Forum: Gesundheit
Jens Spahn: Der Hauruck-Minister
DPA

Krankenkassen bitten nun sogar Kanzlerin Angela Merkel einzugreifen: Seit seinem Amtsantritt mischt Jens Spahn das deutsche Gesundheitsministerium auf. Ein Überblick über seine Pläne - von Abtreibung bis Windeln.

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dawuidesiach 11.03.2019, 19:32
10. Natürlich

gehört das Gesundheitssystem von Grund auf reformiert. Ob ein geltungssüchtiger Möchtegernegross dazu der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich zu bezweifeln.

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abudhabicfo 11.03.2019, 19:34
11. Ein Profi mit 0 Erfahrung

Angela Merkel weiss ja, wie man ungeliebte Konkurrenten ausschaltet. Mit der Berufung des ambitionierten Profi-Politiker zum Minister, stolpert er nun fast täglich von einem Fettnapf in den andern. Besserwisserei ist ja nicht mit Expertise zu verwechseln. Ein Lobbyist weiss eben nichts, sondern liest ja nur nach vorgelegtem Skript.

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heissSPOrN 11.03.2019, 19:36
12.

"...mal will er vermeintlich weit verbreitete "Therapien" gegen Homosexualität verbieten..."

Gibt es eigentlich Therapien gegen Geltungssucht?

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kleinsteminderheit 11.03.2019, 19:38
13. Na und?

Herr Spahn traut sich was und will etwas bewegen. Es ist ja nicht so, dass die heilige Selbstverwaltung der Krankenkassen, zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung und all den Lobbyverbänden berauschende Leistungen gebracht haben.
Was da wie warum bezahlt wurde ist eher undurchschaubar. Und häufig haben die etablierten Akteure auch gar keinen Sinn für die Bedürfnisse der Beitragszahler. Das Gesundheitssystem ist ein großer Kuchen und die Selbstverwaltung scheitert regelmäßig an einer sachgerechten Verteilung.

Alle vorherigen Gesundheitsminister haben sich nie getraut, etwas von Ärzten und Kassen zu fordern. Wir haben ein großes Gesundheitsministerium. Die dürfen ruhig mal Ideen entwickeln.

Herr Spahn ist der erste Gesundheitsminister, der zugegeben hat, dass Kassenpatienten ungerechtfertigt lange auf einen Facharzttermin warten müssen. Das hatten die Kassen mitsamt der heiligen Selbstverwaltung stets bestritten. Herr Spahn kommt zur richtigen Zeit. Ich hoffe, er greift kräftig durch.

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maxmarius 11.03.2019, 19:39
14.

"Sie fürchten, der Gesundheitsminister könnte künftig willkürlich entscheiden, welche Kosten übernommen werden und welche nicht - unabhängig vom aktuellen Wissensstand"
Wissensstand und Gesundheitsminister Spahn in einem Satz, das ist eine Leistung.
Bei der bisherigen Cleverness des Herrn Spahn muss man davon ausgehen, dass er sich schon an diversen Firmen beteiligt hat deren exklusiven Therapien dann zwingend bezahlt werden müssen.

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oelfinger 11.03.2019, 19:39
15. Wenn er anfängt,

von einer Mauer ums Gesundheitsministerium zu faseln wird es Zeit für einen harten Spahn-Exit.

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leo-k 11.03.2019, 19:42
16. Die bisherigen Verdächtigen

Verband der Gestzlichen Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung usw. haben bisher mit der elektronischen Gesundheitskarte nicht viel gebacken bekommen. Deutschland droht letzte Platz bei der Einführung von künstlicher Intelligenz in der Medizin, den allerletzten Platz belegen wir schon bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Da ist es doch logisch, daß die Zentrale den Filialen Feuer unter dem Arsch macht. Ist denn eine nicht fuktionierende Selbstverwaltung noch sinnvoll, auch wenn es früher vielleicht gute Gründe für eine Selbstverwaltung gab?

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postit2012 11.03.2019, 19:49
17. Oh nein,

Zitat von hnoi
ist meines Erachtens entscheidend. So unsympathisch mir Herr Spahn persönlich ist, es ist an der Zeit. das Kartell der Kassen, Ärzte und Pharmaunternehmen zu hinterfragen. Angeblich haben wir das teuerste Gesundheitssystem, es fehlen aber die dementsprechenden Ergebnisse.
da gibt es allenfalls drei oder mehr gegeneinander arbeitende Kartelle, die sich gegenseitig schön austarieren und im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) verständigen müssen. Der G-BA ist übrigens ein Segen für das deutsche Gesundheitswesen und er sollte nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

Das teuerste Gesundheitssystem haben wir hier übrigens auch nicht. Das bleibt immer noch den USA vorbehalten, die hier die Quadratur des Kreises geschafft haben (gleichzeitig am teuersten und am schlechtesten).

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lalito 11.03.2019, 19:57
18. Na ja

Zitat von leo-k
Verband der Gestzlichen Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung usw. haben bisher mit der elektronischen Gesundheitskarte nicht viel gebacken bekommen. Deutschland droht letzte Platz bei der Einführung von künstlicher Intelligenz in der Medizin, den allerletzten Platz belegen wir schon bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Da ist es doch logisch, daß die Zentrale den Filialen Feuer unter dem Arsch macht. Ist denn eine nicht fuktionierende Selbstverwaltung noch sinnvoll, auch wenn es früher vielleicht gute Gründe für eine Selbstverwaltung gab?
Der beste Grund dafür war früher, das Gewölle bürokratisch so aufzuplustern, dass genug Stellen geschaffen werden können um den ganzen Moloch zu verwalten und somit die Daseinsvorsorge dieser Struktur langfristig erfolgreich und alternativlos gesichert zu haben.

Sowas ähnliches wie ein Perpetuum Mobile und die Versicherten zahlen, prima. Was da unnötigerweise an Kosten und Aufwand produziert wurde und wird, das geht auf keine Kuhhaut. Selbst die Ärzte haben einen Riesenhals und lassen es an den Patienten aus.

So einfach, so sad.

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fvaderno 11.03.2019, 19:59
19. Schuster bleib bei deinen Leisten!

Dies soll nicht nur für das Handwerk der Schuhmacher gelten, sondern auch für medizinische Laien und Halbwisser! Schön wäre es, wenn der Rest der Regierungsmannschaft dem Herren aufzeigen würde, wo seine Grenzen sind. Aber mit der Kanzlerin, für die das Interesse einiger Konzerne an erster Stelle steht, habe ich da wenig Hoffnung. Dabei hatte sie doch einst in ihrem Amtseid geschworen: Zum WOHLE des deutschen Volkes!

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