Forum: Gesundheit
Infektionskrankheit: Kleinkind in Berlin an Masern gestorben
DPA

Der aktuelle Masern-Ausbruch hat ein erstes Opfer gefordert: In Berlin ist ein kleiner Junge den Folgen der Infektionskrankheit erlegen. Er war anderthalb Jahre alt.

Seite 24 von 24
zamparonio 24.02.2015, 10:37
230. Impfgegner...

...sind bei solchen Sachen offenkundig etwas blöde.
Bei solch elementaren Sachen. Eine Grippeschutzimpfung lehne ich auch ab, aber Masern, Mumps und Röteln sind nunmal etwas ganz anderes.
Vor einigen Jahren habe ich mal einen Bericht gelesen, dass die Masern fast ausgerottet seien. Kurz darauf kam dann die Info, dass bedingt durch Grenzöffnungen nach Osteuropa jede Menge Krankheiten die man hier schon auf dem Rückmarsch sah wieder neu aufkeimten.
Masernpartys und anderer Unfug haben sicherlich auch dazu beigetragen. Körperverletzung sowas.
In Anbetracht der Unbelehrbarkeit mancher Leute halte ich eine Impfplicht hier für angebracht. Die Leute die verantwortungsvoll mit solchen Themen umgehen stört eine Pflicht nicht weil es ja richtig ist. Die anderen, die Dummen, erreicht man nicht durch Aufklärung. Sieht man ja jetzt.

Beitrag melden
nordschaf 24.02.2015, 10:39
231.

Zitat von Dengar
Mit Mumps (auch Ziegenpeter) hab ich mich allerdings nicht weiter beschäftigt; das hatte ich als kleines Kind, und kann mich nur noch an Halsschmerzen und viel, viel Eis erinnern, das ich schlecken durfte...;-)
Ich hatte als Kind im Alter von 8 Jahren die Masern, die bei bestehendem Impfschutz zum Glück einen leichten Verlauf nahmen. Ich erinnere mich aber lebhaft an drei elende Wochen im abgedunkelten Raum, jammernd und schwächlich, mit Handschuhen im Sommer, damit ich die juckenden Pusteln nicht aufkratzte. Täglich mehrmals am ganzen Körper mit lindernder Lotion gegen das Jucken eingeschmiert zu werden, gehört ebenfalls nicht zu den Highlights meiner Kindheit.

Keuchhusten war in den 70ern der reine Horror: ich war als 3-jährige bis auf Haut&Knochen abgemagert und musste wochenlang ekelhaftes Zeug inhalieren. Danach hat es noch ca. ein Jahr gedauert, bis ich wieder ein normales Gewicht für meine Altersklasse erreicht hatte. Das mag heute weniger gefährlich und grässlich in der Behandlung sein, ein Spaziergangs ists mit Sicherheit immernoch nicht.

Röteln hatte ich (ohne Impfschutz) ebenfalls erwischt und da musste während meiner ersten Schwangerschaft nachgeimpft werden, da der auf natürlichem Wege erworbene Schutz nicht mehr ausreichend war. Meine jüngere Tochter hat zuletzt eine Reaktion nach MMR-Impfung gezeigt, die sich aber als allergische Reaktion gegen den Trägerstoff herausgestellt hat und in Abstimmung mit dem Kinderarzt binnen weniger Stunden in den Griff zu bekommen war. Ja: auch eine Impfung erfordert, dass man sein Kind hinterher beobachtet und ggf. Maßnahmen ergreift. Dennoch hoffe ich, dass meine Kinder nicht dieselben Erfahrungen mit so genannten Kinderkrankheiten machen, wie ich sie machen musste.

Beitrag melden
Seite 24 von 24
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!