Forum: Gesundheit
Industrienahe Forschung: Abgas, Affen und der vorzeitige Todesfall
DPA

Tausende vorzeitige Todesfälle durch Auto-Abgase? Ein Wissenschaftler argumentiert vor Journalisten, solche Angaben seien unseriös. Und verdeutlicht damit das eigentliche Problem bei Volkswagens dubiosen Abgas-Tests.

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matthias089 01.02.2018, 19:02
1. unglückliche Verquickung?

Wirklich? Eine unglückliche Verquickung soll das sein? BLÖDSINN. Wissenschaftler stehen auf der Gehaltsliste von Unternehmen um gefällige Studien zu verfassen und nichts anderes. Im Verkehrswesen ist das und deutschland Gang und gebe. Und ein von Menschenhand wissentlich herbeigeführter Tod ist Mord, sonst könnte sich ja jeder Mörder auf vorzeitigen Tod berufen.

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noalk 01.02.2018, 19:11
2. Seriosität

Wissenschaftliche Behauptungen müssen seriös sein. Transparenz ist ein Teil dieser Seriosität. Mangelnde Transprenz macht eine wissenschaftliche Aussage jedoch nicht wertlos, genau so wie Transparenz eine wissenschaftliche Aussage nicht wertvoll macht. Auch der Satz: "Störende Details wie das, dass die Aachener Forscher abschließend schreiben, dass bei Menschen mit Herzkreislauferkrankungen wohl eher schädliche Effekte zu erwarten wären, tauchen an der Stelle nicht auf." ist nicht wertlos, aber auch nicht seriös. Die Aachener Wissenschaftler hätten schreiben müssen: "Aussagen zu schädlichen Effekten bei Menschen mit Herzkreislauferkrankungen lässt unsere Studie nicht zu." Erwarten kann jeder, was er will. Wer eine Studie macht, sollte sich in seinen Schlussfolgerungen aber immer exakt auf das beschränken, was die Studie hergibt. Leider wird in den Medien zum Zweck einer vereinfachenden Darstellung dann vieles nicht richtig wiedergegeben, was auch nicht gerade zur Seriosität des Themas und der Medien beiträgt.

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dietmar_steinkamp 01.02.2018, 19:16
3. Ein richtiges Argument ist auch dann richtig ...

... wenn es demjenigen nützt, der es vorbringt. Und es ist offensichtlich richtig. Und da Herz- und Kreislauferkrankungen ganz besonders gern Raucher oder Ex-Raucher treffen, scheinen eben diese mutwillig Selbstgeschädigten nach diesem Artikel auch diejenigen zu sein, die durch NOX noch weiter Lebenszeit verlieren. Ich würde doch mal einfordern wollen, dass Hersteller, Staat und Dieselkäufer gemeinsam an einer Harnstofflösung beteiligt werden - und dann scheint mir das Thema für sportliche Nichtraucher vom Tisch, und der für Kraft auf langen Strecken alternativlose Diesel ist gerettet. Auch ohne Lobby.

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fischfreund1 01.02.2018, 19:23
4. Wissenschaft

Es urteilen zu viele Leute über Wissenschaft, die eigentlich nicht wissen, wie das funktioniert. Hypothesenbildung, Annahmen, reproduzierbare Datenerhebung/Messung, statistische Auswertung, zulässige/unzulässige Schlussfolgerungen usw. sind die Kriterien, nach denen eine Studie bewertet werden muss. Die Aussagekraft eines "wissenschaftlichen" Befundes hängt nicht davon ab, wer was bezahlt und wer welche Gesinnung hat. Das sind immer nur Hilfsargumente von Leuten, die unfähig sind, Wissenschaft von Scharlatanerie zu unterscheiden. Die vertrauen dann leider zu leichtfertig Leuten, die mit wissenschaftlichem Habitus daherkommen, Reagenzgläser schwingen oder phantasievolle Computersimulationen durchführen, aber außer einer "Expertenmeinung" nichts Substanzielle vorweisen können.

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herm16 01.02.2018, 19:25
5. ja, es ist

wie mit allen wissenschaftlichen Publikationen. Irgendwo steckt immer ein Interessenverband dahinter. Ich als Laie muss glauben, was mir aufgetischt wird.
Leider ist es so, dass alle, egal welche Lobby dahintersteckt, mit Angst hausieren geht und wir deutschen springen darauf an.

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uguntde 01.02.2018, 19:34
6. Grenzen der Epidemiologie

Auf epidemioligischer Basis kann man die Auswirkungen von NOx letztlich gar nicht seriös entscheiden. Der Grund dafür liegt in der Tatsache dass man keine klar getrennten Gruppen zur Verfügung hat (NOx belastet vs NOx unbelastet). Das ist zum Bsp ganz anders, wenn man Raucher und Nichtraucher unterscheiden will. Will man wissen wie schädlich NOx ist muss man deshalb Experimente durchführen. Solche Experimente sind längst publiziert, zeigen aber nicht den erwarteten Schaden. Die ganze Theorie steht auf wackeligen Beinen.

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Cascara LF 01.02.2018, 19:38
7. Wie war das mit der Statistik?

Ein gestriger Artikel in dem die verkürzte Lebenszeit aufgrund des Dieselskandals (sic!) - das allein war schon hanebüchen, nicht, dass man aufgrund des erhöhten Schadstoffausstosses durch Einsatz einer Software zur Manipulation des Schadstoffausstosses unter Testbedingungen meinte - lies mich rechnerisch auf nur fünf Minuten für jeden Bewohner Deutschlands kommen.
Klingt vielleicht noch besser? Ist aber auch müßig und einerlei, denn sowohl 500 Menschen, 37 oder 5 Minuten ist lediglich ein Rechenergebnis erlangt durch Schätzungen zum Schadstoffausstoss. Wer weiss denn schon wieviele Diesel-Pkw, -Lkw, -Transporter etc. wirklich wie oft und wie lange und mit welchen Drehzahlen gefahren sind? Und wieviel mehr Schadstoffe bei dann wie vielen von welchen Fahrzeugtyp mehr ausgestossen wurden? Alles Schätzungen! Gut genug zur Panik- und Stimmungsmache auf der einen Seite, Grund genug, sichere Lösungen zu finden auf der anderen Seite.

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spiegelleser987 01.02.2018, 19:43
8.

Zitat von matthias089
Wirklich? Eine unglückliche Verquickung soll das sein? BLÖDSINN. Wissenschaftler stehen auf der Gehaltsliste von Unternehmen um gefällige Studien zu verfassen und nichts anderes. Im Verkehrswesen ist das und deutschland Gang und gebe. Und ein von Menschenhand wissentlich herbeigeführter Tod ist Mord, sonst könnte sich ja jeder Mörder auf vorzeitigen Tod berufen.
Und was ist mit den staatlich finanzierten Medizinwissenschaftlern? Die haben Tiere mit Abgaschemikalien aus Dieselautos und andere Tiere mit denen aus Benzinautos beschmiert. Die mussten die Abgase in höheren Konzentrationen auch einatmen. Bei den Tieren mit den Dieselautos gab es keine gesundjeitlichen Schäden, die mit den Benzinabgasen bekamen fast alle Krebs.
Das war 1957 und 2007 hat darüber Spektrum der Wissenschaft oder Bild der Wissenschaft berichtet, nicht wegen der Autos sondern weil 50. Jahrestag war.

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spiegelleser987 01.02.2018, 19:51
9.

Ist das nur Kampf gegen VW was da abläuft?

Über die größten Feinstauberzeuger wird nur selten berichtet. Das sind Straßenbahnen und U-Bahnen. Bei U-Bahnen wird der Feinstaub aus der Luft nicht mal entfernt. Bei Straßenbahnen gibt es wenigstens eine Luftströmung in den Städten.

Jetzt habe ich mal noch etwas in meinem Archiv gefunden. Protest gibt es bisher gegen die Ozonerzeuger noch nicht. Sagt man heute "Ozonerzeuger" oder nennt man die ähnlich wie bei Dieselautos nun "Ozondreckschleudern" . Das sind Straßenbahnen. Da entstehen iständig kleine Funken, die Ozon erzeugen. Die in entsprechender Menge gesunden Stickstoffmonoxide aus den Dieselautos werden damit zu Stickstoffdioxid umgewandelt.

Wann kämpft das Umweltministerium gegen die Straßenbahnen?

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