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Intimchirurgie: Warum so schmallippig?
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Vaginen werden gestrafft, Schamlippen verkleinert: Intimchirurgische Eingriffe liegen im Trend. Welches Schönheitsideal wird hier bedient? Und wie sieht eine "normale" Vulva überhaupt aus?

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josef2018 13.12.2018, 18:50
1. Das

größte Problem all dieser vermeintlichen Schönheits Operationen liegt doch darin, dass es Ärzte gibt die jeden noch so abstrusen Wunsch ihrer Patienten/innen erfüllen. Da möchten Männer wie Ken aussehen, Frauen wie Barbie und noch schlimmere Wünsche werden erfüllt, auch einmal ein paar Rippen entfernt. Ein ganz krasses Beispiel : Jocelyn Wildenstein.
Bei Geld hört eben gerne einmal auch die ärztliche Verpflichtung auf, Menschen zu helfen und ihnen nicht zu schaden.

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haareschüttler 13.12.2018, 19:06
2. Ich als Heterosexueller Mann...

...finde hervortretende kleine Schamlippen optisch sogar äußerst atraktiv.
Ich habe keine Ahnung wer diese seltsamen Schönheitsideale erfindet habe aber, wie schon bei der Verdammung des Schamhaars das Gefühl das sich hier unterschwellige Pädophilie Bahn bricht.
Und noch mal für alle Frauen: ich (und mit mir viele andere Männer) finde große innere Schammlipen geil! (und rasierte Kleinmädchenmuschis asexuell)
Wegen uns müsst ihr also definitiv nicht an euch rumschnippeln lassen. Also lasst euch nix erzählen!

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dasfred 13.12.2018, 19:10
3. Auch an die Karriere denken

Hat sich nicht für die vorletzte Staffel von Adam sucht Eva eine der Teilnehmerinnen aus dem RTL Trash TV Fundus extra untenrum straffen lassen? Soweit ich mich erinnere, hat die Kamera das Ergebnis wohlwollend begleitet und die Begleitmedien bis hin zur Bild haben vorher-nachher Ergebnis ausführlich diskutiert. Ich gehöre zwar zu den Männern, die an dieser Körperregion kein Interesse zeigen, allerdings weiß ich aus vielen Gesprächen, dass den allermeisten Männern die Form der Vagina egal ist, solange es überhaupt eine Frau gibt, die ihnen Einlass gewährt. Im Endeffekt wird hier nur ein neues Geschäftsmodell angeboten, für Frauen die sich in ihrer Unsicherheit den kompletten Körper modellieren lassen.

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celebraler_kortex 13.12.2018, 19:19
4. Schreiender Unsinn

sowohl das Verhalten dieser Frauen wie auch der Schluß der Autorin, dass es bei Männern keinerlei entsprechendes Idealbild zu geben scheint. "während gegenüber Männerkörpern eine größere Toleranz zu herrschen scheint". Weia. Haben Sie schonmal etwas von Spam gehört, der bei den es um Penisvergrößerungen geht? Frau Kleen, wenn es eine funktionierende Möglichkeit für Männer habe gäbe ihr bestes Stück dem Ideal näher zu bringen, hätten sie ganz sicher noch ganz andere Behandlungszahlen als bei den Frauen zu verzeichnen.

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telos 13.12.2018, 19:19
5. Schönheitsreligion

Viele Frauen tun alles, um ihren Ehemännern oder überhaupt Männern zu gefallen, oder um im gegenseitigen Wettbewerb um mögliche Partner potentielle Konkurrentinnen ausstechen zu können. Da wird gespritzt (Botax), geliftet, Fett abgesaugt, Brüste vergrößert oder verkleinert, und jetzt auch Schamlippen mit Hilfe von Operationen in "Form" gebracht. Es lohnt sich darüber nachzudenken, ob beschriebene "Manipulationen" des weiblichen Körpers wirklich von den heute selbstbewußt auftretenden Frauen selbst gewünscht wird oder ob diese nicht doch Fremderwartungen von außen sind, welchen dann entsprochen werden. Da muss dann das Selbstbewußtsein einmal kürzer treten. Die "Optimierungen" in allen Lebensbereichen zeigen, wie groß die Sehnsucht vieler Menschen ist, endlich so zu sein, wie sie eben in ihrer Einmaligkeit sind. Ob die betreffenden Frauen davon profitieren mag dahingestellt bleiben. Die Schönheitschirurgen freuen sich über gut gefüllte Auftragsbücher.

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ellereller 13.12.2018, 19:21
6. Die ersten drei Zeilen

des Textes kritisieren zu Recht den Anspruch, dass die Vulva einer 50jährigen so aussehen soll wie die einer 12jährigen. Doch darüber zeigt das hochästhetische Foto den Schamhügel einer - ich hoffe doch sehr: volljährigen - Frau, der aber genauso viele Schamhaare hat wie der einer 12jährigen, nämlich kein einziges. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Wäre es nicht passender gewesen, tatsächlich eine Frau zu zeigen die 50 ist und auch so aussieht?

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NewYork76 13.12.2018, 19:29
7. Von Frauen fuer Frauen

Also jetzt mal echt. Dais ist doch ein Frauenproblem von Frauen fuer Frauen.

Ich kenne keinen Mann, der eine Frau fuer die Form ihrer Vagina kritisieren wuerde. Muessen wir Maenner uns jetzt auch Gedanken machen, ob unser Hodensack der Norm entspricht? Zu hoch? Zu tief? Zu glatt? Zu faltig?

Und aus dem Artikel:
"Es gibt eine gesellschaftliche Narration darüber, die immer zulasten der Frau geht und eben nicht zulasten des Mannes", sagt Meßmer. "Das halte ich für prägender als die Partnerschaft."

Das halte ich fuer praegenden Schwachsinn. Schon das im Artikel angefuehrte Beispiel kann ebenso auf einen zu kleinen Penis bezogen werden. Aber wir wissen ja alle, dass ein kleiner Penis noch nie ein Thema bei Witzen war (vor allem nicht, wenn Frauen Witze machen)

Hat Frau keine Probleme, so macht sie sich welche. Kurioser als diesen Intimchirurgie-finde ich eigentlich nur noch, das ganze so hinzudrehen dass die Maenner mal wieder die Taeter sind und die Frauen die Opfer sind.

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rleu 13.12.2018, 19:31
8.

Hmm, und Unsicherheit über körperliche Eigenheiten kennt man von Männern gar nicht...

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kakophoniephobie 13.12.2018, 19:32
9. Eine Frage des persönlichen Wohlbefindens und eine Frage der Ästhetik

Ist nicht alles eine Frage der persönlichen Sicht der Dinge, bzw. nicht zuletzt auch abhängig vom individuell unterschiedlich ausgeprägten Sinn für Ästhetik? Wer sich als unvollkommen wahrnimmt und darunter leidet - seien es abstehende Ohren, eine zu lange Nase, zu schmale Lippen, was auch immer -, der sollte sich durch nichts und niemanden von einer Korrektur abhalten lassen. Entscheidend ist, dass er (bzw. sie) sich nach einem Eingriff besser fühlt und sich annehmen kann. Im Übrigen: Haben nicht immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft immer weniger ein Problem damit, bei "innerlichen" Defiziten, die sie zu haben glauben, zu einem Seelendoktor zu gehen? Und maßen wir uns an, dies (negativ) zu werten, bzw. haben wir überhaupt ein Recht dazu?

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