Forum: Gesundheit
Jesper Juul antwortet: Was mache ich, wenn Kinder beim Spielen aggressiv werden?
Corbis

Bei manchen Geschwistern eskalieren harmlose Situationen regelmäßig zu Streit. Wann sollten Erwachsenen einschreiten? Und vor allem wie? Tipps vom Pädagogen Jesper Juul.

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herrhansmeyer 12.02.2016, 12:52
10. Pc

Zitat von themistokles
Und auch, auch wenn es nicht political correct ist, sowas zu sagen, ab und zu mal einen Klaps auf den Po.
Das ist nicht nur nicht PC, sondern auch ziemlich armselig (und irgendwann auch strafbar), sein Kind zu schlagen.

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Akonda 12.02.2016, 12:53
11. Unsinn!

Zitat von Tauem
Auch unter Kindern gibt es bereits eine Menge Stinkstiebel. Die Mär von den lieben Kleinen stimmt ja nun überhaupt nicht. Wenn die Eltern schon Idioten sind, werden es die Kinder zwangsläufig, egal ob nach ......
Haben Sie selbst Kinder? Oder mögen Sie überhaupt Kinder? Ich wünsche allen Kindern in Ihrem Umkreis, dass sie so selten wie möglich in Ihre Nähe geraten!
Sie müssen wirklich ein armes Leben führen, vermutlich ohne Frau und Kinder............

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Olaf 12.02.2016, 12:54
12.

Zitat von Sibylle1969
Ich (weiblich) habe vier Geschwister, davon zwei ältere Brüder und zwei Schwester (alle Schwestern jünger als die Brüder). Meine Eltern haben sich aus allen Streitigkeiten komplett herausgehalten mit den Worten, wir sollen das unter uns ausmachen. Das führte dazu, dass meine Brüder ihren Willen immer und ohne Ausnahme mit körperlicher Gewalt erzwungen haben, ohne dass meine Eltern mal eingegriffen hätten. Dafür hasse ich meine Brüder noch heute. Und meinen Eltern nehme ich ihr Nichteingreifen sehr übel, denn meine Kindheit war dadurch alles andere als glücklich.
Ich finde auch, dass die Antwort zu simpel ist. Es gibt körperliche Überlegenheiten, die ein Eingreifen erfordern, ebenso das Ausspielen einer verbalen Überlegenheit, kann zu Streit führen.

Manchmal fehlen auch klare Regeln oder Abgrenzungen, z.B. bei gemeinsamen Kinderzimmer oder Spielzeug.

Streit unter Geschwistern ist bis zu einem gewissen Grad völlig normal, man sollte als Eltern dies aber nicht eskalieren lassen.

Zur Entlastung Ihrer Eltern kann ich sagen, dass deren Haltung damals auch so propagiert wurde. Es war die Zeit, in der antiautoritäre Erziehung ohne Einmischung als modern galt und Eltern darauf bestanden von ihren Kindern mit Vornamen und nicht mit Mama oder Papa angesprochen zu werden.

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epiktet2000 12.02.2016, 12:55
13. Was ist denn das für ein Pädagoge?

Aus den Situationsbeschreibungen, sowie im Spiegel-Text dargestellt, lässt sich gar nichts herauslesen, das geeignet wäre, um die Betroffenen ernsthaft zu beraten. Das Schlimme ist, dass auf Grund solcher Ratschläge, die Eltern vor Lehrern Schlange stehen, um ihnen Vorhaltungen zu machen, warum sie nicht auch nach einfachen Rezepten Ordnung in das schulische Leben der Kinder bringen können. Erziehung ist ein schwieriges und dauerhaft anhaltendes Geschäft, das nicht an Pädagogik-Ikonen zu delegieren ist.

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Akonda 12.02.2016, 12:56
14. Wie grausig.

Zitat von themistokles
Wenn zwei Kinder sich streiten oder raufen, gibt es meistens einen konkreten Anlass. An diesen muss man anknüpfen und mit den Kids lösen. Hinsetzen, ein Stück Kuchen essen und allgemein über irgendwelche "Konflikte" schwafeln wird ganz genau zu null komma nichts führen. Und auch, auch wenn es nicht political correct ist, sowas zu sagen, ab und zu mal einen Klaps auf den Po.
Ja, genau. So macht man das. Und wenn der "Klaps auf den Po" nicht wirkt, dann halt einfach mal fester draufhauen.....
Wann waren Sie Kind? In der Steinzeit?
Ich hoffe, Sie haben nicht selbst Kinder.

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transparenz_&_Anti-Korrup 12.02.2016, 13:03
15. an post 8. Dass ist nicht erlaubt.

der klapps auf den politischen heißt auch gerne, Missbrauch von minderjährigen.
Wer Gewalt für die Erziehung braucht, ist in meinen Augen einfach zu faul oder dumm, um eine andere Lösung zu finden.
Bei mir klappt auch nicht alles. Mal ein wenig zu inkonsequent, mal geschimpft wo es nicht unbedingt nötig war. Aber Gewalt gegen meine Kinder nö.
Habe in der Kindheit auch mal den "a... versohlt" bekommen. Oft waren die Gründe berechtigt für eine Strafe, es hätte aber auch eine andere geben können.
allerdings habe ich noch heute ein sehr gutes Verhältnis mit meinen Eltern.

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themistokles 12.02.2016, 13:06
16.

Zitat von herrhansmeyer
Das ist nicht nur nicht PC, sondern auch ziemlich armselig (und irgendwann auch strafbar), sein Kind zu schlagen.
Ein Klaps auf dem Po? Das ist für Sie schon "ein Kind schlagen"?

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agt69 12.02.2016, 13:10
17. @themistokles

Es hat nichts mit PC zu tun, seine Kinder nicht zu schlagen, sondern mit der Botschaft, die man den Kindern dadurch vermittelt. Nämlich dass Gewalt ein legitimes Mittel zur Lösung von Konflikten ist und dass der stärkere Recht hat. Ganz abgesehen von der Demütigung und dem Gefühl des ausgeliefert sein, das bei dem Kind erzeugt wird.
Ich habe selbst 2 Kinder und kann verstehen, wenn Eltern in Extremsituationen die Kontrolle über sich verlieren und ihnen die Hand ausrutscht.
Trotzdem ist es von Grund auf falsch, Schläge als angemessenes Mittel der Erziehung zu propagieren.

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jeby 12.02.2016, 13:11
18.

Zitat von Münchner MV
Wenn Sie Ihre Brüder heute noch dafür hassen, liegt das Problem (heute) an Ihnen. Ihre Eltern haben sich wohl einfach komplett aus allem herausgehalten und natürlich herrscht dann unter Geschwistern das Recht des Stärkeren...
Also wenn die Brüder das die ganze Kindheit so gemacht haben, selbst als Jugendliche, sehen ich nicht ein, wieso man seine Brüder nicht hassen sollte. Selbst wenn die Eltern nichts gemacht haben, lernt man ja wohl trotzdem in der Schule und von anderen, dass man insbesondere gegenüber weit Schwächeren keine körperlich Gewalt anwenden sollte. Das wird in unserer Gesellschaft definitiv als feige und verwerflich geächtet. Ab einem gewissen Alter müssen die Brüder gewusst haben, dass das was sie machten, einfach falsch war.

Ganz davon abgesehen verstehe ich nicht, wieso ein Opfer seinen Peinigern verzeihen muss. Dazu gibt es ja wohl keine moralische Pflicht. Vielleicht haben sich die Brüder ja sogar als Erwachsene noch nicht einmal bei den Schwestern für ihr Handeln entschuldigt. Daher finde ich es schon mies, dass sie jetzt die Schuld für das aktuell schlechte Verhältnis der Schwester mit den Brüdern allein ihr zuschieben.

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themistokles 12.02.2016, 13:32
19.

Zitat von agt69
Es hat nichts mit PC zu tun, seine Kinder nicht zu schlagen, sondern mit der Botschaft, die man den Kindern dadurch vermittelt. Nämlich dass Gewalt ein legitimes Mittel zur Lösung von Konflikten ist und dass der stärkere Recht hat. Ganz abgesehen von der Demütigung und dem Gefühl des ausgeliefert sein, das bei dem Kind erzeugt wird. Ich habe selbst 2 Kinder und kann verstehen, wenn Eltern in Extremsituationen die Kontrolle über sich verlieren und ihnen die Hand ausrutscht. Trotzdem ist es von Grund auf falsch, Schläge als angemessenes Mittel der Erziehung zu propagieren.
Es ist erstaunlich, dass ein (Zitat) "Klaps auf dem Po" mittlerweile als Schläge und Gewalt gegen Kinder gedeutet wird. Mit einem gewissen Widerspruch habe ich ja gerechnet (nicht umsonst habe ich es ja so geschrieben ;-)), aber die Auslegung meiner Worte finde ich schon interessant ("Steinzeit-Kind", "grausig", "armselig", etc.). Scheinbar sind die letzten Jahrzehnte Kuschelpädagogik wirklich nicht spurlos an unserer Gesellschaft vorbeigezogen.

Welche Botschaft sende ich einem Kind mit einem kleinen Klaps (und nur um diesen geht es!!) aus? Das Gewalt ein legitimes Mittel der Lösung ist? Oder nicht doch eher "jetzt ist aber Schluß"?

Eltern haben die Aufgabe, ihre Kinder zu ERZIEHEN. Eltern sind nicht die "besten Kumpels" ihrer Kinder sondern stehen über ihnen! Ja, sie müssen sogar über ihnen stehen. Ansonsten funktioniert Erziehung nicht! Leider ist aber genau das das Kernproblem heutiger Erziehung (und Erziehungs"ratgeber"). Eltern stellen sich mit ihren Kindern auf eine Stufe und machen sich ihnen gleich (man will ja nicht, dass das Kind böse auf einen ist). Anstatt klare Ansagen zu machen, wird durch Stuhlkreis und Stille Treppe versucht, ein Erziehungsproblem wegzudiskutieren. Oftmals mit Worten und Argumenten, die ein 6 jähriges Kind noch gar nicht verstehen kann.

Manchmal frage ich ich wirklich, wie Kindererziehung all die Jahrhunderte rund um den Globus funktionieren konnte. Nach den Worten und Vorschlägen vieler Kinderpädagogen müsste die Welt ja nur erziehungsgeschädigten Menschen bestehen....

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