal, ob schwanger oder minderjährig. in Zukunft fährt das Auto autonom von A nach B, kommt wieder zurück und der Raucher kann rauchen, die Schwangere kann gebären und das Minderjährige heranwachsen.

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Freidenker10 21.09.2019, 13:38
6.

Gibt es echt noch Leute die im Beisein ihrer Kinder im Auto rauchen? Oder ist das wieder ein Aufregerthema ohne Substanz? Ich kenne ja nicht mal mehr Leute die noch in ihrer Wohnung rauchen, geschweige denn im Auto...

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blindfaith 21.09.2019, 14:17
7. Schwere Körperverletzung

nichts anderes! Hört endlich auf an Vernunft und Einsicht zu appellieren. 250 Euro Bußgeld und 2 Punkte in Flensburg. Leicht kontrollierbar und durchsetzbar. Mein Ernst!

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cindy2009 21.09.2019, 14:18
8. nicht denken?

Zitat von dont_think
außer dem Fahrer, der ja fahren muss (bislang jedenfalls noch) erzeugt jeder zusätzliche Passagier giftiges und klimaschädliches CO2 - egal, ob schwanger oder minderjährig. in Zukunft fährt das Auto autonom von A nach B, kommt wieder zurück und der Raucher kann rauchen, die Schwangere kann gebären und das Minderjährige heranwachsen.
Weder ist CO2 giftig, noch treibt das Rauchen einer Zigarette, oder das Atmen den CO2-Anteil in der Luft nach oben.
Der Rest Ihres Postings ist auch - irgendwie - nicht verständlich, oder besser gesagt, völliger Quatsch.

Es geht nur um den Schutz der Gesundheit von Menschen, die sich nicht entscheiden können.

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manfred.gebauer 21.09.2019, 14:46
9. Ich wurde als Kind aufs Äußerste bequalmt..

durch meinen Stiefvater. Der hat rigoros gequarzt und das fast ohne Pause (die neue Zigarette mit der alten angezündet) ...und bloß kein Fenster öffnen (!!) weil könnte ja ziehen (mir fehlen heute noch die Worte)
Das ist definitiv Körperverletzung und - ein juristisch eindeutiger Begriff will mir nicht in den Sinn kommen - ein langes und dauerhaftes Quälen, was sich irgendwann anfühlt, als ob man stets geohrfeigt würde.
Istr dasselbe nur mit der (kindlichen) angst zu ersticken.
Wie kann man nur, liebe Raucher, das MUSS SOFORT beendet werden. Unter Höchststrafe. Kein Kompromiss.
Die letzten Heuler, die jetzt noch immer so verantwortungslos handeln müssen das zu spüren bekommen.

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