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Influenza: Die wichtigsten Fakten zur Grippe
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Die Grippewelle kommt nun auch nach Deutschland. Was erhöht die Chancen, der Krankheit zu entgehen? Was tun, wenn die Infektion ausbricht? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Kradfahrer 15.01.2018, 12:22
1. Echt jetzt?

Die gute Nachricht vorweg: Wegen einer Grippe muss sich kein Mensch von der Teppichkante stürzen!

Es ist doch egal ob Grippe, Erkältung oder Pest, die grundlegenden seuchenhygienischen Maßnahmen sind immer die gleichen:
a) Herrscht irgendwo die Pest, gehe nicht hin. Herrst da, wo du bist, die Pest, gehe nicht fort. (stammt glaube ich aus dem Islam, stimmt aber auch im christlichen Abendland und trifft auch auf Rüsselpest und Co. zu)
b) Wer krank ist, gehört ins Bett und nicht in den Bus oder gar in den Betrieb. Man kann seinen Arbeitgeber auch anders schädigen als dadurch, dass man die halbe oder ganze Belegschaft infiziert.
c) Wer Fieber (ab 39 °C) oder sonstige schwere Symptome hat, gehört in ärztliche Behandlung.
Der Rest mit Desinfektion (auch Wasser und Seife desinfizieren, wenn man sie denn gründlich anwendet), sicherer Entsorgung von kontaminiertem Material etc. steht im Beitrag und soll nicht wiedergekäut werden.

Und dann kann man sich schon im Herbst vorbereiten. Viel an der frischen Luft sein, auch wenn es kalt ist, täglich Obst essen und/oder Obstsäfte trinken.

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permissiveactionlink 15.01.2018, 12:42
2. Alles andere als einfach !

"Denn jede Saison zirkulieren andere Grippeviren; eine Impfung, die vor ihnen allen schützt, konnten Forscher bisher leider noch nicht herstellen." Das liegt am Hämaglutinin (HA), einem Hüllprotein des Virus, das selbst eine Membran besitzt. Dieses Protein hat zwei Aufgaben : 1. die Bindung an die Wirtsmembran, 2. die Freisetzung des genetischen Materials aus dem in einem Endosom in die Zelle aufgenommenen Virus in das Cytoplasma der Wirtszelle. Das Problem dieses Proteines ist, dass es einerseits an der Außenseite sehr variabel ist (d.h. sehr leicht mutiert) und dann von bereits vorhandenen Antikörper-produzierenden Immunzellen (Memory-B-Lymphozyten) gegen andere Influenza-Stämme bzw. Serotypen nicht erkannt wird, und das diese Proteine (aus drei gleichen Untereinheiten) eine Struktur aus Stift und darauf gesetztem hochvariablem Bindungsbereich bilden. Der Stift selbst ist nicht hochvariabel. Leider sind aber Antikörper selbst so sperrig, dass sie mit ihren hochvariablen Erkennungsbereichen für Antigene zwischen den hochvariablen Bindungsbereichen nicht gut an die darunterliegenden Stifte herankommen. Nahezu jeder Mensch hat Antikörper gegen die Stiftbereiche des Hämaglutinins, sie können aber nur sehr schlecht andocken. Helfen könnten nur deutlich kleinere, schlankere Antikörper mit kürzeren hochvariablen Bereichen, wie man sie bei anderen Säugetieren z.T. finden kann.

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veritas31 15.01.2018, 13:02
3. Ich habe früher...

Ich habe früher, wider besseren Wissens, auch gerne eine Erkältung mal einfach "Grippe" genannt bis ich einmal DIE ECHTE Grippe hatte...danach habe ich die Begrifflichkeiten nie wieder vertauscht. Die echte Grippe macht einen wirklich fertig.

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calinda.b 15.01.2018, 16:21
4. Selber impfen

Ich hol mir immer die Impfung für um die 12 € in der Apotheke und steck sie mir selber in den ...Arm. Keinen Termin buchen, keine Wartezeit, keine Praxisgebühr ...

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diskantus 15.01.2018, 17:01
5. "Grippewelle" mit geringem Anteil an Influenza-Kranken

".... umgangssprachlich daraus schnell eine Grippe wird"
- Das ist leider falsch.
Die Verwechslung ist eine gewollte und kommt von der Pharmalobby, die absichtlich banale Infekte und Influenza in einen Topf wirft und von "Grippewelle" mit Tausenden Erkrankten spricht. Das klingt beängstigend, so kann man noch schnell Menschen zur Impfung bewegen.

Nicht gesagt wird, dass die wenigsten Fälle einer solchen Welle Influenza-Fälle sind. Diese kann man nämlich nur durch Blutuntersuchung wirklich feststellen - und das geschieht im Krankenhaus, nicht beim Hausarzt und nicht einmal zwingend beim Facharzt, und schon gar nicht bei denen, die zu Hause im Bett liegen.

Wie hieß es im RBB vor kurzem: Es war von 5000 Neuerkrankungen die Rede, und dass bei etwa jedem Fünften Influenzaviren im Blut festgestellt würden. Das ist deutlich: Von 5000 Erkrankten werden vielleicht 100 (?) Personen Blut abgenommen ... der Prozentsatz an wirklich an Influenza Leidenden ist also sehr eingeschränkt. Es handelt sich im wesentlichen um Menschen, die, bereits vorerkrankt, mit geschwächtem Immunsystem im Krankenhaus liegen.

Würde man der Pharmaindustrie endlich untersagen, mit unlauteren Mitteln für Influenza-Impfungen zu werben, wäre für die Menschen viel gewonnen. Von der missglückten Schweinegrippe-"Pandemie"-Panikmache hat sie offensichtlich immer noch nichts gelernt.

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Sportzigarette 15.01.2018, 18:56
6. zu 5)

wieder so ein "Pharmalobby" Kritiker! Es steht doch im Artikel für jeden lesbar, dass es einen Unterschied zwischen Erkältung und Grippe gibt. Die Impfung empfiehlt sich dennoch für chronisch Kranke und ältere Menschen, sowie medizinisches Personal. Das hat nichts mit Profitgier zu tun, das nennt man Vorsorge. Und glauben Sie, an einem Produkt für 12 Euro wird die Pharmaindustrie nicht reich! Sie gehen wahrscheinlich zum Heilpraktiker oder sind gar einer von diesen Quacksalbern, die natürlich nichts aus Profitgier, sondern aus reiner Menschenliebe machen! haha

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echnaton12 15.01.2018, 19:49
7. Soso..

Egal ob erkältet oder grippe, man wird krankgeachrieben... klar, wenn man sich traut oder es sich leisten kann- hat mit der lebenswirklichkeit leider nichts zu tun in diesem reichen, glücklichen land!

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johankaiser 16.01.2018, 08:50
8.

Zitat von echnaton12
Egal ob erkältet oder grippe, man wird krankgeachrieben... klar, wenn man sich traut oder es sich leisten kann- hat mit der lebenswirklichkeit leider nichts zu tun in diesem reichen, glücklichen land!
Es gibt Branchen, vo allem bei sicheren Arbeistplätzen der öffentlichen Hand/Beamte, da stellt sich die Frage nach 'trauen' und 'leisten' gar nicht, da wird krank geschrieben wo andere sich zur Arbeit quälen und nur bei ernsten Komplikationen (Fieber, ..) daheim bleiben.

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sponcon 16.01.2018, 09:38
9. Unser Hausarzt ...

... in den 60-ern hatte eine einfache Methode. Wer mit "Rüsselseuche" kam, wurde schon bei der Anmeldung mit Krankenschein für eine woche und ein paar fiebersenkenden Tabletten, falls notwendig, von der Krankenschwester versorgt. Man kam gar nicht erst ins Wartezimmer um sich nicht nur verbal auszutauschen. Kam es zu keiner Linderung, gab es einen Hausbesuch von ihm. Bei Kindern generell Hausbesuch.

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