Forum: Gesundheit
Impfstoff Pandemrix: Gericht wertet Impfschaden als Arbeitsunfall
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Ein Impfschaden nach der Grippe-Impfung mit dem Wirkstoff Pandemrix kann ein Arbeitsunfall sein. Das hat zumindest das Sozialgericht Mainz entschieden. Eine Kinderkrankenschwester hatte sich 2009 immunisieren lassen - und ist heute berufsunfähig. Doch die Unfallkasse will das Urteil anfechten.

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xebudig 04.06.2013, 11:00
10. Öffentliches Interesse

Weil ein öffentliches Interesse an Impfungen besteht. Die Impfung, und generell die Behandlung von Infekktionskrankheiten, dient nicht nur dem einzelnen sonder den Menschen um ihn herum die nicht erkranken.
Entsprechend ist ist pragmatischer daß die Solidargemeinschaft für Nebenwirkungen aufkommt. Anders gesagt: Solange ein medizinische Behandlung von der Gesellschaft als sinnvoll betrachtet wird ist es günstiger wenn die Gesellschaft als Ganzes für Nebenwirkungen aufkommt.
Dieser Standpunkt macht vor allem im Vergleich zur Situation in den USA Sinn. Dort sind zahlreiche einfache medizinische Massnahmen extrem teuer geworden weil der juristische Risiken kaum zu beherrschen sind. Die Folgen sind schlechtere medizinische Versorgung und potentiell verzicht auf Innovation bei "billigen" Krankheiten.
Fragen Sie einmal einen Amerikaner was die Geburt eines Kindes fort kostet.

Zitat von heike.renker
Wieso zahlt für diesen Impfschaden nicht die Pharmafirma / der Hersteller des Produktes? Wieso soll hierfür der Steuerzahler aufkommen?

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nojoe 04.06.2013, 11:08
11. die Frau

die Frau hatte einfach Pech. in den verpackungsbeilagen stehen die möglichen Nebenwirkungen in der Regel ausführlichst drin. was es da immer alles gibt, lässt einen erschauern. aber so sichern sich die Unternehmen ab.

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kuschl 04.06.2013, 11:24
13. Unfallkassen abschaffen!

Diese Unfallkassen scheinen eine Alibifunktion zu haben. Willfährige Gutachter, in die Länge gezogene Verfahren für die Betroffenen, denen es sowieso schon schlecht geht und das oberste Prinzip, erst einmal alles anzuzweifeln und nicht zu zahlen. Was sitzen da eigentlich für "Menschen"?

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distel61 04.06.2013, 11:37
14. Pandemrix

Die Impfung war wirklich hammerhart! Fast 39,5 °C Fieber und Höllenschüttelfrost am Tag danach. Einen weiteren Tag später war der Spuk vorbei.

Würde ich mich wieder impfen lassen? Ja, aber bitte ohne Wirkverstärker, denn mit den Grippeimpfungen zuvor hatte ich nie Probleme.

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excedrin 04.06.2013, 12:32
15.

Zitat von heike.renker
Wieso zahlt für diesen Impfschaden nicht die Pharmafirma / der Hersteller des Produktes? Wieso soll hierfür der Steuerzahler aufkommen? Interessant.....
Weil die Erkrankung der Krankenschwester wahrscheinlich zu den aufgeführten Nebenwirkungen zählt.

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Growling Mad Scientist 04.06.2013, 13:19
16. Keine Haftung für Pharmafirmen

Zitat von heike.renker
Wieso zahlt für diesen Impfschaden nicht die Pharmafirma / der Hersteller des Produktes? Wieso soll hierfür der Steuerzahler aufkommen?
Ganz einfach, weil die Bundesregierung während der Schweine- und Vogelgrippe den Pharmakonzernen einen Freibrief gegeben hat.

Die Firmen durften ungetesten Impfstoff verwenden (es gab ja wegen der Pandemie so einen ungeheuren Zeitdruck, dass Test nicht möglich waren) und wurden außerdem von JEGLICHER Haftung durch Konsquenzen der Impfstoffe befreit.

"schließlich hat sich GSK vertraglich eine weitgehende Haftungsfreistellung zusichern lassen: "Da aufgrund der besonderen Situation im Pandemiefall weder umfangreiche klinische Daten noch Erfahrungen mit dem Pandemie-Impfstoff in seiner konkreten Zusammensetzung vorliegen", wird die Firma für Umstände, die die Nutzen-Schaden-Abwägung der Vakzine negativ ausfallen lassen und die nicht in der Produktinformation der Zulassung (SPC) enthalten sind, von einer Haftung freigestellt."
H1N1: FEHLEINSCHÄTZUNGEN, HAFTUNGSFREISTELLUNG UND VIEL GELD - arznei telegramm

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zitzewitz 04.06.2013, 14:31
17.

Zitat von z_beeblebrox
Die Unfallkassen und dazu zähle ich ausdrücklich auch die BG, als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, hinzu, sind in Deutschland wirklich das Allerletzte.
Die Hauptaufgabe dieser Institutionen besteht ja auch darin, bunte Zeitschriften zu publizieren, die Beiträge der Zwangsmitglieder einzutreiben und sich ansonsten in protzigen Glaspalästen selbst zu verwalten.

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nochmehrunsinn 04.06.2013, 15:04
18.

Zitat von nojoe
die Frau hatte einfach Pech. in den verpackungsbeilagen stehen die möglichen Nebenwirkungen in der Regel ausführlichst drin. was es da immer alles gibt, lässt einen erschauern. aber so sichern sich die Unternehmen ab.
Ja, leider so sinnvoll die eine oder andere Impfung ist (auch Grippeimpfungen für Ältere usw. ) !
Aber es ist und bleibt ganz klar ein Arbeitsunfall da kommt die Unfallkasse nicht mit durch.
Leider gibt es immer Stress mit Versicherungen wenn sie Zahlen sollen da ist die Unfallkasse keine Ausnahme.

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BruSie 04.06.2013, 19:32
19. Gibts da nicht

Zitat von heike.renker
Dr. Peter Liese - CDU - ist ganz vorne mit dabei und tritt als Befürworter für die Schweinegrippeimpfungen und das Medikament Tamiflu auf. Die Wirksamkeit von Tamiflu ist überhaupt nicht wissenschaftlich belegt.
.. auch was von Ratiopharm, wenn jemand unter Leseschwäche leidet.?
Im Bericht heißt es eindeutig, dass es sich um den Impfstoff Pandemrix mit dem gleichnamigen Wirkstoff handelt.
Also nix mit Tamiflu.

Zitat von heike.renker
Ob wer wohl auch dafür ist, dass der Steuerzahler die Impfschäden bezahlt?
Wo steht irgendwo ein Wort, dass der Steuerzahler bezahlen soll?
Die Krankenschwester ist berufsgenossenschaftlich versichert.
Ihr Arbeitgeber zahlt für sie Beiträge.
Die Impfung erfolgte auf Anweisung des Arbeitgebers während der Arbeitszeit.
Also ist es ganz klar ein Arbeitsunfall, für den die berufsgenossenschaftliche Unfallkasse zu zahlen hat.

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